Lehrpersonen, die an einem Burnout erkranken, leiden nicht nur unter den beruflichen Anforderungen, sondern auch unter der mangelhaften Anerkennung durch ihr berufliches Umfeld. Sie fühlen sich durch die wiederholten Schulreformen stark verunsichert. Die oft praktizierte Krankschreibung erfüllt ihren Zweck nicht; besser würde man die Lehrpersonen vor Ort mit einem Coach begleiten. Zu diesen Schlüssen kommt eine vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstützte Studie im Kanton Bern.
Mit neuen Reagenzien können verborgene Fingerabdrücke aufgespürt werden. Das Nano-Werkzeug, das Moleküle zum Leuchten bringt, könnte sich in der Kriminaltechnik als hilfreich erweisen.
(Aus «Horizonte», Dezember 2011)
Politische Umstürze stellen Nordafrika und den Nahen Osten auf den Kopf. Religiöse und ethnische Minderheiten spielen dabei eine kleinere Rolle als früher, sagt der Historiker Jordi Tejel.
(Aus «Horizonte», Dezember 2011)
Der Schweizerische Nationalfonds arbeitet neu mit der Kategorie der «anwendungsorientierten Grundlagenforschung». Was meint dieser Begriff in der Theorie, welche Auswirkungen hat er auf die Praxis, etwa für die Fachhochschulen? Akteurinnen und Akteure der schweizerischen Forschungslandschaft äussern ihre Hoffnungen und Erwartungen, aber auch ihre Befürchtungen. Dazu sechs Beispiele anwendungsorientierter Grundlagenforschung.
(Aus «Horizonte», Dezember 2011)
In seinen Romanen hat sich Max Frisch, der heuer hundert Jahre alt geworden wäre, obsessiv mit seiner Männlichkeit beschäftigt – und sich dabei in kolonialistischen Klischees verfangen.
(Aus «Horizonte», Dezember 2011)
2012 wird die Schweiz das Inventar ihrer «lebendigen Traditionen» veröffentlichen. Wie ist sie an die von der Unesco initiierte Aufgabe herangegangen?
(Aus «Horizonte», Dezember 2011)
Die seit 1. September 2011 gültigen Richtlinien zur Organentnahme bei Toten bringen den Ärzten mehr Rechtssicherheit, sagt der Transplantationsmediziner Jürg Steiger.
(Aus «Horizonte», Dezember 2011)
Zur sexuell übertragbaren Krankheit Chlamydia gibt es wenig Fakten. Damit ihre Ausbreitung verhindert werden kann, müssten Sexualpartner vermehrt informiert und behandelt werden.
(Aus «Horizonte», Dezember 2011)
Im Klassenrat sollen Schülerinnen und Schüler sich miteinander und mit ihren Lehrpersonen in politischer Bildung und Demokratie üben – im Hinblick auf ihre Rolle als Staatsbürger. Doch die Institution, die heute zum Alltag der Volksschule gehört, erfüllt ihre staatspolitische Aufgabe kaum, wie eine vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstützte Studie in den Kantonen Aargau und Solothurn zeigt.
Die neue Ausgabe des Schweizer Forschungsmagazins "Horizonte" ist erschienen. Sie porträtiert eine Fülle von Projekten, die durch den SNF unterstützt werden. Der Schwerpunkt widmet sich dem Thema "anwendungsorientierte Grundlagenforschung".
Vom 13. bis 19. November findet dieses Jahr die geistes- und sozialwissenschaftliche Studienwoche von Schweizer Jugend forscht (SJf) zum Thema «(Un-) Freiheit» statt. Dabei engagieren sich auch junge Forschende des Nationalen Forschungsschwerpunkts (NFS) «Demokratie – Herausforderungen an die Demokratie im 21. Jahrhundert».

Das Nationale Forschungsprogramm «Nachhaltige Siedlungs- und Infrastrukturentwicklung» (NFP 54) hat sich mit der Lebensqualität als Parameter für eine nachhaltige Entwicklung beschäftigt.
Das Nationale Forschungsprogramm «Nachhaltige Siedlungs- und Infrastrukturentwicklung» (NFP 54) hat untersucht, wie sich die Siedlungen in der Schweiz entwickeln. Ist die Zersiedelung des Landes unausweichlich?
Das Nationale Forschungsprogramm «Nachhaltige Siedlungs- und Infrastrukturentwicklung» (NFP 54) hat sich mit dem langfristigen Unterhalt und dem Ausbau von Infrastrukturen beschäftigt.
Erst zaghaft und nur unvollständig werden in der Schweiz Siedlung, Infrastruktur und Landschaft als Gesamtes behandelt und weiterentwickelt. Dies beeinträchtigt die Lebensqualität und verursacht hohe volkswirtschaftliche Kosten. Zu diesem Schluss kommt das Nationale Forschungsprogramm «Nachhaltige Siedlungs- und Infrastrukturentwicklung» (NFP 54).
In den Freikirchen versammeln sich jedes Wochenende doppelt so viele Gottesdienstbesucher wie in reformierten Kirchen und nur ein Viertel weniger als in katholischen Kirchen – obwohl offiziell nur zwei Prozent der Schweizerinnen und Schweizer einer Freikirche angehören. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung des Nationalen Forschungsprogramms «Religionsgemeinschaften, Staat und Gesellschaft» (NFP 58).
In Rumänien gelangt noch immer Quecksilber in die Nahrungskette. Im Fluss Olt leben stark kontaminierte Fische, die von den Menschen verzehrt werden.
(Aus «Horizonte», September 2011)
Bundesrat und Parlament ist vor 15 Jahren mit dem Krankenversicherungsgesetz eine bedeutende Reform des Gesundheitswesens gelungen. Doch nun stecken sie im damals gefundenen Kompromiss fest, sagt der Politologe Björn Uhlmann.
(Aus «Horizonte», September 2011)

Im Wallis benützen die bauern seit dem Mittelalter Wasserkanäle, um ihre trockenen bergwiesen zu bewässern. Vieles spricht dafür, an diesen Kanälen festzuhalten.
(Aus «Horizonte», September 2011)
Der Klimawandel könnte die Grundwasserspiegel in der Schweiz so weit sinken lassen, dass in einigen Regionen sogar Engpässe beim Trinkwasser zu befürchten sind.
(Aus «Horizonte», September 2011)
In Paris durchwandert die Kultursoziologin Andrea Glauser die Arrondissements und interviewt Stadtplaner. Sie analysiert die mitunter aufgeregte Hochhausdebatte.
(Aus «Horizonte», September 2011)
Till Eulenspiegel ist nicht nur der Schalk mit der Narrenkappe. Die anarchische Figur stellt die Selbstverständlichkeit jeder kommunikativen Handlung in Frage. Vor 500 Jahren wurde sie in Norddeutschland geschaffen.
(Aus «Horizonte», September 2011)
Trotz ihrer Neutralität war die Schweiz im Kampf gegen den Kommunismus während des Kalten Krieges auf dem internationalen Parkett äusserst aktiv.
(Aus «Horizonte», September 2011)
Die von vielen Städten praktizierte Wegweisung führt zur Entwertung des öffentlichen Raums. Dabei bildet dieser ein Übungsfeld für die Demokratie, sagt die Ethnologin Monika Litscher.
(Aus «Horizonte», September 2011)
Die neue Ausgabe des Schweizer Forschungsmagazins «Horizonte» ist erschienen. Sie porträtiert eine Fülle von Projekten, die durch den SNF unterstützt werden. Der Schwerpunkt widmet sich dem Thema «Wir sind Wasser».
Muslime sind in den letzten Jahren zu einer Gefahr für die Schweiz stilisiert worden. Eine Studie des Nationalen Forschungsprogramms «Religionsgemeinschaften, Staat und Gesellschaft» (NFP 58) hat drei Ursachen dieser Entwicklung ausgemacht: die Terroranschläge im Ausland, das politische Kalkül rechtspopulistischer Parteien sowie polarisierende und pauschalisierende Medien.
Viel Aufmerksamkeit finden gegenwärtig die Jubiläen der Frauenemanzipation – aber was ist in den vergangenen Jahrzehnten auf Seiten der Männer geschehen? Im Zuge des gesellschaftlichen Wandels und veränderter Geschlechterverhältnisse stehen auch sie vor neuen Herausforderungen, etwa wenn es um Selbstdefinitionen als Mann, um Bildungsentscheidungen und Berufslaufbahnen oder um familiäre Lebensformen geht.
Migrantenkinder erbringen im Schnitt keine schlechteren schulischen Leistungen als einheimische Kinder. Trotzdem sind sie auf Gymnasial- und Hochschulstufe unterrepräsentiert. Die Gründe sind nicht Diskriminierung durch die Lehrperson oder die Schule, sondern oftmals die schwache finanzielle und kulturelle Ausstattung des Elternhauses. Dabei bestehen zwischen den einzelnen Nationalitäten grosse Unterschiede. Dies zeigt eine vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstützte bildungssoziologische Studie.
Der Aids-Erreger hat eine Hülle mit Stacheln. Sie helfen ihm beim Eindringen in die Wirtszelle, bieten aber auch Angriffspunkte für die Abwehrreaktionen unseres Immunsystems. Wie das HI-Virus diese Abwehr ins Leere laufen lässt, haben jetzt vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstützte Forschende herausgefunden.
Die Energie der Zukunft muss sauber und sicher sein. Und sie muss den Bedarf von Milliarden Menschen decken. Ohne chemische Neuentwicklungen ist das nicht möglich.
(Aus «Horizonte», Juni 2011)
Anders als die Physik und die Biologie ist die Chemie in der Öffentlichkeit wenig profiliert. Dabei ist sie eine schöpferische Disziplin, die alle Naturwissenschaften verbindet.
(Aus «Horizonte», Juni 2011)
Die Natur hält viele potenzielle pharmakologische Wirkstoffe bereit. Um sie zu finden, wertet der organische Chemiker ökologische Wirkmechanismen aus.
(Aus «Horizonte», Juni 2011)
Menschen werden immer wieder zur Ware, auch in der Schweiz. So stellte man in der Frühneuzeit aus dem Fett von Hingerichteten Arzneien her. Doch leichtfertig geschah das nicht.
(Aus «Horizonte», Juni 2011)

Ehrlichkeit ist ein zentrales Element der moralischen Grundhaltung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Daher duldet der SNF keinen Betrug, sagt Dieter Imboden.
(Aus «Horizonte», Juni 2011)
Die neue Ausgabe des Schweizer Forschungsmagazins «Horizonte» ist erschienen. Sie porträtiert eine Fülle von Projekten, die durch den SNF unterstützt werden. Der Schwerpunkt widmet sich dem Thema «Chemie - immer und überall».
Elektromagnetische Felder und Strahlungen, die beispielsweise von Funkantennen oder von Mobiltelefonen ausgehen, können biologische Prozesse beeinflussen – etwa die elektrische Hirnaktivität während des Schlafs. Das haben Forschende im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms «Nichtionisierende Strahlung – Umwelt und Gesundheit» (NFP 57) herausgefunden. Doch zwischen der alltäglichen Strahlenexposition und der menschlichen Gesundheit haben sie keinen Zusammenhang festgestellt.
Im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms «Nichtionisierende Strahlung – Umwelt und Gesundheit» (NFP 57) haben Prof. Dr. Peter Achermann und sein Team untersucht, ob sich die elektromagnetische Strahlung, die während eines halbstündigen Mobiltelefongesprächs ins Hirn eindringt, auf den Schlaf auswirkt. Sie haben in ihrer Studie festgestellt, dass die Strahlung zwar die im Elektroenzephalogramm (EEG) beobachteten Hirnstromwellen verändert, dass sich dies aber nicht auf die subjektiv empfundene Schlafqualität auswirkt.
Im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms «Nichtionisierende Strahlung – Umwelt und Gesundheit» (NFP 57) haben Prof. Dr. Niels Kuster und sein Team mit Computermodellen simuliert, wieviel elektromagnetische Strahlung, die von unterschiedlichen elektrischen Geräten abgegeben wird, in die verschiedenen menschlichen Körperteile gelangt. Dabei haben sie auch schwangere Frauen und deren ungeborenen Kinder im Bauch berücksichtigt.
Im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms «Nichtionisierende Strahlung – Umwelt und Gesundheit» (NFP 57) haben Prof. Dr. Martin Röösli und sein Team untersucht, ob alltägliche Funk- und Handystrahlen die menschliche Gesundheit beeinträchtigen. Sie haben in ihrer Studie keinen Zusammenhang zwischen der Strahlenexposition und dem Auftreten von gesundheitlichen Beschwerden feststellen können, wie er in einem Interview erklärt.
Nanomaterialien revolutionieren die Medizin-, die Energie- und die Konsumgüterbranche sowie zahlreiche andere Sektoren. Neben dem enormen Potenzial können Herstellung, Nutzung und Entsorgung dieser Materialien aber auch Gefahren für Mensch und Umwelt bergen. Das Nationale Forschungsprogramm «Chancen und Risiken von Nanomaterialien» (NFP 64) soll dazu beitragen, sowohl die Chancen als auch die Risiken der künstlichen Nanomaterialien für die menschliche Gesundheit, die Umwelt und die natürlichen Ressourcen zu identifizieren.