Die NFS sind nicht nur durch ihre Forschungsresultate und -netzwerke international sichtbar und anerkannt, sondern auch über ihre Nachwuchsprogramme. Dies zeigt ein Blick auf die Teilnehmenden an NFS-Angeboten wie Summer Schools oder Doktorierendenprogramme: Durchschnittlich stammen zwischen 50 und 90 Prozent aus dem Ausland. «Wir wählen pro Jahr aus einer Vielzahl von Bewerbungen drei bis sechs Doktorierende aus», erläutert Ivan Rodriguez das Doktorierendenprogramm des NFS «Genetics». «Diese profitieren von der einzigartigen technischen Infrastruktur, die ihnen über den NFS an verschiedenen Standorten in der Schweiz zur Verfügung steht.» Andere junge Forschende suchen persönlichen Kontakt zu international führenden Vertreterinnen und Vertretern ihres Fachs. «Für eine akademische Karriere in der Finanzforschung sind Referenzen – besonders in den USA, dem unangefochtenen Zentrum der Finanzforschung – immens wichtig», sagt Eckart Jäger, wissenschaftlicher Koordinator im NFS «FINRISK». «Deswegen laden wir bewusst auch Dozierende aus dem Ausland für die Kurse unseres Doktorierendenprogramms ein.»
Netzwerke knüpfen für die Zukunft
Doch warum versuchen junge Forschende,solche Kontakte nicht einfach an internationalen Konferenzen oder Workshops zu knüpfen? Einen Hinweis gibt das Feedback von Sarah Harris, eine von insgesamt 70 Teilnehmenden der Summer School des NFS «Klima»: «Ich entschied mich für die Summer School, da ich mir dort einen intensiven Dialog mit jungen Forschenden in meinem Feld und Spezialisten aus der ganzen Welt erhoffte. Heute verfüge ich über Kontakte in vielen Ländern, Kolleginnen und Kollegen, die ich jederzeit für eine Zusammenarbeit anfragen könnte.» Sarah Harris ist heute Postdoc am Jet Propulsion Laboratory der NASA in Pasadena, Kalifornien.
(Aus: SNFinfo print Nr. 11 / Oktober 2010)