Horizonte Nr. 77, Juni 2008
Der Rhythmus im Körper: Mit Hilfe des Tageslichts sorgt die innere Uhr dafür, dass viele Vorgänge in unserem Körper im Takt ablaufen. Bringen wir den Rhythmus durcheinander, kann das fatale Folgen für die Gesundheit haben.
Titelgeschichte
Heilen mit Licht (PDF, 157 KB)Bei depressiven Menschen ist oft auch die innere Uhr gestört. Forschende des Universitätsspitals Basel untersuchen, ob eine Lichttherapie Linderung bringen kann.
So tickt die innere Uhr (PDF, 350 KB)Viele biologische Vorgänge im Körper verlaufen nach einem Rhythmus, der sich alle 24 Stunden wiederholt. Das komplexe System, das den Takt vorgibt, birgt noch viele Geheimnisse. Forscher der Universitäten Genf und Freiburg sind einigen davon auf der Spur.
Vor Gericht: Der Berner Prozess von 1935 um die "Protokolle der Weisen von Zion".
Weitere Themen
In der Bronzezeit über den Gotthardpass (PDF, 191 KB)Nicht erst im Mittelalter verlief ein zentraler Handelsweg über den Gotthard. Bereits vor 3500 Jahren lockte der Warenverkehr die ersten Bauern in die Leventina. Ihre Siedlungen belegen weit vernetzte europäische Beziehungen.
Wenn Stahlriesen in Brand geraten (PDF, 255 KB)Der Werkstoff Stahl verändert bei hohen Temperaturen seine Eigenschaften. In brennenden Gebäuden kann das drastische Folgen haben. An der ETH Zürich erforscht man deshalb, wie man Stahlkonstruktionen brandtauglich machen kann.
Das hohe Cis im Apfelbaum (PDF, 183 KB)Apfelkulturen sind anfällig für Pilzkrankheiten und werden darum mit Fungiziden behandelt. Mittels gentechnischer Methoden könnten sie gegen Pilzbefall resistent gemacht werden. Doch transgene Lebensmittel sind umstritten. Ein ETH-Forscher sucht neue Wege.
Verschwörung, Gegenverschwörung (PDF, 369 KB)Die berüchtigten "Protokolle der Weisen von Zion" sind eine der wichtigsten Quellen des Antisemitismus. Nicht weniger verworren als ihr Inhalt ist ihre Entstehungsgeschichte, die der Historiker Michael Hagemeister rekonstruiert.
Mit Laser auf Bakterien zielen (PDF, 127 KB)Mit kurz gepulsten Laserstrahlen macht ein Genfer Physikerteam Bakterien im Staub ausfindig. Damit könnten Krankheitserreger in Spitälern oder bioterroristische Anschläge bekämpft werden.
Phantome in der Opera (PDF, 195 KB)Ein Experiment des Cern in Genf und des Gran-Sasso-Laboratoriums bei Rom soll erstmals die Oszillation künstlich erzeugter Tau-Neutrinos beobachten und diese phantomhaften Elementarteilchen fassbar machen. Schweizer Forschende sind an der Vorbereitung und Auswertung des Projekts beteiligt.
Schmarotzern auf den Fersen (PDF, 235 KB)Parasiten wie der Leberegel führen Jennifer Keiser vom Schweizerischen Tropeninstitut in die ganze Welt. Die Pharmakologin sucht nach neuen Medikamenten gegen gefährliche Tropenkrankheiten - mit Erfolg.
Im Porträt
Auch mit 65 Jahren noch auf der Suche nach Exoplaneten (PDF, 175 KB)Der Astronom Michel Mayor, der 1995 den ersten Planeten ausserhalb unseres Sonnensystems entdeckte, ist letztes Jahr nach langjähriger Tätigkeit an der Universität Genf in den Ruhestand getreten. Seither hat sich der Alltag des leidenschaftlichen Forschers jedoch kaum verändert. Noch immer reist er um die Welt.
Ausserdem
Bremsspuren im Blei (PDF, 308 KB)Zehn Trillionen - also zehn Milliarden Milliarden - Neutrinos rasen pro Jahr vom Cern direkt unter den Alpen hindurch in Richtung Rom. Im unterirdischen Detektor von Gran Sasso bleibt täglich eine Handvoll Neutrinos hängen.