Mit ihrem Erweiterungsbeitrag beteiligt sich die Schweiz am Abbau der wirtschaftlichen und sozialen Ungleichheiten in der erweiterten EU. Zu den Empfängerländern zählen Rumänien und Bulgarien. Einer der gewählten Bereiche der Zusammenarbeit mit diesen Ländern ist die wissenschaftliche Forschung. Zu diesem Zweck wurden das «Romanian-Swiss Research Programme 2011–2016» (RSRP) und das «Bulgarian-Swiss Research Programme 2011–2016» (BSRP) eingerichtet. Die insgesamt für gemeinsame Forschungsprojekte aus dem Erweiterungsbeitrag zur Verfügung stehenden Mittel betragen rund zehn bzw. vier Millionen Schweizer Franken, wobei 15% von der Partnerseite bereitgestellt werden. Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) hat den SNF mit der Durchführung der beiden Programme beauftragt. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Organisationen hat eine lange Tradition, da sie seit Beginn der 90er-Jahre gemeinsam Forschungskooperationen mit Transitionsländern unterstützen (Programme SCOPES und ESTROM).
Forschung in Schlüsselbereichen
Die neuen Programme werden mit einer Partnerorganisation aus dem jeweiligen Land durchgeführt und sind auf folgende Schwerpunktthemen ausgerichtet:
- Rumänien: Zivilisationskrankheiten; Auswirkungen von Abfall und Schadstoffen auf Umwelt und Klima; Nachhaltige Energie; Wirtschaftliches Wachstum und gesellschaftliche Ungleichheiten.
- Bulgarien: Ökologische Forst-/Landwirtschaft und Abfallbewirtschaftung; Gesellschaftliche Ungleichheiten und regionale Unterschiede; Heilmittelentwicklung; Innovative Baumethoden und -materialien.
Die Projekte mit einer Laufdauer von drei Jahren werden gemeinsam von Forschungsgruppen in Rumänien bzw. Bulgarien und der Schweiz eingereicht und
durchgeführt. Die Ausschreibung für Rumänien ist vom 30.09.11 bis 31.01.12 geöffnet, jene für Bulgarien voraussichtlich vom 15.11.11 bis 15.03.12.
(Aus: SNFinfo print Nr. 14 / Oktober 2011)