Verletzungen am Rückenmark lösen nebst Lähmungen auch oft unkontrollierte und schmerzhafte Muskelkrämpfe, so genannte Spasmen, aus. Forschende der Universität und der ETH Zürich zeigen nun, dass Ratten nach Behandlungen, die das Wachstum von Nervenfasern einleiten, nicht nur einen Teil ihrer Bewegungsfähigkeit wiedererlangen, sondern auch weniger Krämpfe erleiden.
Gentechnisch veränderte Weizenlinien, die mit einem Resistenzgen gegen die Pilzerkrankung Mehltau ausgestattet wurden, werfen im Gewächshaus bis zu doppelt so viel Ertrag ab wie Kontrollpflanzen. Im Freilandversuch kehrt sich allerdings dieses Verhältnis bei einigen, aber nicht allen, Weizenlinien um. Daraus schliesst eine Studie innerhalb des Nationalen Forschungsprogramms «Nutzen und Risiken der Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen» (NFP 59), dass sich Daten aus dem Gewächshaus nicht auf die Situation im Feld übertragen lassen und Freilandversuche also wichtig sind.
Vandalen haben Ende Juni einen Teil eines Versuchsfeldes zerstört, auf dem im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms «Nutzen und Risiken der Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen» (NFP 59) die Sicherheit von gentechnisch verändertem Weizen untersucht wird. Kurz darauf verunstalteten Unbekannte Haus und Auto eines im NFP 59 tätigen Wissenschaftlers. Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) bedauert und verurteilt insbesondere die gegen einzelne Personen gerichteten Aktionen.
Schmerzen im Rücken und Verletzungen an der Wirbelsäule sollen bald noch besser kuriert werden können: In einem Forschungsprogramm des SNF haben 26 Projektgruppen fünf Jahre nach neuen Ansätzen zur Behandlung des Bewegungsapparates gesucht. Die Spezialsendung zeigt die Arbeit eines Teams des Institutes für chirurgische Technologien und Biomechanik der Universität Bern in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich an einem revolutionären Verfahren.
Für die Konzipierung und Realisierung von Aktivitäten im Bereich Wissenstransfer und für die spezifische Öffentlichkeitsarbeit sucht das Nationale Forschungsprogramm «Lebensende» (NFP 67) per September 2010 eine Leiterin bzw. einen Leiter Wissenstransfer. Die Position wird im Mandatsverhältnis und für sieben Jahre vergeben. Weitere Informationen sind im angehängten Inserat zu finden.

Schmerzen im Rücken, Verletzungen an der Wirbelsäule, sollen bald noch besser kuriert werden können: In einem umfassenden Forschungsprogramm des SNF haben 26 Projektgruppen seit fünf Jahren nach neuen Ansätzen zur Behandlung des Bewegungsapparates gesucht. Die Spezialsendung zeigt die Arbeit eines Teams des Institutes für chirurgische Technologien und Biomechanik der Universität Bern in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich an einem revolutionären bildgebenden Verfahren.
Sendezeit: Gesundheit Sprechstunde, 3. Juli 2010, 18.10 Uhr, SF 1;
Wiederholungen: 4. Juli 2010, 09.30 Uhr, SF 1; 5. Juli 2010, SF info.
Intelligente Materialien bergen ein beträchtliches Innovationspotenzial, das der Schweizer Industrie künftig einen wichtigen Wettbewerbsvorteil verschaffen könnte. Das Nationale Forschungsprogramm (NFP) 62 wird als Kooperationsprogramm zwischen dem Schweizerischen Nationalfonds (SNF) und der Förderagentur für Innovation (KTI) durchgeführt. Es soll dazu beitragen, im Bereich dieser Zukunftsmaterialien Kompetenzgruppen von internationalem wissenschaftlichem Ruf zu etablieren.
Das Gehirn ist ein riesiger Rechner. Aufgebaut ist es aus Milliarden von Nervenzellen, die über Billionen von Verknüpfungen komplexe Schaltkreise bilden. Forschende des NFS Genetics am Friedrich Miescher-Institut haben nun eine Technik entwickelt, mit der sie solche Schaltkreise sichtbar machen können. Mehr dazu im Forschungsmagazin «Horizonte».
Die neue Ausgabe des Schweizer Forschungsmagazins «Horizonte» ist erschienen. Sie porträtiert eine Fülle von Projekten, die durch den SNF unterstützt werden. Der Schwerpunkt widmet sich unter dem Titel «Was kreucht denn da?» dem Thema Biodiversität.
Der Erreger der Malaria versteckt sich in roten Blutzellen vor den Attacken des Immunsystems. Was der Parasit im Innern dieser Zellen anstellt, untersuchen Basler Forscher. Sie wollen so neue Malariamedikamente entwickeln.
Das Gehirn ist ein riesiger Rechner. Aufgebaut ist es aus Milliarden von Nervenzellen, die über Billionen von Verknüpfungen komplexe Schaltkreise bilden.
Die Universität Basel feiert dieses Jahr ihren 550. Geburtstag. Sie hat glorreiche Zeiten erlebt - aber auch ein Jahr, in dem sich nur ein einziger Student für Vorlesungen einschrieb.
Viele Menschen in der westlichen Welt leiden unter chronischer Nierenschwäche. Auslöser dieser Erkrankung sind oft die weit verbreiteten «Volkskrankheiten» Diabetes und Bluthochdruck.
Immer mehr Krankheitserreger lassen sich mit den bekannten Antibiotika nicht mehr bekämpfen, weil sie dagegen resistent sind.
Wenn der modernen Transplantationsmedizin mehr Organe zur Verfügung stünden, könnte sie zahlreiche Leben retten. Die Juristin Mélanie Mader fordert die Einführung staatlicher Anreize, welche die Spendebereitschaft der Bevölkerung erhöhen.
Ständig säubern Zellen, die sogenannten Makrophagen, die Lungenoberfläche, indem sie die mit der Atemluft eindringenden Schmutzpartikel beseitigen. Dieser Prozess findet aber in einer kranken Lunge anders statt als in einer gesunden.
Sie könnte der herkömmlichen Desinfektion den Rang ablaufen: die Photodesinfektion.
Verengte Herzkranzgefässe können harmlos sein, aber auch zum Herzinfarkt führen, wenn sie zu wenig Blut durchlassen und den Pumpmuskel über längere Zeit hinweg nur ungenügend mit Sauerstoff versorgen. Dank einem mit Hilfe von Geldern des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) neu entwickelten Bildgebungsverfahren, das dreidimensionale Ansichten von Herzkranzgefässen mit solchen vom Blutfluss im Herzen kombiniert, können Ärzte jetzt die problematischen Verengungen identifizieren, bei denen ein chirurgischer Eingriff angebracht ist.
Die Gesundheitsrisiken in Südeuropa werden stärker zunehmen als bisher angenommen. Der Grund: Hitzewellen werden in diesen Regionen Europas häufiger, länger und ausgeprägter. Betroffen sind vor allem Grossstädte wie Athen, Marseille und Mailand. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie des Nationalen Forschungsschwerpunkts Klima, die Forschende an der ETH Zürich durchgeführt haben.
Hochdosiertes Vitamin D ist der Gesundheit von älteren Hüftbruchpatienten und -patientinnen förderlich. Es schützt vor weiteren Sturzverletzungen und schweren Infektionen, wie neue Ergebnisse einer klinischen Studie zeigen. Darauf gestützt empfehlen die Forschenden Seniorinnen und Senioren die tägliche Einnahme von Vitamin D – als einfaches, wirkungsvolles und kostengünstiges Mittel, um Komplikationen nach Hüftbruchoperationen vorzubeugen.
Erstmals haben Forschende der Schweizerischen HIV-Kohortenstudie auf molekularer Ebene rekonstruiert, wie sich der Aids-Erreger HIV in den letzten 30 Jahren in der Schweiz ausgebreitet hat. Die Daten zeigen, dass die 1986 eingeführte Abgabe von sterilen Spritzen an Drogenabhängige auch viele Menschen vor der Krankheit bewahrt hat, die nicht drogensüchtig sind. Eine Botschaft, die insbesondere auch für Länder wichtig ist, wo die Abgabe von sterilen Spritzen noch nicht eingeführt ist.
Unheilbare Krankheiten überwinden: Auf Stammzellen ruhen grosse Hoffnungen. Noch ist aber unklar, wie sie im Detail funktionieren. Deshalb soll das soeben gestartete NFP 63 in der Schweiz die Basis festigen für künftige medizinische Anwendungen.
«Virtobot» heisst der forensische Hightech-Helfer, der am Rechtsmedizinischen Institut der Universität Bern für virtuelle Autopsien eingesetzt wird. Der im Rahmen des Nationalen Forschungsschwerpunktes Co-Me entwickelte Industrieroboter liefert Gerichtsmedizinern ein hochpräzises, dreidimensionales Bild von Leichen. Deren digitale Konservierung erlaubt es, auch Jahre später die Todesursachen zu ergründen.
Mit dem heutigen Ja zum Verfassungsartikel zur Forschung am Menschen haben Volk und Stände die Grundlage für gesamtschweizerisch einheitliche Rahmenbedingungen für die Forschung am Menschen geschaffen. Die Schweizer Forschenden sind über diesen Entscheid sehr erfreut. Das Vertrauen der Bevölkerung sehen sie als Verpflichtung zu ethisch verantwortungsvollem Handeln innerhalb klarer Schranken.
Die neue Ausgabe des Schweizer Forschungsmagazins "Horizonte" ist erschienen. Sie porträtiert eine Fülle von Projekten, die durch den SNF unterstützt werden. Der Schwerpunkt widmet sich dem Thema "Unbekannte Sprache".
Die Qualitätsindikatoren der Schweizer Spitäler vermitteln ein verzerrtes Bild von deren medizinischen Leistungen, meint der Kardiologe Thomas F. Lüscher.
Noch nie haben sich die Menschen so wenig bewegt und so unausgewogen ernährt wie heute – die Folge sind Wohlstandskrankheiten wie etwa Diabetes. Nun sollen im Kindergarten die Weichen für eine gesunde Lebensweise gestellt werden.
Die einzigartige menschliche Kommunikationsfähigkeit stützt sich auf Hirnfunktionen, die im Tierreich weit entwickelt sind. Dies jedenfalls zeigt die Geschichte eines sogenannten Sprachgens.
Hundert Jahre sind vergangen, seit Alois Alzheimer über plaqueförmige Eiweissablagerungen und verknäuelte Nervenfibrillen im Gehirn einer dementen Patientin berichtete. Noch immer ist unklar, welche Rolle diese für die Entstehung der Alzheimer-Demenz spielen.
Die Liebe zur Dunkelheit ist nicht die einzige Besonderheit des Nachtaffen. Er gehört auch zu den seltenen Primaten, die ein Gen besitzen, das sie wirkungsvoll gegen das HI-Virus schützt.
Wie funktioniert das Gedächtnis? Die Kognitive Psychologie geht von verschiedenen Gedächtnismodellen aus, untere anderem vom Arbeitsgedächtnis, das zur kurzfristigen Speicherung nötig ist.
Es gibt zwei Arten, wie Feinstaub entstehen kann: Zum einen werden bei der Verbrennung von Öl, Benzin oder Holz direkt Russpartikel freigesetzt. Zum andern entweichen aus Kamin, Auspuff, Lösungsmitteln, aber auch dem Wald organische Gase, die sich erst in der Luft zu feinen Staubteilchen verbinden.
Schon lange warten Chirurgen auf ein Material, mit dem sich Knochenbrüche zuverlässig fixieren lassen und das sich anschliessend im Körper vollständig auflöst. So würden die belastenden Eingriffe zum Entfernen von Platten und Schrauben entfallen.
Nur wenige Abstimmungskampagnen führen zu einem Meinungsumschwung. Dennoch beeinflussen sie das Stimmvolk massgeblich, sagt der Politologe Hanspeter Kriesi.
Der Bundesrat hat den SNF mit der Durchführung der folgenden zwei neuen Nationalen Forschungsprogramme (NFP) beauftragt: NFP 66 «Strategien und Technologien zur wertoptimierten Nutzung der Ressource Holz» und NFP 67 «Lebensende».
Weitverbreitete Schlaf- und Beruhigungsmittel lösen im Hirn funktionale Veränderungen aus, die zu einer Entfesselung des Belohnungssystems und schliesslich zu zwanghaftem Suchtverhalten führen können. Im Prinzip liesse sich dies in Zukunft vermeiden, zeigt eine vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) geförderte Forschungsarbeit.
Ein internationales Expertenpanel hat im Rahmen des ERA-Net EuroNanoMed von 26 Projekten acht zur Unterstützung ausgewählt, darunter drei mit Partnern aus der Schweiz. Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) unterstützt die Schweizer Teilprojekte mit einem Beitrag von insgesamt 875‘000 Franken über drei Jahre.
Der Wissenschaftsnachwuchs ist das unerlässliche Fundament jeder Spitzenforschung, hob Bundesrat Didier Burkhalter anlässlich der Verleihung des Latsis-Preises am 14. Januar in Bern hervor. Exzellente Forschung basiere auch auf einer starken Partnerschaft zwischen Wissenschaft, Politik und Wirtschaft.
Alkoholabhängige Menschen, die sich vorwiegend in Gruppen im öffentlichen Raum aufhalten, sind meist männlich und schweizerischer Herkunft. Sie leiden oft an physischen und psychischen Krankheiten. Mehr als ein Drittel dieser Randständigen wurde im Verlauf seines Lebens sexuell missbraucht. Zum diesem Schluss kommt eine vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützte sozialwissenschaftliche Untersuchung in fünf Deutsch- und Westschweizer Städten.
Am 14. Januar erhält Mirjam Christ-Crain im Berner Rathaus den mit 100‘000 Franken dotierten Nationalen Latsis-Preis 2009. Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) zeichnet sie damit für ihre Arbeiten aus, in denen die Ärztin aufzeigt, dass Stresshormone im Blut Entscheidungsgrundlagen für die Behandlung von Lungenentzündung oder Schlaganfall liefern.