Grundlagenforschung - wozu?
Grundlagenforschung ist eine Investition in die Zukunft. Dieses Dossiers des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) sagt warum und liefert Praxisbeispiele.

Warum die Schweiz mehr Forschung braucht und was der SNF beitragen will
Die Forschung ist ein wichtiger Antrieb für die Wirtschaft und die Entwicklung unserer Gesellschaft. Die vom Bundesrat vorgeschlagene Steigerung der Mittel ermöglicht dem Schweizerischen Nationalfonds (SNF), sich engagiert für eine auf Innovation und Wettbewerb ausgerichtete Forschung einzusetzen.
Nanotechnologie: Pionierleistungen bereits vor 20 Jahren
Die Zukunft der Medizin und der Materialwissenschaft wird stark durch die Nanotechnologien geprägt sein. Laut Schätzungen wird der weltweite Markt für solche Technologien 2010 einen Umsatz von jährlich rund 1'000 Mrd. Euro aufweisen und 2 Mio. Personen beschäftigen. Wer da künftig mithalten will, muss heute forschen.
Bessere Medikamente dank Alternative zu Antikörpern
Das Spin-off-Unternehmen Molecular Partners hat mit einer Alternative zu herkömmlichen Antikörpertherapien mehrere Preise gewonnen und beste Aussichten auf kommerziellen Erfolg. Doch das Beispiel zeigt auch: Der Weg von der Idee aus der Grundlagenforschung zu einem wirksamen Medikament ist lang. Nur eine konzertierte Förderung von Anfang bis Ende führt zum Erfolg.
Auf Mars-Mission dank dem Schweizerischen Nationalfonds
Die Projektförderung des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) ist nicht nur auf den kurzfristigen Erfolg ausgerichtet, sagt Jérôme Faist. Dank nachhaltiger Unterstützung durch den SNF konnte der Neuenburger Physikprofessor einen hochempfindlichen Sensor entwickeln, der demnächst auf dem Mars nach Spuren von Leben suchen wird.
Ein gutes Gefühl, als SNF-Forscher zur Schweizer Wissensgesellschaft zu gehören
Spitzenforscher wachsen nicht auf den Bäumen. Doch wenn sie gezielt gefördert werden, fruchtet dies zuweilen auch ab und zu einen Nobelpreisträger. Die Schweiz hat, bezogen auf ihre Grösse, besonders viele davon.
Umweltchemiker hilft Meteo-Schweiz und entwickelt Frühdiagnose für Blasenkrebs
Ein wirtschaftlicher Nutzen scheint in der Grundlagenforschung oft in weiter Ferne zu liegen. Die Entwicklung des Medikaments Hexvix an der ETH Lausanne zeigt aber, dass dank interdisziplinärer Forschung Erfolge aus einer völlig unerwarteten Richtung kommen können.
Die fünfte Landessprache
Die Gebärdensprache ist genau wie die gesprochenen Sprachen linguistisch höchst komplex. Penny Boyes Braem hat das Kommunikationsmittel der Hörbehinderten erforscht und eine Datenbank der Deutschschweizerischen Gebärdensprache angelegt.