Ernst Hafen zieht das Gesuch «Raising Awareness about personalized genomics and direct-to-consumer testing in Switzerland» zurück, weil sein kürzlich getroffener Entscheid, aus der operativen Leitung des Kommunikationsprojekts auszutreten, ohnehin eine Neubeurteilung des Gesuchs nach sich gezogen hätte.
Das Agora-Gesuch von Ernst Hafen ist eines von 18 Kommunikationsprojekten, die der Schweizerische Nationalfonds (SNF) dieses Jahr erstmals finanziell unterstützt. Mit dem Projekt soll eine breite Diskussion um genetische Tests in Gang gebracht und die interessierte Öffentlichkeit eingeladen werden, sich über die gesellschaftliche und gesundheitliche Bedeutung der immer billiger werdenden Untersuchungen unseres Erbguts Gedanken zu machen.
Die aus international zusammengesetzte Expertenkommission hat das Projekt auf der Basis von Gutachten externer Kommunikationsfachleute geprüft und von 77 eingereichten Gesuchen unter anderem auch die Förderung dieses Projektes empfohlen. Das Projekt widmet sich einem wichtigen und aktuellen Thema. Es erfüllt die Kriterien und entspricht den Zielen des neuen Förderprogramms Agora.
Der SNF bedauert, dass mit dem Rückzug dieses Projektes die in der Öffentlichkeit nötige Diskussion um dieses kontroverse Thema nun verzögert wird. Er ist, ohne die in den Medien von verschiedener Seite geäusserten politischen Forderungen zu unterstützen, überzeugt davon, dass der Diskurs über diese Fragen auch über die Fachkreise hinaus geführt werden muss.