Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) unterstützt die themengebundene orientierte Forschung im Rahmen von Nationalen Programmen. Während die Nationalen Forschungsprogramme (NFP) der Erarbeitung von wissenschaftlich fundierten Grundlagen zur Lösung aktueller Probleme von nationaler Bedeutung dienen, stärken die Nationalen Forschungsschwerpunkte (NFS) die Position der Schweiz in strategisch wichtigen Bereichen und verbessern die Forschungsstrukturen. Die Themen für NFP werden jeweils vom Bundesrat vorgegeben. Bei den NFS werden die Themen von der Forschungsgemeinschaft generiert.
NFP: Wirkungsprüfung zeichnet ein positives Bild
Die Nationalen Forschungsprogramme (NFP) erzeugen eine grosse Zahl von Auswirkungen auf wissenschaftlicher und sozialer Ebene. Das CEST (Center for Science and Technology Studies) hat 2006 eine Wirkungsstudie der NFP durchgeführt.
Die Wirkungsstudie zeichnet ein positives Bild der NFP. Diese werden als «wirkungsmächtiges Instrument mit einem breiten und in die Tiefe reichenden Wirkungsspektrum» charakterisiert. Der Bericht ist in deutscher Sprache verfasst. Kurzfassungen in Französisch und Englisch befinden sich am Anfang des Texts.
Konkrete Ergebnisse von NFP: Ansätze zur Problemlösung in der Praxis
Die anwendunsgorientierte NFP-Forschung ist in der Regel zeit- und ortsgebunden. Die involvierten Forschungsgruppen richten sich an ein bestimmtes Publikum aus der Praxis, gehen auf deren Anliegen ein, suchen gemeinsam mit den Betroffenen nach Lösungen. Aus solchen «transdisziplinären» Arbeiten entstehen eine Vielzahl äusserst nützlicher Ansätze, um bestehende Probleme von nationaler Bedeutung zu lösen. Dies zeigen die folgenden Medienmitteilungen des SNF in exemplarischer Weise auf:
Unterschiedliche Organspenderaten in den Sprachregionen haben kulturelle Gründe (26.07.06)
Autoritäre Erziehung kann schulische Leistungen beeinträchtigen (23.05.06)
Grosse regionale Schwankungen beim Schweizer Antibiotikaverbrauch (16.01.06)
NFS-Broschüre «Spitzenforschung made in Switzerland»: Positive Zwischenbilanz
Die im Jahr 2001 vom SNF gestarteten Nationalen Forschungsschwerpunkte haben die Spitzenforschung in der Schweiz gestärkt. Für die Zukunft unseres Landes seien die dank der NFS neu gewonnenen Erkenntnisse von hoher strategischer Bedeutung, unterstreicht Bundesrat Pascal Couchepin in «Spitzenforschung made in Switzerland». Die Broschüre dokumentiert die vielfältigen Wirkungen der NFS in Bereichen wie Gesundheit, Risiko, Zusammenleben, Leben und Materie sowie Neue Technologien.
Der Schlüssel zu den 20 NFS: Publikation «Guide»
Über 3000 Personen arbeiten in den 20 laufenden NFS mit. Die jährlich aktualisierte Publikation «Guide» gibt Aufschluss über Finanzen, Personal und Output der Nationalen Forschungsschwerpunkte (NFS). Zu jedem NFS findet man eine Kurzbeschreibung sowie alle wichtigen Kontaktangaben.