SystemsX.ch - Systembiologie


Die Initiative SystemsX.ch soll die Systembiologie in der Schweiz an die Weltspitze bringen. Für die Projektförderung bei SystemsX.ch hat das Bundesparlament für die Periode 2008-2011 hundert Millionen Franken gesprochen. Evaluiert werden die Gesuche auf Wunsch des Bundesrats vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF). Damit ist der SNF erstmals für die Qualitätskontrolle einer grossen Forschungsinitiative verantwortlich, die er nicht selbst finanziert und verwaltet.

Dynamische Netzwerke der biologischen Prozesse in Zellen, Geweben und Organismen

 

 

 

 

 

 

 

 

Was ist Systembiologie?

Die Systembiologie versucht, die dynamischen Netzwerke der biologischen Prozesse in Zellen, Geweben und Organismen in ihrer Gesamtheit zu verstehen. Im Gegensatz zur Molekularbiologie oder zur Genetik untersucht sie nicht einzelne Gene und Proteine zu einem bestimmten Zeitpunkt sondern das Verhalten aller Elemente eines biologischen Systems, während es funktioniert. Das Ziel ist es, die Wechselwirkungen dieser Elemente zu quantifizieren. Dazu muss die Systembiologie das Know-how vieler verschiedener Forschungsdisziplinen sowie Konzepte aus Biologie, Informatik und Systemwissenschaften zusammen führen. Fernziel ist es, ganze lebende Systeme am Computer zu simulieren und ihre Reaktionen auf Veränderungen der Umwelt zu verstehen und vorherzusagen.

Was ist SystemsX.ch?

Die Forschungsinitiative wurde 2003 unter dem Namen SystemsX von der ETH Zürich und den Universitäten Basel und Zürich gestartet. Im Februar 2006 öffnete sich SystemsX für neue Partner und heisst seither SystemsX.ch. Die Initiative steht heute somit allen interessierten Forschenden der Schweiz offen. Seit 2006 sind auch die ETH Lausanne und die Universitäten Bern, Genf und Lausanne beteiligt. Ziel der Initiative ist es, die Schweizer Systembiologie zu vernetzen und an die Weltspitze zu bringen. Damit sollen Grundlagen für bedeutende medizinische Erkenntnisse und Innovationen erarbeitet werden.

SystemsX.ch startet: Weltspitze in Systembiologie als Ziel
Die Schweiz will in der Systembiologie Weltklasse-Niveau erreichen und wird in den nächsten vier Jahren rund 400 Millionen Franken in die zukunftsträchtige Disziplin investieren. Im Zentrum steht die Forschungsinitiative SystemsX.ch, an der bisher acht Universitäten, drei weitere Forschungsinstitutionen und die Industrie beteiligt sind. Eine solche Investition in eine Forschungsrichtung ist in der Schweiz beispiellos.

SNF evaluiert erstmals Gesuche von SystemsX.ch
SystemsX.ch hat am 6. September 2007 eine Ausschreibung für Forschungsprojekte lanciert. Evaluiert werden die Gesuche vom SNF. Für die Ausschreibung hat das Parlament hundert Millionen Franken bewilligt.

Ausschreibung von SystemsX.ch
Auf der Webseite von SystemsX.ch befinden sich die Ausschreibung der Gesuche und die Gesuchsformulare.

Reglement über die Gesuche von SystemsX.ch
Das Reglement regelt die Organisation, die Behandlung und die Prüfung von Gesuchen im Rahmen von SystemsX.ch sowie die Fortschrittskontrolle des Gesamtvorhabens SystemsX.ch beim SNF.

Review Panel für Gesuche von SystemsX.ch
Zur Evaluation der Gesuche von SystemsX.ch hat der SNF ein internationales Gutachtergremium geschaffen, das durch Mitglieder des Forschungsrats aus den Abteilungen Mathematik, Natur- und Ingenieurwissenschaften (Abt. II), Biologie und Medizin (Abt. III) und Orientierte Forschung (Abt. IV) verstärkt ist.

Kurzfassung des SNF-Berichts zur Sonderförderung von SystemsX.ch
Das Staatssekretariat für Bildung und Forschung (SBF) beauftragte den SNF im Dezember 2006, einerseits eine übergeordnete Beurteilung der geplanten Sonderförderung von SystemsX.ch abzugeben und anderseits mögliche Evaluationsmechanismen vorzuschlagen.

Die Meilensteine von SystemsX.ch
Die Entstehung von SystemsX.ch begann spätestens im Dezember 2002, als in Basel ein «Kick-off»-Meeting für die Gründung eines Life-Science-Forschungsinstituts stattfand. Seither wurde die Forschungsinitiative kontinuierlich ausgebaut.

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Kontakt

Abteilung Orientierte Forschung
Urs Christ
E-Mail: uchrist@snf.ch

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