Viele Karrieren des akademischen Nachwuchses verlaufen im Sand. Die Universitäten und der Schweizerische Nationalfonds (SNF) müssen dieser Verschleuderung intellektueller Ressourcen Einhalt gebieten.
Der Tessiner Rechtsanwalt Gabriele Gendotti wird neuer Präsident des Stiftungsrats des SNF. Der ehemalige National- und Regierungsrat ersetzt Hans Ulrich Stöckling an der Spitze der bedeutendsten Schweizer Institution zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung.
Mitte Dezember 2011 hat der Ausschuss des Stiftungsrats des SNF die bisherigen Mitglieder des Präsidiums des Nationalen Forschungsrats einstimmig wiedergewählt. Er hat zudem infolge ablaufender Amtszeiten auf den 1. April 2012 drei neue Abteilungs-Präsidenten bestimmt sowie fünf neue Mitglieder des Nationalen Forschungsrats gewählt.
Zu seinem 60-jährigen Bestehen setzte sich der Schweizerische Nationalfonds (SNF) am 11. Januar 2012 in Bern gemeinsam mit 250 Teilnehmenden aus Forschung, Hochschulen und Politik mit der zukunftsgerichteten Frage «Nachwuchsförderung: Wo drückt der Schuh?» auseinander. Junge Forschende formulierten in Workshops ihre Anliegen. Die nachfolgenden engagierten und konstruktiven Diskussionen mit Entscheidungsträgern wurden abgerundet durch den ersten Auftritt des neuen Bundesrats Alain Berset an einem öffentlichen Anlass.
Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) hat am 9. Januar die neu konzipierte Forschungsdatenbank P3 auf seiner Webseite (www.snf.ch) aufgeschaltet. P3 löst die bisherige Projektdatenbank ab und enthält u.a. erweiterte Informationen zum Inhalt und neu auch zum Output der vom SNF unterstützten Projekte. P3 wird in Deutsch, Französisch und Englisch sowie mit ausgebauten und benutzerfreundlichen Suchmöglichkeiten angeboten.
Das Staatssekretariat für Bildung und Forschung und der SNF haben am 19. Dezember 2011 die Leistungsvereinbarung 2012 unterzeichnet. Diese bildet den Rahmen für die Tätigkeit des SNF im kommenden Jahr und ist faktisch eine Verlängerung der Periode 2008-11. Die Leistungsvereinbarung legt u.a. die finanziellen Rahmenbedingungen und die strategischen Leistungsbereiche fest. Zudem hat der Bundesrat das vom SNF erlassene unbefristetes Overheadreglement genehmigt.
Von Oktober 2010 bis September 2011 ist der Schweizerische Nationalfonds (SNF) insgesamt zehn Fällen möglicher Plagiate bei den Gesuchen nachgegangen. Fünf wurden von Experten entdeckt, fünf weitere von der neu vom SNF eingesetzten Software. Nur in zwei Fällen kam die nachfolgende interne Untersuchung zum Schluss, dass tatsächlich ein Plagiat vorliegt. Bei den anderen wurden die Verfehlungen als geringfügig eingestuft.
Am 2. November hat der SNF fortgeschrittene Forscherinnen und Forscher aus der ganzen Schweiz an seinem Sitz in Bern empfangen. Ziel des Tages war es, Gesuchstellende bedürfnisgerecht über die Förderungsmöglichkeiten des SNF zu informieren. Rund 150 Personen haben den Anlass besucht. Die eingegangenen Rückmeldungen bezeugen die Nützlichkeit eines solchen Angebots und heben die gute Qualität der Informationen und Ratschläge hervor.
Am 9. November hat der Bundesrat die Botschaft und den Entwurf zur Totalrevision des Bundesgesetzes über die Förderung der Forschung und Innovation (FIFG) verabschiedet und dem Parlament zur Beratung überwiesen. Der SNF begrüsst die Totalrevision und hat sich bei der Erarbeitung des Entwurfs stark engagiert. Die meisten seiner vorgebrachten Anliegen sind berücksichtigt worden.
Erstmals seit 2007 verzeichnet der Schweizerische Nationalfonds (SNF) für das Herbstsemester 2011 weniger Projektgesuche: 1079 Gesuche mit einem verlangten Gesamtbetrag von 410 Millionen Franken sind auf den 1. Oktober eingegangen. Dies entspricht sowohl bei der Anzahl der Gesuche als auch bei den beantragten Mitteln einem Rückgang um 12% gegenüber dem Herbstsemester des Vorjahres.
Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) hat Innovationsprojekte im Rahmen der laufenden Nationalen Forschungsschwerpunkte (NFS) ausgeschrieben. Die Ausschreibung ist Teil des «Massnahmenpakets 2011» des Bundes. Für die Projekte stehen insgesamt 10 Millionen Franken zu Verfügung. Eingabeschluss für die Gesuche ist der 15. Februar 2012.
Zum zehnjährigen Bestehen der Gleichstellung Forschungsförderung findet am 14./15. November 2011 beim Schweizerischen Nationalfonds (SNF) eine internationale Tagung zu Mobilität und Netzwerken («Mobility and Networks») statt. Renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler äussern sich u. a. zu den Formen von Mobilität und den bestimmenden Faktoren, insbesondere unter dem Aspekt der Geschlechter. Eine international besetzte Diskussionsrunde unter der Leitung von Dieter Imboden, Präsident der Gleichstellungskommission, schliesst die Veranstaltung ab.
Der SNF lädt junge Forschende ein, am 11. Januar 2012 ihre Anliegen an den SNF, aber auch an die Hochschulen und die Politik zu formulieren und Entscheidungsträgerinnen und –trägern aus diesen Bereichen zu präsentieren. Am prominent besetzten Anlass wird sich auch Bundesrat Didier Burkhalter zum Thema äussern.
Mit Ambizione, Ambizione-PROSPER und Ambizione-SCORE fördert der Schweizerische Nationalfonds (SNF) den wissenschaftlichen Nachwuchs in allen Disziplinen. Die diesjährige Ausschreibung wurde im August mit der Zusprache von 49 neuen Beiträgen abgeschlossen.
Die neue Ausgabe von «SNFinfo print» mit sechs Seiten aktuellen institutionellen Informationen des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) ist erschienen. Die Oktober-Ausgabe widmet sich unter anderem dem Thema «Erweiterungsbeitrag: Kooperation mit Forschenden aus Bulgarien und Rumänien».
Der Erfahrungsbericht des SNF zur Einführungsphase des Overheads zeigt, dass sich das einfache Umsetzungsmodell zwar bewährt hat, das mittelfristige Ziel eines Beitragssatzes von 20% jedoch noch nicht erreicht ist. Gemäss Umfrage setzen die Hochschulrektorate die Overhead-Beiträge in der Regel für ihre Forschungs- und Verwaltungsinfrastruktur ein.
DEZA und SNF führen im Rahmen des Erweiterungsbeitrags ihre Zusammenarbeit in der Forschungsförderung fort: Ende September wurde das «Romanian-Swiss Research Programme» gestartet, nächstens folgt das «Bulgarian-Swiss Research Programme».
SNFinfo print Nr. 14: Editorial
Wenn beide Geschlechter in der Forschung gleiche Chancen haben sollen, braucht es ein permanentes Engagement für Gleichstellungsanliegen. Daher hat der SNF vor zehn Jahren die Gleichstellungskommission geschaffen und eine Gleichstellungsbeauftragte eingesetzt.
SNFinfo print Nr. 14: «Im Fokus»
Der Fachausschuss Interdisziplinarität und das Präsidium des Nationalen Forschungsrats haben im Reglement über die Gewährung von Sinergia-Beiträgen Änderungen vorgenommen. Die Änderungen betreffen das Gesuchsbudget, die Anzahl Forschungsgruppen und Teilprojekte und die spezifischen Evaluationskriterien. Zudem sind die Angaben zu den Gesuchstellenden, zur Struktur des Forschungsplans, zu den Fortsetzungsprojekten und zu den inhaltlichen Überschneidungen präzisiert worden.
In der Schweiz wie auch international entwickeln sich inter- und transdisziplinäre Forschung und Lehre stetig weiter. In der Schweiz fanden kürzlich nationale und internationale Konferenzen statt, mit dem Ziel, die Rahmenbedingungen für diese Entwicklung weiter zu verbessern.
Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) hat beschlossen, die Entschädigungen für Doktorierende auf den 1. Januar 2012 anzupassen: CHF 41‘400.- im 1. Jahr, CHF 44‘400.- im 2. Jahr und CHF 47‘400.- im 3. und 4. Jahr.
Am 2. November 2011 lädt der Schweizerische Nationalfonds (SNF) fortgeschrittene Forscherinnen und Forscher (ab Stufe Postdoc) aus der ganzen Schweiz an seinen Sitz in Bern ein. Beim «SNF-Tag für fortgeschrittene Forschende» sollen Gesuchstellende gezielt und bedürfnisorientiert in Sachen Förderungsmöglichkeiten des SNF informiert werden. Die in französischer, deutscher und englischer Sprache abgehaltene Veranstaltung räumt individuellen Fragen viel Raum ein. Melden Sie sich jetzt kostenlos an!
Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) hat einzelne Abteilungen der Geschäftsstelle sowie einen Fachausschuss umbenannt. Zudem hat er seine Förderungsinstrumente neu klassifiziert, was insbesondere auf der SNF-Webseite zu Anpassungen geführt hat. Um die Forschenden bei der Wahl der Förderungsinstrumente zu unterstützen, stellt der SNF schliesslich online neue Leitfäden und eine Beschreibung zur Verfügung.
Ab Mitte August erfasst der Schweizerische Nationalfonds (SNF) erweiterte Angaben zum Output der von ihm unterstützten Forschung. Via mySNF können die Beitragsempfangenden während und nach Abschluss ihrer Projekte die damit zusammenhängenden Publikationen, wissenschaftlichen Veranstaltungen, Kommunikationsaktivitäten sowie eine Reihe weiterer Forschungsoutputs sichtbar machen.
Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und der Schweizerische Nationalfonds (SNF) schaffen gemeinsam einen Fonds für Forschung zu globalen Fragen («global issues») in und mit Entwicklungs- und Schwellenländern. Für acht Jahre ist der Fonds mit rund CHF 100 Mio. dotiert.
Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) feiert in diesem Jahr das 20-jährige Bestehen des Marie Heim-Vögtlin-(MHV-)Programms zur gezielten Förderung von Frauen in der Wissenschaft. Das MHV-Programm hat in dieser Zeit nicht nur vielen Frauen die Fortsetzung ihrer Forschungskarriere ermöglicht, sondern damit auch die Schweizer Wissenschaft enorm bereichert. Es darf daher als eine Erfolgsgeschichte betrachtet werden, die der SNF fortführen und mit einem Porträtband erfolgreicher ehemaliger MHV-Beitragsempfängerinnen entsprechend würdigen möchte.
Die neue Ausgabe von «SNFinfo print» mit sechs Seiten aktuellen institutionellen Informationen des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) ist erschienen. Die Juni-Ausgabe widmet sich unter anderem den Kategorien wissenschaftlicher Forschung, insbesondere der «anwendungsorientierten Grundlagenforschung».
Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) hat die praxisorientierte Forschung an Fachhochschulen und an Pädagogischen Hochschulen in den vergangenen acht Jahren durch die Finanzierung von insgesamt 302 DORE-Projekten in sieben Fachbereichen gefördert.
Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) operiert aus förderungspolitischen Gründen mit verschiedenen Kategorien wissenschaftlicher Forschung. In seinem Mehrjahresprogramm 2012–2016 legt er die künftige Kategorisierung im Rahmen der Gesuchsevaluation dar.
SNFinfo print Nr. 13: Editorial
SNFinfo print Nr. 13: «Im Fokus»
Ende 2010 führte der Schweizerische Nationalfonds (SNF) seine vierte «Tour de Suisse» bei den Schweizer Hochschulen durch. Die Diskussionsplattform wurde insbesondere im Hinblick auf die in Vorbereitung stehende Botschaft über die Förderung von Bildung, Forschung und Innovation (BFI) des Bundes geschätzt.
Die Verleihung des Marie Heim-Vögtlin-Preises (MHV) durch den Schweizerischen Nationalfonds (SNF) findet am 28. Juni 2011 im Haus der Universität in Bern statt. Sie erfolgt in Anwesenheit von Persönlichkeiten aus der Wissenschaft wie Ulrike Landfester, Vize-Präsidentin des Nationalen Forschungsrats, und Dietmar Braun, Präsident des Fachausschusses Personenförderung des SNF. Anschliessend findet eine Vernissage für die Broschüre zum 20-jährigen Bestehen des MHV-Programms statt.
Forschende haben 2010 deutlich mehr Projektgesuche beim Schweizerischen Nationalfonds (SNF) eingereicht als in den Vorjahren. Mit einer Zunahme von 17 Prozent gegenüber 2009 stieg die Nachfrage sprunghaft an, was den Wettbewerb um Forschungsgelder weiter verschärft. Mit 726 Mio. Franken hat der SNF 2010 so viele Förderungsbeiträge wie noch nie zugesprochen (+2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr).
Sämtliche SNF-Forschungskommissionen an den universitären Hochschulen nehmen ab der zweiten Hälfte 2011 Gesuche um ein Stipendium für angehende Forschende nur noch via die Web-Plattform mySNF entgegen. Jede Kommission hat ihre eigenen Eingabetermine.
Die Forschungsinitiative Nano-Tera.ch soll die Schweiz unter Einsatz von Ingenieur- und Informationstechnologien an die Grenzen der technologischen Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts bringen. Dabei stehen die Gesundheit und Sicherheit der Menschen sowie die Umwelt im Fokus. Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) hat im November 2010 zusammen mit ausländischen Expertinnen und Experten eine Zwischenevaluation durchgeführt. Aufgrund der positiven Ergebnisse empfiehlt der SNF dem Bund, Nano-Tera.ch auch in den kommenden vier Jahren zu unterstützten.
Die Forschungsinitiative SystemsX.ch soll die Systembiologie in der Schweiz an die Weltspitze bringen. Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) hat im Oktober 2010 zusammen mit ausländischen Expertinnen und Experten eine Zwischenevaluation durchgeführt. Aufgrund der positiven Ergebnisse und mit Hinweis auf spezifischen Nachholbedarf empfiehlt der SNF dem Bund, SystemsX.ch auch in den kommenden vier Jahren im gleichen finanziellen Umfang zu unterstützten.
Die Forschenden haben beim Schweizerischen Nationalfonds (SNF) auf den 1. April 2011 in der Projektförderung 1145 Gesuche mit einem verlangten Gesamtbetrag von 401 Millionen Franken eingereicht. Die Anzahl eingereichter Gesuche ist damit gegenüber dem 1. März 2010 (1067 Gesuche) gestiegen, auch ohne Sinergia-Gesuche, die seit diesem Jahr nicht mehr zu den Stichtagen der Projektförderung eingehen. Wie bislang ist der Gesuchseingang im Frühjahr etwas weniger hoch als im Herbst des Vorjahres; daran scheint auch die Verschiebung des Stichtags vom 1. März auf den 1. April nichts zu ändern.