Tierversuche


Tierversuche sind für die Grundlagenforschung unerlässlich, denn sie liefern wichtige Erkenntnisse, die zur Entwicklung neuer Therapien führen können. Doch sowohl die Anzahl wie auch das Leiden der Tiere sollten so klein als möglich sein. Deshalb brauchen gemäss Schweizer Tierschutzgesetz alle Versuche mit Wirbeltieren, Kopffüssern und Zehnfusskrebsen eine kantonale Bewilligung. Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) gibt das zugesprochene Fördergeld erst dann frei, wenn alle Bewilligungen und Meldebestätigungen vorliegen.

Dieses Bild zeigt Forschung mit Mäusen im Labor

 

 

 

 

 

 

 

 


Der SNF und wissenschaftliche Tierversuche – Fact-Sheet
Der SNF legt dar, wie er Forschungsprojekte beurteilt, wie viele dieser Projekte Tierversuche beinhalten und inwiefern er sich von den 3R-Prinzipien (replace, reduce, refine) leiten lässt.


Bewilligungsverfahren für Forschungsgesuche mit Tierversuchen
Vom SNF bewilligte Fördergelder werden erst dann freigegeben, wenn alle nötigen Tierversuchsbewilligungen und Meldebestätigungen eingereicht sind. Da Tierversuchsbewilligungen zeitlich begrenzt gelten, prüft die Geschäftsstelle bei der Auszahlung jeder Jahrestranche, ob die notwendigen Bewilligungen für das nächste Jahr gültig sind.


Ethische Grundsätze und Richtlinien für Tierversuche der Akademien
Vom SNF unterstützte und in der Schweiz forschende Wissenschaftler müssen neben den gesetzlichen Vorgaben die ethischen Grundsätze und Richtlinien der Akademien SAMW und SCNAT einhalten, die die Ethikkommission für Tierversuche der beiden Akademien erarbeitet hat.


SNF-Projekte, die Versuche an Primaten beinhalten
Besonders umstritten sind Versuche mit Primaten. Der SNF veröffentlicht deshalb jeweils im Frühling eine Liste der im vergangenen Jahr unterstützten Projekte mit solchen Versuchen.

Primatenversuche 2009
Im Jahr 2009 unterstützte SNF-Projekte mit Versuchen an Primaten

Primatenversuche 2008
Im Jahr 2008 unterstützte SNF-Projekte mit Versuchen an Primaten

Primatenversuche 2007
Im Jahr 2007 unterstützte SNF-Projekte mit Versuchen an Primaten

Primatenversuche 2006
Im Jahr 2006 unterstützte SNF-Projekte mit Versuchen an Primaten

Primatenversuche 2005
Im Jahr 2005 unterstützte SNF-Projekte mit Versuchen an Primaten


Stellungnahme des SNF zu den Empfehlungen an forschungsfinanzierende Stellen
Im Bericht «Forschung an Primaten - eine ethische Bewertung» richten die Kommissionen EKAH und EKTV Empfehlungen an forschungsfinanzierende Stellen, u.a. die Forderung nach eigenen Ethikgutachten. Der SNF legt dar, weshalb dies aus seiner Sicht nicht sinnvoll ist (Stellungnahme vom 04.10.2006).


«Widersinnige Forderung»
(Nachgefragt aus Horizonte Dezember 2006)
Primatenversuche sollten sorgfältiger begutachtet werden, finden zwei Komissionen. Der SNF ist einverstanden - ausser mit der Forderung nach ethischen Gutachten durch den SNF. Diese sei nicht sinnvoll, sagt Dieter Imboden, Präsident des SNF-Forschungsrats.


«Eine Bewilligung des Nationalfonds ist kein Freibrief»
Wer mit Tieren forschen will, braucht eine kantonale Bewilligung. Wie dies in der Praxis läuft und welche Schwierigkeiten sich stellen, schildern der Hirnforscher Martin Schwab und der Ethiker Klaus Peter Rippe (Interview aus Horizonte Nr. 67, Dezember 2005).

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