28.03.2012 

Die Mobilität und frühe Eigeninitiative von jungen Forschenden stärker fördern 

Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) präsentiert ab 2013 seine Stipendien in leicht modifiziertem Kleid. Zudem führt er ein neues Instrument zur Doktorandenförderung in den Geistes- und Sozialwissenschaften ein und unterstützt auch in der Projektförderung gezielt die Mobilität von Doktorierenden.

Eine externe Evaluation im Jahr 2010 hat gezeigt, dass die Stipendien des SNF ihre wesentlichen Ziele erreichen. Sie enthielt aber auch Empfehlungen, welche eine moderate Umkonzeption angestossen haben. So werden die bisherigen Stipendien für angehende Forschende ab 2013 in zwei Instrumente aufgeteilt: "Doc.Mobility" für die Doktoratsstufe und "Early Postdoc.Mobility" für die Postdoktoratsstufe. Auch die Stipendien für fortgeschrittene Forschende, neu "Advanced Postdoc.Mobility" genannt, werden leicht modifiziert und besser auf die anderen Instrumente abgestimmt.

Eigenständige Ideen umsetzen
Vorgesehen ist zudem das neue Instrument "Doc.CH" zur Förderung von Doktorierenden in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Damit will der SNF motivierten und talentierten jungen Forschenden in diesen Disziplinen die Möglichkeit bieten, eigenständige Projektideen für Dissertationen innert nützlicher Frist umzusetzen. Voraussetzung ist eine entsprechende Einbindung an einer Schweizer Universität (Doktorandenschule, Dissertationsbetreuer/in). Erste Praxiserfahrungen werden zeigen, wie das Instrument weiter auszugestalten ist. Finanziert wird es durch frei werdende Mittel aus dem auslaufenden ProDoc-Programm. Die lokalen SNF-Forschungskommissionen werden bei der Vergabe der Stipendien weiterhin eine wesentliche Rolle spielen.

Die Mobilität von Doktorierenden soll nicht nur im Rahmen von Stipendien gefördert werden. Neu können Doktorierende in vom SNF finanzierten Forschungsprojekten einen Auslandsaufenthalt beantragen, sofern sie vom Projektleiter unterstützt werden. Bereits ab Mai 2012 können damit die Reise- und Aufenthaltskosten für einen Auslandsaufenthalt zwischen sechs und zwölf Monaten finanziert werden. Während des Auslandsaufenthalts bleiben die Doktorierenden über das SNF-Forschungsprojekt angestellt. Der SNF hat in diesem Jahr dafür 2,4 Millionen Franken vorgesehen.

(Aus: SNFinfo print Nr. 15 / März 2012)

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