Lehrpersonen, die an einem Burnout erkranken, leiden nicht nur unter den beruflichen Anforderungen, sondern auch unter der mangelhaften Anerkennung durch ihr berufliches Umfeld. Sie fühlen sich durch die wiederholten Schulreformen stark verunsichert. Die oft praktizierte Krankschreibung erfüllt ihren Zweck nicht; besser würde man die Lehrpersonen vor Ort mit einem Coach begleiten. Zu diesen Schlüssen kommt eine vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstützte Studie im Kanton Bern.
Im Vergleich zu Kindern, die keine Muttermilch erhalten haben, weisen Kinder, die während vier Monaten oder länger an der Brust gestillt worden sind, bessere Lungenfunktionswerte im Schulalter auf. Zu diesem Schluss gelangt eine vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützte Studie.
Forschende des Nationalen Forschungsschwerpunkts (NFS) «Strukturbiologie» haben die Struktur und die Wirkungsweise eines Enzyms bestimmt, das Zucker an Eiweisse heftet. Diese Erkenntnisse sind der Ausgangspunkt für neue Strategien, um bakterielle Infektionen zu bekämpfen.
Am 12. Januar 2012 wird Karl Gademann im Berner Rathaus der Nationale Latsis-Preis 2011 verliehen. Der Preisträger, Professor am Departement Chemie der Universität Basel, wird für seine Arbeiten im Zusammenhang mit der Isolierung und Synthese von Naturstoffen ausgezeichnet. Der mit 100'000 Franken dotierte Nationale Latsis-Preis wird vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) im Auftrag der Latsis-Stiftung an junge Forschende im Alter bis zu 40 Jahren vergeben. Er gilt als eine der wichtigsten wissenschaftlichen Auszeichnungen der Schweiz.
Ein Reporterteam der Wissenschaftssendung "Einstein" begleitet Forschende des Nationalen Forschungsprogramms "Nachhaltige Wassernutzung" (NFP 61), die den Einfluss des Klimawandels auf die Fischfauna untersuchen. SF 1 strahlt die Reportage erstmals am Donnerstag, 22. Dezember 2011, um 21 Uhr aus.
Die seit 1. September 2011 gültigen Richtlinien zur Organentnahme bei Toten bringen den Ärzten mehr Rechtssicherheit, sagt der Transplantationsmediziner Jürg Steiger.
(Aus «Horizonte», Dezember 2011)
Zur sexuell übertragbaren Krankheit Chlamydia gibt es wenig Fakten. Damit ihre Ausbreitung verhindert werden kann, müssten Sexualpartner vermehrt informiert und behandelt werden.
(Aus «Horizonte», Dezember 2011)
Die neue Ausgabe des Schweizer Forschungsmagazins "Horizonte" ist erschienen. Sie porträtiert eine Fülle von Projekten, die durch den SNF unterstützt werden. Der Schwerpunkt widmet sich dem Thema "anwendungsorientierte Grundlagenforschung".
Praktisch alle Medikamente gegen den Aids-Erreger HIV wurden in Europa und Nordamerika entwickelt. Sie halten auch andere Virentypen aus Afrika und Asien in Schach, wie eine vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstützte Studie nun nachweist.
Zwischen der Konzentration des Nervenbotenstoffs Dopamin im Hirn und der Anfälligkeit für Bulimie haben vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützte Forschende einen Zusammenhang gefunden. Das könnte der Ausgangspunkt einer neuen Therapie sein.
In Rumänien gelangt noch immer Quecksilber in die Nahrungskette. Im Fluss Olt leben stark kontaminierte Fische, die von den Menschen verzehrt werden.
(Aus «Horizonte», September 2011)
Mit nanoskopischen Antennen, die das Licht verstärken, lässt sich auch die Verschmutzung eines Flusses nachweisen.
(Aus «Horizonte», September 2011)
Bundesrat und Parlament ist vor 15 Jahren mit dem Krankenversicherungsgesetz eine bedeutende Reform des Gesundheitswesens gelungen. Doch nun stecken sie im damals gefundenen Kompromiss fest, sagt der Politologe Björn Uhlmann.
(Aus «Horizonte», September 2011)
Das männliche Geschlecht wird beim Menschen und bei vielen Tierarten durch das Y-Chromosom definiert. Dieses verkümmert zusehends und wird eines Tages verschwinden. Das Ende der Männlichkeit bedeutet dies jedoch nicht.
(Aus «Horizonte», September 2011)
Der Unterhalt eines grossen Gehirns kostet viel Energie. Das können sich nur die Tiere leisten, die bei der Fortpflanzung wenig Ressourcen verbrauchen.
(Aus «Horizonte», September 2011)
Die neue Ausgabe des Schweizer Forschungsmagazins «Horizonte» ist erschienen. Sie porträtiert eine Fülle von Projekten, die durch den SNF unterstützt werden. Der Schwerpunkt widmet sich dem Thema «Wir sind Wasser».
Die Forschungsinteressen des organischen Chemikers Karl Gademann liegen an der Schnittstelle von Chemie und Biologie. Bei der Isolierung und Synthese von Naturstoffen stösst er immer wieder auf überraschende Zusammenhänge, die neue Forschungsfelder auftun. Für diese Arbeiten wird er mit dem Nationalen Latsis-Preis 2011 ausgezeichnet.
Einige Menschen mit chronisch entzündetem Darm warten jahrelang auf ihre Diagnose, auch wenn sie schon einige Monate nach Ausbruch der Krankheit medizinischen Rat einholen. Junge Betroffene tragen das höchste Risiko, dass ihre Krankheit lange nicht erkannt wird. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung der vom Schweizerischen Nationalfonds geförderten Schweizer IBD-Kohorten-Studie.
Das für das Kyoto-Protokoll relevante nationale Treibhausgasinventar stützt sich bei der Berechnung der Methanemissionen auf strittige Mittelwerte. Ob die Berechnungen verlässlich sind, wollen vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstützte Forschende mit Messungen der Methankonzentration in der Atmosphäre überprüfen.

Schlaganfälle und Lungenentzündungen können glimpflich oder aber lebensgefährlich verlaufen. Eine Vorhersage ist oft sehr schwierig. Die Ärztin Mirjam Christ-Crain erforscht neue Diagnosemöglichkeiten. Für ihre wegweisenden Erkenntnisse, dass Hormone frühzeitig Informationen über den Verlauf der Krankheiten liefern können, wurde sie 2009 mit dem Latsis-Preis ausgezeichnet.
Sendezeit: 2. Juli 2011, 14.10 Uhr, SF1, Gesundheit Sprechstunde Spezial
Die Natur hält viele potenzielle pharmakologische Wirkstoffe bereit. Um sie zu finden, wertet der organische Chemiker ökologische Wirkmechanismen aus.
(Aus «Horizonte», Juni 2011)
Ein gentechnisch verändertes Mausvirus könnte zur Herstellung von Impfstoffen gegen die Erreger von Aids oder Hepatitis C oder zur Krebsbehandlung beitragen.
(Aus «Horizonte», Juni 2011)
Schmutzpartikel können die Lunge, aber auch das Herz oder gar das Hirn schädigen. Manche Menschen sind genetisch bedingt besonders krankheitsanfällig, sagt Nicole Probst-Hensch.
(Aus «Horizonte», Juni 2011)
Bauforscher haben ein fast vergessenes Material wiederentdeckt: den Kalkputz. Mit Vulkanasche oder Backsteinpulver angereichert, ist er ähnlich beständig wie industrieller Zementmörtel.
(Aus «Horizonte», Juni 2011)
Die neue Ausgabe des Schweizer Forschungsmagazins «Horizonte» ist erschienen. Sie porträtiert eine Fülle von Projekten, die durch den SNF unterstützt werden. Der Schwerpunkt widmet sich dem Thema «Chemie - immer und überall».
Elektromagnetische Felder und Strahlungen, die beispielsweise von Funkantennen oder von Mobiltelefonen ausgehen, können biologische Prozesse beeinflussen – etwa die elektrische Hirnaktivität während des Schlafs. Das haben Forschende im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms «Nichtionisierende Strahlung – Umwelt und Gesundheit» (NFP 57) herausgefunden. Doch zwischen der alltäglichen Strahlenexposition und der menschlichen Gesundheit haben sie keinen Zusammenhang festgestellt.
Im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms «Nichtionisierende Strahlung – Umwelt und Gesundheit» (NFP 57) haben Prof. Dr. Peter Achermann und sein Team untersucht, ob sich die elektromagnetische Strahlung, die während eines halbstündigen Mobiltelefongesprächs ins Hirn eindringt, auf den Schlaf auswirkt. Sie haben in ihrer Studie festgestellt, dass die Strahlung zwar die im Elektroenzephalogramm (EEG) beobachteten Hirnstromwellen verändert, dass sich dies aber nicht auf die subjektiv empfundene Schlafqualität auswirkt.
Im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms «Nichtionisierende Strahlung – Umwelt und Gesundheit» (NFP 57) haben Prof. Dr. Niels Kuster und sein Team mit Computermodellen simuliert, wieviel elektromagnetische Strahlung, die von unterschiedlichen elektrischen Geräten abgegeben wird, in die verschiedenen menschlichen Körperteile gelangt. Dabei haben sie auch schwangere Frauen und deren ungeborenen Kinder im Bauch berücksichtigt.
Im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms «Nichtionisierende Strahlung – Umwelt und Gesundheit» (NFP 57) haben Prof. Dr. Martin Röösli und sein Team untersucht, ob alltägliche Funk- und Handystrahlen die menschliche Gesundheit beeinträchtigen. Sie haben in ihrer Studie keinen Zusammenhang zwischen der Strahlenexposition und dem Auftreten von gesundheitlichen Beschwerden feststellen können, wie er in einem Interview erklärt.
In jahrelanger Knochenarbeit tasten sich Entwicklungsbiologen der Universität Basel an ein umfassendes Verständnis der Prozesse heran, die im Embryo die Bildung der Gliedmassen steuern. Ob Flossen, Flügel oder Beine – das genetische Netzwerk, das deren Wachstum kontrolliert, ist sich im Lauf der Evolution gleich geblieben, wie das Bild von der symmetrischen Vorderpfote eines Mausembryos veranschaulicht.
Heute werden – vor allem über das Internet – unzählige Stammzell-Therapien angeboten, die angeblich Diabetes, Parkinson oder Alzheimer heilen oder lindern sollen. Das Nationale Forschungsprogramm «Stammzellen und regenerative Medizin» (NFP 63) hat gemeinsam mit dem Bundesamt für Gesundheit ein Merkblatt erarbeitet, das die Gefahren von ungeprüften Stammzell-Therapien aufzeigt und Hinweise liefert, wie unseriöse Angebote erkannt werden können.
Zecken überleben warme Trockenperioden besser, wenn sie von bakteriellen Krankheitserregern befallen sind, als wenn sie keine Erreger in sich tragen. Deshalb könnten sich in Zukunft – in einem zusehends wärmeren Klima – die durch Zeckenstiche übertragenen Krankheitsfälle mehren. Dies zeigen vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstützte Forschende der Universität Neuenburg.
Forschende der EPFL haben im Rahmen der Massnahmen zur Stabilisierung der Wirtschaft einen Roboter entwickelt, der Chirurgen hilft, Operationen im Bereich von Nase, Ohren und Rachen nicht nur genauer, sondern auch viel schneller durchzuführen. In diesen Tagen stellen die Forschenden einen Prototyp dieses Roboters an der weltweit grössten Industriefachmesse in Hannover vor.
Nanomaterialien revolutionieren die Medizin-, die Energie- und die Konsumgüterbranche sowie zahlreiche andere Sektoren. Neben dem enormen Potenzial können Herstellung, Nutzung und Entsorgung dieser Materialien aber auch Gefahren für Mensch und Umwelt bergen. Das Nationale Forschungsprogramm «Chancen und Risiken von Nanomaterialien» (NFP 64) soll dazu beitragen, sowohl die Chancen als auch die Risiken der künstlichen Nanomaterialien für die menschliche Gesundheit, die Umwelt und die natürlichen Ressourcen zu identifizieren.
Forschende des Nationalen Forschungsschwerpunkts (NFS) «CO-ME – Computergestützte und bildgeführte medizinische Eingriffe» haben im Rahmen der Massnahmen zur Stabilisierung der Wirtschaft eine Software entwickelt, die als Planungs- und Navigationsplattform Chirurgen hilft, Operationen am Kopf besser zu planen und präziser durchzuführen. In diesen Tagen stellen die Forschenden diese Plattform an der weltweit grössten Industriemesse in Hannover vor.
Polaritonen sind gleichzeitig Licht und Materie. Sie wecken die Hoffnung auf die Entwicklung neuer Laser, die wenig Energie verbrauchen und daher auch in der Medizin eingesetzt werden könnten.
(Aus «Horizonte», März 2011)
Das Eiweiss eines Einzellers, der in ägyptischen Salztümpeln lebt, kann die Sehkraft von erblindeten Mäusen teilweise wiederherstellen. Das ist ein Hoffnungsschimmer für blinde Menschen.
(Aus «Horizonte», März 2011)
Narkosegase rauben dem Patienten während der Operation nicht nur das Bewusstsein und die Schmerzempfindung. Sie schützen auch sein Herz.
(Aus «Horizonte», März 2011)
Was empfindet, wer in Todesgefahr schwebt? Ein schwieriges Thema für die Psychologie. Ihre Erkenntnisse sind tröstlich: Sterben ist offenbar nicht schrecklich, sondern schön.
(Aus «Horizonte», März 2011)
Die neue Ausgabe des Schweizer Forschungsmagazins «Horizonte» ist erschienen. Sie porträtiert eine Fülle von Projekten, die durch den SNF unterstützt werden. Der Schwerpunkt widmet sich dem Thema «Kunst und Forschung».