Der Schweizerische Nationalfonds hat drei Kohortenstudien bewilligt. Die flächendeckenden Langzeitstudien untersuchen anhand von grossen Patientengruppen Entstehung und Verlauf von bestimmten Krankheiten und verbessern deren Behandlung.Die Erhebung von Daten zu Hepatitis C und chronischen Darmentzündungen sowie eine nationale Plattform zur Analyse von Gesundheitsdaten: Diese Ziele verfolgen drei Kohortenstudien, die vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) finanziell unterstützt werden.
Umgeben von modernen Technologien, sind wir laufend nichtionisierender Strahlung ausgesetzt. Diese steht im Mittelpunkt des Nationalen Forschungsprogramms «Nichtionisierende Strahlung - Umwelt und Gesundheit». Das vom Schweizerischen Nationalfonds im Auftrag des Bundesrats geleitete Programm wird im Dezember 2005 ausgeschrieben. Es ist mit fünf Millionen Franken dotiert und hat eine Laufzeit von vier Jahren. Mit dem NFP 57 sollen die Auswirkungen nichtionisierender Strahlung auf den Körper untersucht werden. Gegenstand der Forschung wird auch die Besorgnis der Bevölkerung über mögliche Gesundheitsrisiken durch elektromagnetische Felder sein.

Ein neuartiges Klangfarben-Stimmgerät kann Töne auf verschiedene Weise bildlich darstellen und ist damit für den Musikunterricht und den Instrumentenbau von Nutzen. Entwickelt wurde es von Forschenden der Musikhochschule Winterthur Zürich und der Hochschule für Technik und Informatik in Burgdorf mit Unterstützung des Schweizerischen Nationalfonds.
Immer mehr Kinder in der Schweiz leiden an Übergewicht. Wenn eine Therapie gegen kindliche Adipositas erfolgreich sein soll, muss sie jedoch bei den Eltern ansetzen. Dies zeigt eine vom Nationalfonds geförderte Studie aus Basel.

Erstmals vermitteln Bilder einen Eindruck der alpinen Nachlandschaft Ende der 1970er-Jahre. Sie basieren auf Satellitenaufnahmen, die im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms «Landschaften und Lebensräume der Alpen» (NFP 48) aufbereitet wurden. Ein Vergleich mit Bildern aus dem Jahr 2000 veranschaulicht die markante Zunahme der nächtlichen Beleuchtung in den Agglomerationen am Alpenrand sowie in bis anhin kaum erhellten Gebirgsräumen.
Welche wirtschaftlichen und politischen Beziehungen pflegte die Schweiz mit dem Apartheid-Regime in Südafrika? Dieser Frage ist das Nationale Forschungsprogramm "Beziehungen Schweiz-Südafrika" (NFP42+) nachgegangen. Der Schlussbericht erhellt ein dunkles Kapitel der jüngsten Schweizer Vergangenheit
Patrick Jenny von der ETH Zürich erhält den Nationalen Latsis-Preis 2005. Der mit 100'000 Franken dotierte Wissenschaftspreis wird damit erst zum zweiten Mal einem Ingenieurwissenschaftler verliehen. Im Auftrag der Genfer Latsis-Stiftung honoriert der Schweizerische Nationalfonds Patrick Jenny für seine effizienten und innovativen Lösungen im Bereich der computergestützten Modellierung komplexer Strömungssysteme in Natur und Technik.
Steueranreize beeinflussen das Wanderungsverhalten der breiten Bevölkerung kaum. Dies belegt eine vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützte Studie der Universität St. Gallen.

Fast überall auf der Welt haben Weinreben mit Krankheiten zu kämpfen, die das Holz der Stöcke schädigen. Die schlimmsten heissen Esca und Eutypiose. Mit Unterstützung des Schweizerischen Nationalfonds haben Forschende des Nationalen Forschungsschwerpunkts «Überlebenserfolg von Pflanzen» ein neues Mittel gegen diese tödlichen Krankheiten entdeckt. Harmlose Pilze können die Giftstoffe der Krankheiten unschädlich machen, welche die Weinstöcke absterben lassen.
Grundkompetenzen wie Lesen und Schreiben sind heute die wichtigste Voraussetzung für die digitale Integration der Schweiz. Ohne sie gelingt es kaum, Zugang zu den Informations- und Kommunikationstechnologien zu finden, sie anzuwenden und ihre Ressourcen zu nutzen. Die Lese- und Schreibkompetenzen sind sogar wichtiger als die Kosten oder der Ausbau der Infrastruktur, wie eine Studie des Nationalen Forschungsprogramms «Integration und Ausschluss» zeigt.

Die Vielfalt der Landnutzung und der Kulturtraditionen ist wesentlich für die ausserordentliche biologische Vielfalt der Wiesen und Weiden der Alpen. Zu diesem für die Landwirtschaftspolitik wichtigen Schluss kommt ein Forschungsteam der Universitäten Basel und Zürich im Nationalen Forschungsprogramm «Landschaften und Lebensräume der Alpen» (NFP 48).
Die soziale Ordnung einer Gesellschaft hat langfristig einen starken Einfluss auf ihre genetische Vielfalt. Deshalb lassen sich genetische Informationen dazu verwenden, soziale Strukturen zu untersuchen. In einer vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützten Studie konnten Berner Wissenschaftler zum ersten Mal die unterschiedlichen Zuwanderungsraten von Männern und Frauen in verschiedenen thailändischen Bevölkerungsgruppen bestimmen.
Erfolg für den Forschungsplatz Schweiz: Vier der 25 Gewinnerinnen und Gewinner des EURYI Awards forschen in der Schweiz. Der Preis ist mit durchschnittlich einer Million Euro dotiert und ermöglicht es den Ausgezeichneten, eine eigene Forschungsgruppe aufzubauen. Der EURYI Award, ein Programm von 20 europäischen Forschungsorganisationen, eröffnet jungen Spitzenforschenden aus der ganzen Welt eine Karriere im europäischen Forschungsraum.
Bromierte Flammschutzmittel sind zum Teil schwer abbaubar, und manche von ihnen stehen im Verdacht, in Säugetieren wie Hormone zu wirken. Nun haben Forschende der Empa und der Eawag mit Unterstützung des Schweizerischen Nationalfonds nachgewiesen, dass der Eintrag einer dieser Substanzen in den Greifensee in den letzten Jahren markant zugenommen hat.
Mit Unterstützung des Schweizerischen Nationalfonds und der Schweizer Armee wird eine Forschungsgruppe der Universität Lausanne in den nächsten zwei Jahren die Fruchtbarkeit junger Schweizer Männer wissenschaftlich untersuchen. Die Studie, die im Juli lanciert wird, benötigt 3000 Freiwillige. Die jungen Männer werden vor und während der Rekrutierung informiert. Die Probenahme erfolgt jedoch ausserhalb des militärischen Dienstbetriebs, ist vollkommen freiwillig und absolut anonym. Das Projekt ist Teil des Nationalen Forschungsprogramms «Hormonaktive Stoffe».
Die Nachfrage nach familienergänzenden Betreuungsangeboten für Kinder im Vorschulalter ist in der Schweiz heute nur zu 40 Prozent gedeckt. Laut einer vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützten Untersuchung fehlen rund 50'000 Plätze in Krippen oder bei Tagesfamilien. Mit einem Simulationsmodell lässt sich zeigen, dass die Nachfrage in den nächsten zehn Jahren deutlich grösser wird.
Die Internetplattform www.gene-abc.ch hat eine umfassende inhaltliche Erweiterung erfahren: Neu bietet sie unter der Rubrik "Unsere Gene" eine virtuelle Entdeckungsreise ins menschliche Erbgut an. Anhand zahlreicher, gut dokumentierter Beispiele aus der Genforschung wird gezeigt, wie unsere Gene funktionieren, mit unserer Umwelt zusammenwirken und uns zu dem zu machen, was wir sind.

Jedes Jahr staut sich am Treffpunkt von Gorner- und Grenzgletscher im Kanton Wallis Schmelzwasser zu einem See. Dieser kann sich innerhalb kürzester Zeit entleeren. In der Vergangenheit hat die dadurch ausgelöste Flut wiederholt Schäden in Zermatt verursacht. Mit Unterstützung des Schweizerischen Nationalfonds untersuchen Glaziologen und Geophysiker der ETH Zürich, welche Faktoren den Ausbruch des Sees beeinflussen.
Am Ende des fünfjährigen Nationalen Forschungsprogramms «Supramolekulare funktionale Materialien» des Schweizerischen Nationalfonds ist die Schweiz im Wettbewerb um die Materialien der Zukunft in der Spitzengruppe positioniert. Im Rahmen einer Schlussveranstaltung im Zentrum Loewenberg bei Murten präsentieren die Forschenden vom 16. bis am 18. Juni ihre Resultate.
Der Schweizerische Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF) hat im Jahr 2004 rund 417 Millionen Franken in die Forschung investiert. Die Schweizer Forschenden waren sehr aktiv, aber die begrenzten Mittel hatten eine drastische Selektion der vom SNF unterstützten Projekte zur Folge.
Ob ausländische Staatsangehörige in einer Schweizer Gemeinde das Bürgerrecht erhalten oder nicht, hängt nicht so sehr von Faktoren wie Arbeitslosenquote oder Ausländeranteil ab, wie oft angenommen. Einen zentralen Einfluss hat die Art des Einbürgerungs-verfahrens, die lokalpolitische Stärke der SVP und das lokale Verständnis von Staatsbürgerschaft, zeigt eine vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützte Studie der Universität Zürich.

Ein Forschungsteam im Nationalen Forschungsprogramm «Antibiotikaresistenz» hat erstmals einen einfachen, kostengünstigen Mikrochip entwickelt, mit dem grampositive Bakterien innert Kürze auf alle bekannten übertragbaren Antibiotikaresistenzen getestet werden können. Der neue Tests ist für eine schnelle und gezielte Behandlung von bakteriellen Infektionen und die breite Überwachung von Antibiotikaresistenzen von grosser Bedeutung.
Derzeit ist die Verordnung zum Transplantationsgesetz in Vorbereitung. Dabei steht die Frage der Gerechtigkeit bei der Organverteilung im Zentrum des Interesses. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen des Schweizerischen Nationalfonds zeigen auf, welche juristischen und ethischen Aspekte in der Verordnung zu bedenken sind.

Mit Unterstützung des Schweizerischen Nationalfonds haben Forschende des Laboratoriums für Kristallographie der Universität Genf eine neue Metalllegierung entdeckt, die bei Raumtemperatur
und bei normalem Druck wie ein Schwamm grosse Mengen von Wasserstoff aufnimmt und speichert. Noch erstaunlicher: Die Legierung ist ein elektrischer Leiter, wird aber zum Isolator,
sobald sie mit Wasserstoff voll gesogen ist. Dank dieser beiden Eigenschaften könnte das neue Material der Entwicklung eines empfindlichen Wasserstoffdetektors dienen.

In einem vom Schweizerischen Nationalfonds mitfinanzierten Windkanal erforscht das Eidgenössische Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) in Davos, wie Schnee vom Wind verweht wird. Dabei verwenden die Forschenden frischen Schnee, was weltweit einzigartig ist. Die Resultate fliessen in Modelle für die Lawinenprognose ein.
Der Schweizerische Nationalfonds hat 28 neue Förderungsprofessuren vergeben. Die hervorragenden Forschenden erhalten die Chance, in den nächsten vier Jahren mit einer Unterstützung von insgesamt 35 Millionen Franken Teams zusammenzustellen und eigene Forschungsprojekte zu lancieren.
Bundesrat Pascal Couchepin hat in Bern im Rahmen einer Pressekonferenz die Lancierung von sechs neuen Nationalen Forschungsschwerpunkten (NFS) bekannt gegeben. Die neuen NFS konzentrieren sich alle auf geistes- und sozialwissenschaftliche Fragestellungen. Sie werden mit langfristiger Unterstützung der je-weiligen Rektorate an den Universitäten Basel (2), Bern, Genf sowie Zürich (2) installiert. Das Jahrestotal der Fördermittel des Bundes zugunsten dieser sechs NFS beträgt 2005 - 2009 jeweils rund CHF 10 Millionen
Der Schweizer Sozialstaat erfüllt seine Aufgaben zum Teil ungenügend. Besonders bei der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt und der Entlastung von Menschen unter der Armutsgrenze besteht Handlungsbedarf, wie das soeben abgeschlossene Nationale Forschungsprogramm «Probleme des Sozialstaats» aufzeigt. Zudem könnten die finanziellen Mittel wirksamer und zielgerichteter eingesetzt werden.
Mit Unterstützung des Schweizerischen Nationalfonds hat ein Team der ETH Lausanne eine Molekül-Verbindung entwickelt, welche die frühzeitige Erkennung von Blasenkrebs, einer besonders aggressiven Krebsform, er-möglicht. Diese Substanz - Hexylaminolävulinat (HAL) - ist der Wirkstoff eines neuen pharmazeutischen Produkts, welches am 2. März in 26 Ländern Europas die Marktzulassung erhalten hat. Dieses Produkt, durch die Firma PhotoCure ASA unter dem Namen Hexvix® verkauft, wird dazu beitragen, die Behandlung von Blasenkrebs zu optimieren und somit die Sterblichkeitsrate bei dieser Krebsart zu senken.
Der Sozialbericht 2004 hat zum zweiten Mal die Schweiz und die Schweizer sozialwissenschaftlich analysiert. Der Bericht zeigt zudem mögliche Wege für eine künftige Entwicklung der Schweiz auf, beispielsweise wie Demokratiedefizite in den Ballungsgebieten abgebaut werden könnten.

Unter den alpinen Rasen unserer Berge versteckt sich eine grosse Vielfalt von Bodenpilzen, welche zur Wiederbegrünung von Skipisten oder beim Erosionsschutz in gefährdeten Lagen genutzt werden können. Dies hat der Basler Biologe Fritz Oehl im Nationalen Forschungsprogramm « Landschaften und Lebensräume der Alpen» (NFP 48) erstmals nachgewiesen.

Der Ausschuss des Stiftungsrats des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) hat an seiner Sitzung vom 11. Februar 2005 Dr. Daniel Höchli zum neuen Direktor des SNF ernannt. Er wird voraussichtlich Anfang August 2005 Annalise Eggimann, Direktorin ad interim, ablösen.

Die Ergotherapie stellt für Schlaganfallpatienten und partiell Querschnittgelähmte einen wichtigen Teil der Rehabilitation dar. Forschende der ETH und der Universität Zürich haben mit Unterstützung des Schweizerischen Nationalfonds einen neuartigen Roboter für die Armtherapie entwickelt. Damit sollen Patienten lernen, ihre Arme für einfache Handgriffe wieder zu gebrauchen.
Am 13. Januar erhält der St. Galler Volkswirtschaftsprofessor Simon Gächter im Berner Rathaus den Nationalen Latsis-Preis 2004. Der Schweizerische Nationalfonds verleiht ihm den mit 100'000 Franken dotierten Preis im Auftrag der Latsis-Stiftung für seine herausragenden Leistungen in der Kooperationsforschung.