Medienmitteilungen 2002 

18.12.2002Agglomerationspolitik muss unbequemer werden

Überschuldete Städte, Pendlerverkehr, Landschaftszersiedelung - die Probleme der Agglomerationen lassen sich meist nur noch gemeindeübergreifend lösen. Nach einer Studie des Schwerpunktprogramms "Zukunft Schweiz" will die Bevölkerung von Gemeindefusionen und dergleichen zwar nichts wissen. Doch zeigte sich, dass die Akzeptanz steigt, sobald Gebiets-Reformen einmal angelaufen sind. Der Bund sollte solche Reformen in seiner Agglomerationspolitik daher stärker vorantreiben, folgern die Wissenschaftler.


17.12.2002Schonender Einblick in die Knochenarchitektur

Die Kochenarchitektur wir mit einem Laborgerät in hoher Auflösung gemessen.

Genauere Einsichten in die Struktur der Knochen verspricht eine Methode, die am Institut für Biomedizinische Technik in Zürich entwickelt worden ist. Sie zeigt nicht nur die Dichte der Knochen, sondern auch den komplizierten Innenbau, der für die Stabilität entscheidend ist.


20.11.2002Eigenleistungen in den Medien gering

Eine Studie des Schweizerischen Nationalfonds zeigt, dass Massenmedien die Realität meist nicht direkt abbilden, sondern Themen, Formulierungen und Bewertungen aus vorhandenen Texten übernehmen. Dabei gilt: Je kleiner das Medium, desto eher.


18.11.2002Eine Spritze mit heilenden Zellen

Histologischer Schnitt durch einen Schweinemuskel

Patienten mit Muskelverletzungen könnten in einigen Jahren von einer Therapie profitieren, die Genfer Forscher im Nationalen Forschungsprogramm "Implantate und Transplantate" entwickeln: Den Patienten werden muskelbildende Zellen entnommen, im Labor vermehrt und in den verletzten Muskel eingepflanzt. Erste Versuche am Modelltier Schwein sind vielversprechend.


21.10.2002Die Familienunterstützung kann auch ohne Mehrkosten verbessert werden

Die Familienpolitik in der Schweiz ist trotz der beträchtlichen Kosten weit von ihrer Zielsetzung entfernt. Noch schlimmer: das System der Steuerabzüge ist geradezu ungerecht, da es die höheren Einkommen begünstigt. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des SNF, die von einer Freiburger Forschungsgruppe erstellt wurde.


15.10.2002Nebel hat es in sich

Schadstoffeintrag des Nebels in ein Ökosystem

In einer vom Schweizerischen Nationalfonds finanzierten Studie wurde erstmals festgestellt, dass der Schadstoffeintrag des Nebels in ein Waldökosystem bisher wohl unterschätzt worden ist. Zu diesem Resultat kamen Geographen der Universität Bern, indem sie auf der Lägeren oberhalb von Wettingen Nebel- und Regenwasser sammelten und dessen Inhaltsstoffe analysierten.


14.10.2002Der Physiker Jérôme Faist erhält den Nationalen Latsis-Preis 2002

Jérôme Faist, ordentlicher Professor an der Universität Neuenburg, erhielt den mit 100'000 Franken dotierten Latsis-Preis 2002, eine der höchsten wissenschaftlichen Auszeichnungen in der Schweiz. Der Schweizerische Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF) hat dem Physiker im Auftrag der Genfer Latsis-Stiftung für seine herausragenden Beiträge in der Festkörperphysik diesen Preis verliehen.


08.10.2002www.gene-abc.ch informiert unterhaltsam über Gentechnik und moderne Biologie

Fanny und Jimmy haben die Grundzüge der Gentechnik begriffen. Im Internet teilen die beiden virtuellen Jugendlichen ihr Wissen mit allen, die erkannt haben, wie wichtig und faszinierend dieses Thema ist. Unter www.gene-abc.ch begleiten sie Wissensdurstige auf eine Reise in die Welt der Gene.


24.09.2002Historische Wende in der Lehrerbildung

Derzeit findet in der Schweiz eine umfassende Reform der Lehrerbildung statt. Lehrkräfte werden neu an Pädagogischen Fachhochschulen ausgebildet, und die Schweiz passt sich europäischen Leitlinien an. Eine erziehungswissenschaftliche Untersuchung des Schweizerischen Nationalfonds bewertet die laufende Bildungsreform strukturell als «historischen Wendepunkt»; inhaltlich allerdings, so wird kritisiert, müssten die Reformen noch weiter gehen.


16.09.2002Herzklappe im Fitnesstraining

Prothesen aus körpereigenem Gewebe für Neugeborene mit Herzklappenfehler

In einem Projekt des Schweizerischen Nationalfonds entwickeln Zürcher Mediziner die erste Herzklappenprothese aus körpereigenem Gewebe. Ihre Erfolge verdanken sie einem Bioreaktor, der den Blutfluss im Herzen simuliert. Nun gilt es, das Grundgerüst der Herzklappe und die verwendeten Zellen zu optimieren.


02.09.2002Forschungsförderung zwischen Wirtschaft und Politik

Gründungszeremonie am 1. August 1952 Im August 1952 verabschiedeten die eidgenössischen Räte das Gesetz für die Schaffung des Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung. Aus Anlass des 50-Jahr-Jubiläums haben die beiden Genfer Historiker Antoine Fleury und Frédéric Joye die Vorgeschichte der Gründung des Nationalfonds aufgearbeitet.


26.08.2002Chancenungleichheiten im Wissenschaftssystem

Frauen und Hochschulabsolventen und -absolventinnen aus tieferen sozialen Schichten haben deutlich geringere Chancen, in der Wissenschaft Karriere zu machen: Sie haben das kleinere Beziehungsnetz, und insbesondere Frauen publizieren weniger. Diesen Zusammenhang zwischen Geschlecht, sozialer Herkunft und den verschiedenen Karriereschritten auf dem Weg zur Professur zeigt für die Schweiz erstmals eine Studie des Schweizerischen Nationalfonds auf.


19.08.2002Neue Fische in altem Stein

urtümlicher Strahlenflosser Eoeugnathus

Davos lag einst unter einem tropischen Meer. Eine Studie des Schweizerischen Nationalfonds bringt bisher unbekannte fossile Fische aus dieser Zeit ans Licht und erlaubt neue Einsichten in die Entwicklungsgeschichte der Fische.


27.07.20021,25 Milliarden mehr für neue Impulse in der wissenschaftlichen Forschung

Kurz vor seinem 50-Jahr-Jubiläum am 1. August 2002 gibt der Schweizerische Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF) seinen Aktionsplan für 2004-2007 bekannt. Er schlägt eine Reihe von neuen Instrumenten und Reformen vor und ruft Bundesrat und Parlament dazu auf, wieder massiv in den Bereich der wissenschaftlichen Forschung zu investieren. Gefordert wird eine Erhöhung des Budgets um 80% bis 2007, was zusätzlichen 1,25 Milliarden Franken entspricht.


15.07.2002Ein Laser für die 'letzte Meile'

Quantenkaskaden-Laser

Zukünftig können Daten in grosser Menge mit Laserstrahlen durch die Luft übermittelt werden. Ein Forschungsteam der Universität Neuenburg hat mit Unterstützung des Schweizerischen Nationalfonds erstmals einen Laser entwickelt, der solche Strahlen unter praxisgerechten und wirtschaftlichen Bedingungen aussendet. Damit steht eine vielversprechende Lösung für die "letzte Meile" zur Verfügung.


02.07.2002Die Hormone machen den Unterschied

Bild Kitty PonseEine der ersten Frauen, die in den Fünfzigerjahren mit einem Forschungsbeitrag des Schweizerischen Nationalfonds unterstützt wurden, war die Genfer Zoologin Kitty Ponse. Die renommierte Wissenschaftlerin und erste Otto Naegeli-Preisträgerin war Pionierin auf dem Forschungsgebiet der sexuellen Determination und Differenzierung von Amphibien und Säugetieren.


02.07.2002Wegweisend für eine einst verkannte Wissenschaft

In einem Pilotprojekt untersuchte der Historiker Roland Ruffieux in den Sechzigerjahren, wie bei verschiedenen Referendumsabstimmungen der öffentliche Meinungsbildungsprozess ablief. Dank der Unterstützung durch den Schweizerische Nationalfonds legte diese Studie zusammen mit anderen den Grundstein für die Entwicklung der politischen Wissenschaften in der Schweiz.


02.07.2002Als das Mittelmeer zur Wüste wurde

Vor fünfeinhalb Millionen Jahren schloss sich wegen Kontinentalverschiebungen die Meerenge von Gibraltar. Mit dramatischen Folgen: Das vom Atlantik abgeschnittene Mittelmeer verdunstete und wurde zur Wüste. Mit dieser auch für die menschliche Entwicklung interessanten Beobachtung sorgten Ozeanforscher 1970 für Schlagzeilen. Ihre damals angezweifelte Theorie ist heute Schulbuchwissen.


02.07.2002Siebenjährige mit ersten Anzeichen von Pubertät

Die ersten hormonellen Anzeigen für den Beginn der Pubertät setzen schon viel früher ein als angenommen: In einer viel beachteten Studie beschrieb Ende der achtziger Jahre ein Forscherteam aus Genf als erste die Heranreifung einer Drüse, die schon bei siebenjährigen Mädchen aktiv wird.


02.07.2002Pionier der Schweizer Gesundheitsprävention

Die Wurzeln der Gesundheitsförderung in der Schweiz reichen bis ins Jahr 1977 zurück. In jenem Jahr startete das erste Nationale Forschungsprogramm zur Prophylaxe von Herz-Kreislauf-Krankheiten. Das NFP 1 hat die Gesundheitsprävention nachhaltig geprägt, sein Einfluss reicht bis in die heutigen Tage.


26.06.2002Stärkung der adulten Stammzellforschung in der Schweiz

Mit einer zweiten Ausschreibung verstärkt das Nationale Forschungsprogramm "Implantate und Transplantate" (NFP 46) die Forschung über Nabelschnurblut- und adulte Stammzellen, über biologische Implantate sowie die natürliche Gewebeverträglichkeit. Für neue Projekte auf diesen Gebieten stehen 3.5 Millionen Franken zur Verfügung. Das NFP 46 wurde im Juli 2000 gestartet, dauert 5 Jahre und hat ein Gesamtbudget von 15 Millionen Franken.


18.06.2002Baumarten reagieren unterschiedlich auf erhöhtes CO2

Messung der Porenöffnung der Blätter

In einer Studie des Schweizerischen Nationalfonds haben Forschende der Universität Basel nachgewiesen, dass eine erhöhte CO2-Konzentration die Porenöffnungen der Laubblätter verringert. Dadurch nimmt die Verdunstung ab und damit der Wasserabfluss zu. Bei Regen steigt die Gefahr von Hochwassern. In trockenen Perioden steht den Pflanzen hingegen länger Wasser zur Verfügung.


05.06.2002Der Schweizerische Nationalfonds feiert sein fünfzigjähriges Bestehen

Am 1. August 2002 wird der Schweizerische Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF) sein 50. Jubiläum feiern. Zu diesem Anlass veröffentlicht er eine Festschrift, die einige Meilensteine der Schweizer Forschung in den letzten 50 Jahren vorstellt. Nebst der bisweilen spektakulären Entwicklung einiger Wissenschaftsbereiche wird darin auch die Geschichte des SNF geschildert. Die Entstehung dieser besonderen nationalen Einrichtung hat auch den Anfang der Forschungspolitik des Bundes eingeleitet.


30.05.2002Der SNF im LOEB-Schaufenster

Aus Anlass seines fünfzigsten Geburtstags ist der Schweizerische Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF) im Warenhaus LOEB in Bern zu Gast. Im 34 Laufmeter breiten Schaufenster werden Forschungsergebnisse gezeigt, die dank der Unterstützung des SNF zustande kamen. Die eidgenössischen Wahlen, die Klima- und die Prionenforschung sind nur drei der 17 Themenkreise, die der LOEB veranschaulicht hat. Eine Ausstellungsbroschüre sowie eine Sondernummer des Schweizer Forschungsmagazins "Horizonte" zum Jubiläum des SNF runden das Informationsangebot für das Publikum ab.


28.05.2002Rechtsextremismus im Fokus der Forschung

Skinheads, Hooligans Neonazis – die rechtsextreme Szene und deren gesellschaftliches Umfeld sind Gegenstand des Nationalen Forschungsprogramms NFP 40+, das der Schweizerische Natio-nalfonds im Auftrag des Bundes durchführt. Das mit vier Millionen Franken dotierte Forschungsprogramm soll Ursachen und Erscheinungsformen des wenig erforschten Phänomens "Rechts-extremismus" in der Schweiz erhellen und wirkungsvolle Mass-nahmen zu dessen Bekämpfung entwickeln.


27.05.2002Schlangengifte als Vorbild für neue Gerinnungshemmer

Modell eines Blutplättchen-Rezeptors

Mit Hilfe von Schlangengiften untersuchen Berner Forschende die Blutplättchen, die bei der Bildung von gefährlichen Blutgerinnseln eine zentrale Rolle spielen. Fernziel ist die Entwicklung von spezifischen Medikamenten, welche die Blutgerinnung nicht beeinträchtigen.


14.05.2002Multikulturelles Leben in der römischen Provinz

Christenverfolgung, Schlangenorakel, Erdbeben, "überzählige" Kinder, Einheimische und Zuwanderer - eine neue Studie vermittelt aufgrund von Inschriften ein lebendiges Bild vom Lebensalltag im antiken Nordkleinasien. Das multikulturelle Leben im Gebiet der heutigen Nordtürkei hat wenig gemein mit den bekannten Bildern vom Leben in den römischen Provinzen, wie sie ironisch-überspitzt etwa die Asterix-Comics zeichnen..


15.04.2002Kräuter gegen Cadmium

Gelöste Schwermetalle aus dem Boden

Manche Pflanzen lösen Schwermetalle aus dem Boden, nehmen sie durch die Wurzeln auf, transportieren sie in den Spross und deponieren dort die giftigen Stoffe. Diese Mechanismen will man erforschen und ausnutzen, um belastete Böden zu sanieren. Die Pflanzen können anschliessend geerntet und in Spezialöfen verbrannt werden.


10.04.2002Wissen - und doch nicht handeln

Naturwissenschaftliches Allgemeinwissen allein genügt nicht, um umweltbewusst zu handeln. Wer hingegen die eigenen Handlungsspielräume und die ökologischen Folgen seines Tuns kennt, ist eher bereit, sein tägliches Leben umweltbewusst zu gestalten. Diesen Schluss zieht eine vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützte Studie der ETH Zürich.


26.03.2002Propaganda als Gesamtkunstwerk

Propaganda ist allgegenwärtig: In der sozialistischen Sowjetunion waren nicht nur offizielle Reden und Parteidokumente ideologisch durchtränkt, auch Filme, Plakate, Lieder und gar Märchen enthielten propagandistische Botschaften. Ein vom Schweizerischen Nationalfonds unterstütztes Forschungsprojekt zeigt diese Zusammenhänge in rund 20 publizierten Beiträgen auf.


22.03.2002Der Otto Naegeli-Preis 2002 geht an Walter Wahli

Prof. Walter Wahli

Der mit 200'000 Fr. dotierte Otto-Naegeli-Preis 2002 geht an Walter Wahli, Professor am "Institut de biologie animale" und Vize-Rektor der Universität Lausanne. Damit wurde sein bemerkenswerter Beitrag auf dem Gebiet der biomedizinischen und klinischen Forschung und insbesondere für das Verständnis des Entzündungsmechanismus ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet am 22. März 2002 in Bern statt.


18.03.2002Spritze ade - die Implantate kommen

münzengrosse Kapsel mit lebenden Zellen

Kleine, unter die Haut implantierte Kapseln öffnen neue therapeutische Perspektiven: Sie enthalten lebende Zellen, die kontinuierlich vitale Substanzen zur Behandlungen von Krankheiten wie Blutarmut, Bluterkrankheit oder Diabetes absondern. Ein Forscherteam aus Lausanne ist weltweit führend in diesem vielversprechenden Bereich.


17.03.2002Vision Lebensqualität

Die Schweiz ist nicht auf Nachhaltigkeitskurs. Dies eine der Schlussfolgerungen des soeben abgeschlossenen Schwerpunktprogramms Umwelt. Gleichzeitig zeigen die Forschenden auf, wie die ökologischen Lebensgrundlagen besser geschützt werden können. Die zahlreichen Analysen und Empfehlungen haben eine gemeinsame Stossrichtung: Betroffene einbeziehen und Rahmen-bedingungen schaffen, die ökologisches Lernen und Handeln erleichtern.


13.03.200245 neue SNF-Förderungsprofessuren

Der Schweizerische Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung hat im Jahr 2002 45 neue Förderungsprofessuren vergeben. Die Preisträgerinnen und Preisträger sind hochqualifizierte junge Forschende, die an acht schweizerischen Universitäten sowie an den beiden ETHs tätig sind. Der Durchschnittsbetrag der 45 vergebenen Beiträge beläuft sich auf 1,13 Mio. Franken und deckt die Forschungs- und Lohnkosten des Beitragsempfängers oder der Beitragsempfängerin über vier Jahre. Gesamthaft stellt die Auflage 2002 einen finanziellen Aufwand von über 50 Mio. Franken dar. Von den 45 Preisträgerinnen und Preisträgern sind 40 % Forschende, die aus dem Ausland zurückkehren; 22 % sind Frauen. Eine neue Ausschreibung dieses Förderungsprogramms läuft dieser Tage an. Im März 2003 werden fünfzig neue Forschungsbeiträge vergeben, womit sich das Total der SNF-Förderungsprofessuren auf 150 erhöhen wird.


06.03.2002Neue Impulse für die Integrations- und Jugendpolitik

Wie entstehen Normen und wann führen sie zu Integration, wann zum Ausschluss aus der Gesellschaft? Diese Fragen stellt das Nationale Forschungsprogramm "Integration und Ausschluss" des Schweizerischen Nationalfonds. Das ebenfalls neue Programm "Kindheit, Jugend und Generationenbeziehungen im gesellschaftlichen Wandel" will dagegen die Lebenssituation der Schweizer Kinder und Jugendlichen ausleuchten. Beide Forschungsprogramme sind mit 12 Millionen Franken dotiert und werden öffentlich ausgeschrieben.


20.02.2002Wie Gewalt nicht entsteht

Wie gehen nicht speziell gewalttätige Menschen unter erhöhten Stressbedingungen in der Familie mit Konflikten um? Diese noch kaum erforschte Frage wurde im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms "Gewalt im Alltag und organisierte Kriminalität" (NFP 40) eingehend untersucht. Die Resultate zeigen unter anderem, dass sich gewaltlos-konstruktive Formen der Konfliktbewältigung durch regelmässige Beratung in Hausbesuchen fördern lassen.


18.02.2002Durchschautes Innenleben

Eine Forscherin untersucht den Aufbau der Schneedecke im Mikrobereich.

Die Schneedecke ist sowohl vertikal als auch horizontal wider Erwarten sehr variabel aufgebaut. Das hat eine Nationalfondsstudie am Eidg. Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos ergeben. Der Aufbau der Schneedecke ist für die Lawinenbildung entscheidend.


29.01.2002Sternstunde für Literaturwissenschaftler

Gottfried Keller gilt als einer der bedeutendsten Autoren des 19. Jahrhunderts. Dennoch gab es bisher keine Werkausgabe, die modernen wissenschaftlichen Kriterien gerecht wird. Die «Historisch-Kritische Gottfried Keller-Ausgabe» (HKKA), eines der grössten geisteswissenschaftlichen Projekte des Schweizerischen Nationalfonds, geht neue Wege: Sie präsentiert Kellers literarisches Schaffen erstmals in vollem Umfang und setzt dabei auf elektronische Medien.


21.01.2002Diamantenzucht im Labor - schneller, dichter und beständiger

Gerät zur Diamantenzucht; Diamtanten in ca. 10'000 facher Vergrösserung

Im Rahmen eines Nationalfonds-Projekts haben Forschende der Universität Freiburg eine Diamanttechnologie entwickelt, die zur Herstellung von kleineren elektronischen Bauteilen dienen könnte, als es die Siliziumtechnologie heute erlaubt. Die Freiburger Chemiker haben ein Verfahren entdeckt, das dichtere und beständigere Diamantschichten liefert und wesentlich schneller ist als bisherige Methoden.


11.01.2002Auszeichnung für Sprachforscherin

Prof. Dr. Lorenza Mondada

Im Berner Rathaus wird am 17. Januar Lorenza Mondada mit dem Nationalen Latsis-Preis für junge Forschende ausgezeichnet. Die 37jährige Tessinerin erhält den mit 100‘000 Franken dotierten Preis für ihre herausragenden Forschungsarbeiten in der Linguistik und zur Wissensbildung.


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