Medienmitteilungen 2007 

11.12.2007Neue Einsichten in die Geschichte der Fahrenden

Schweizerische Institutionen haben im 19. und 20. Jahrhundert die Minderheiten der Fahrenden stigmatisiert und kriminalisiert. Allein das von der Pro Juventute getragene «Hilfswerk für die Kinder der Landstrasse» bemächtigte sich rund 590 Kinder. Das Nationale Forschungsprogramm «Integration und Ausschluss» (NFP 51) hat eine wegweisende Zusammenarbeit zwischen Historikern sowie Jenischen, Sinti und Roma realisiert.


07.12.2007Schwerer Vitamin-D-Mangel bei älteren Hüftbruchpatienten in der Schweiz

60 Prozent der Hüftfraktur-Patientinnen und -Patienten leiden an einem schweren Vitamin-D-Mangel. Besonders betroffen sind Personen aus Alters- und Pflegeheimen. Dies ergab eine Untersuchung an 222 Patientinnen und Patienten im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms «Muskuloskelettale Gesundheit – chronische Schmerzen». Aus früheren Studien ist bekannt, dass die tägliche Einnahme von Vitamin D das Hüftfrakturrisiko um etwa 25 Prozent reduziert.


06.12.2007Bei geringerer Feinstaubbelastung bleibt die Lunge länger fit

Messung des über die Lungen ausgeatmeten Luftvolumens und Luftstroms mithilfe eines Spirometers.Die Schweizer Lungenstudie Sapaldia erbringt weltweit erstmals den Nachweis, dass sich die Verbesserung der Luftqualität, besonders die Reduktion der Feinstaubbelastung, auch für Erwachsene langfristig positiv auswirkt.


30.10.2007Erfolgreich mit den Fremden politisieren

Rechtspopulistische Parteien prägen seit den 1960er Jahren die schweizerische Migrationspolitik. Mit der Themenführerschaft auf diesem Gebiet hat die Schweizerische Volkspartei (SVP) nach 1991 die rechtspopulistischen Splitterparteien weitgehend verdrängt. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse einer im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms «Rechtsextremismus – Ursachen und Gegenmassnahmen» (NFP 40+) durchgeführten historischen Untersuchung.


23.10.2007Wissen über das durchschnittliche Skelett verbessert chirurgische Eingriffe

Grafik «durchschnittliches» Hüftgelenk.In der Orthopädie hängt die Qualität chirurgischer Eingriffe stark davon ab, wie präzise Form und Position geschädigter Knochen gescannt werden können. Forschende der Universität Bern setzen dabei nun auf statistische Modelle zur Ermittlung des durchschnittlichen Skeletts bestimmter Personengruppen. Der neue, im Rahmen des Nationalen Forschungsschwerpunkts (NFS) Co-Me entwickelte Ansatz könnte Strahlenbelastung und Kosten bei vielen Operationen senken.


09.10.2007Die Zukunft des Sozialstaats

Der Nationale Latsis-Preis 2007 geht an Giuliano Bonoli. Der Politologe, der sich mit seinen vergleichenden Untersuchungen zur Rolle des Sozialstaats in Europa profiliert hat, lehrt am Institut de Hautes Etudes en Administration Publique (IDHEAP) in Lausanne Sozialpolitik. Der mit 100'000 Franken dotierte Preis wird jährlich vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) im Auftrag der Latsis-Stiftung vergeben.


27.09.2007Eine Software, die Gesichter in digitalen Bildern erkennt

Sébastien Marcel führt seine Software «Google Portrait» vor.Wer auf dem Internet mit einer Suchmaschine wie Google das Porträt einer Person ausfindig machen will, erhält als Ergebnis nicht selten eine Liste mit Dutzenden von Bildern, die gar nicht zum Suchauftrag passen. Forschende des Nationalen Forschungsschwerpunkts «Interaktives Multimodales Informationsmanagement» (IM2) am IDIAP in Martigny haben dieses Problem nun gelöst: Sie haben eine Software entwickelt, die erkennen kann, ob in einem digitalen Bild Gesichter enthalten sind. Anwendungen sind in den Bereichen Biometrie, Videokonferenzen oder Überwachungssysteme vorstellbar.


25.09.2007Zwischen Staat und Glaube

Die religiöse Landschaft der Schweiz wird von zwei Tendenzen geprägt: der schwindenden kirchlichen Bindungen der schweizerischen Bevölkerung sowie dem Bedeutungszuwachs nicht-christlicher Religionen und alternativer christlicher Gemeinschaften. Beide Tendenzen stellen die überlieferte religiöse Ordnung in Frage. Damit der säkulare Staat angemessen auf diese Herausforderungen reagieren kann, hat der Schweizerische Nationalfonds im Auftrag des Bundesrates das Nationale Forschungsprogramm «Religionen in der Schweiz» (NFP 58) begonnen.


14.09.2007Medikamenten frei setzende Stents nicht gefährlicher als unbeschichtete Metall-Stents

Stents sind kleine Gitterröhrchen, die verengte Herzkranzgefässe offen halten sollen. Zwei Typen sind heute in Gebrauch: Unbeschichtete Metallstents und solche, die Medikamente frei setzen. Letztere sind kürzlich aber mit einem erhöhten Sterberisiko und vermehrten Thrombosen in den Stents in Verbindung gebracht worden. Nun gibt ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Peter Jüni und Christoph Stettler von der Universität Bern Entwarnung. Mehr noch: Stents, die den Wirkstoff Sirolimus frei setzen, sind mit grosser Wahrscheinlichkeit anderen Stents klinisch überlegen, schreiben die Forschenden in der neuesten Ausgabe der Fachzeitschrift "The Lancet".


04.09.2007Die Alpenlandschaften brauchen mehr Koordination in der Politik

Damit die Alpenlandschaften ihre wichtige wirtschaftliche, ökologische und identitätsstiftende Rolle für die Schweiz weiterhin erfüllen, darf ihre Entwicklung nicht dem Zufall überlassen werden. Vielmehr ist eine aktive Landschaftsgestaltung notwendig. Dies bedingt unter anderem eine verstärkte Koordination der verschiedenen Politikbereiche auf regionaler Ebene. Zu diesem Fazit kommt das Nationale Forschungsprogramm «Landschaften und Lebensräume der Alpen» (NFP 48), das vor dem Abschluss steht. Es schlägt einen «Leistungsauftrag Landschaft» vor, der Transferzahlungen der öffentlichen Hand in die Regionen mit definierten Landschaftsleistungen verknüpft.


28.08.2007Zunehmende Falscheinnahme von Antibiotika

Die Schweizer Bevölkerung nimmt zwar das Problem der Antibiotikaresistenz heute stärker wahr als vor vier Jahren und ist etwas besser darüber informiert. Doch gleichzeitig bereitet ihr das Thema heute weniger Sorge, und die Falscheinnahme von Antibiotika hat zugenommen. Dies hat eine repräsentative Umfrage des Forschungsinstituts gfs.bern im Auftrag des Nationalen Forschungsprogramms "Antibiotikaresistenz" ergeben.


02.08.2007Neue Strategie vermindert das Risiko eines Hirnschlags

Etienne Delacrétaz und Patient mit 24-Stunden-Elektrokardiogramm-Gerät.Knapp ein Viertel aller Hirnschlagpatientinnen und -patienten ist dem Risiko ausgesetzt, aufgrund des sogenannten Vorhofflimmerns einen erneuten Hirnschlag zu erleiden. Kardiologen des Inselspitals Bern haben mit Unterstützung des Schweizerischen Nationalfonds eine neue Strategie entwickelt, um diese Risikogruppe rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln. Die Resultate sind kürzlich in der Fachzeitschrift «Stroke» erschienen.


05.07.2007Erfolgreiches Katastrophenmanagement nur von unten nach oben

Historiker Guido Poliwoda über dem Schwellemätteli in Bern.Der Berner Umwelthistoriker Guido Poliwoda hat die Hochwasser der Elbe in Sachsen im 18. und 19. Jahrhundert untersucht und zeigt, wie die betroffenen Menschen damit umzugehen lernten. Die Untersuchung liegt jetzt in einem Buch vor. Im Rahmen des Nationalen Forschungsschwerpunktes «Klima» vergleicht er seine Resultate nun auch mit anderen Ländern und Zeiten und stellt fest, dass vor 200 Jahren Vieles von dem bekannt war, was wir heute wissen sollten.


26.06.2007Den Kindern zu ihren Rechten verhelfen und ihre Anliegen ernst nehmen

Kinder und Jugendliche wachsen in der Schweiz unter unterschiedlich günstigen Bedingungen auf, und Erwachsene trauen den nachfolgenden Generationen oft wenig zu. Benachteiligt werden besonders die Kinder schlecht ausgebildeter, ausländischer und finanziell schwacher Eltern. Politik und Erwachsene sind daher aufgefordert, die Anliegen von Jugendlichen vermehrt ernst zu nehmen, deren oft unterschätzte und ungenutzte Potenziale zu fördern und die Ungleichheit ihrer Chancen zu beheben. Dies sind die wichtigsten Erkenntnisse und Empfehlungen des Nationalen Forschungsprogramms «Kindheit, Jugend und Generationenbeziehungen im gesellschaftlichen Wandel» (NFP 52).


21.06.2007Harz: das Antibiotikum der Ameisen

Eine Waldameisenarbeiterin (Formica paralugubris) mit einem HarzklümpchenVier Jahre nachdem eine Forschungsgruppe der Universität Lausanne entdeckt hatte, dass Waldameisen Harz gegen krankheitserregende Bakterien und Pilze einsetzen, konnte sie mit Unterstützung des Schweizerischen Nationalfonds zeigen, dass dank dieser Strategie zweimal mehr Ameisen überleben. Zum ersten Mal gelang damit der Nachweis, dass eine pflanzliche Substanz, die von wilden Tieren gesammelt wird, deren Überlebenschancen beim Kontakt mit Krankheitserregern erhöht.


04.06.2007Noch nie so viele Forschungsprojekte

Im Jahr 2006 investierte der Schweizerische Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF) 491 Millionen Franken in die Forschung. Da die Anzahl Gesuche erneut alle Rekorde schlug, sieht sich der SNF weiterhin gezwungen, vielversprechende Forschungsprojekte abzulehnen.


30.05.2007Start des Nationalen Forschungsprogramms zu Nutzen und Risiken von gentechnisch veränderten Pflanzen

Der Schweizerische Nationalfonds hat im Nationalen Forschungsprogramm «Nutzen und Risiken der Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen»
27 Projekte bewilligt, die ein breites Spektrum von Forschungsfragen untersuchen. Erforscht werden nicht nur biologische sondern auch wirtschaftliche, rechtliche und ethische Aspekte von GVP.


29.05.2007Ökologie in der Agrarpolitik stärker gewichten

Die Massnahmen der heutigen Agrarpolitik reichen nicht aus, um die landschaftliche und biologische Vielfalt im Alpenraum zu fördern. Zu diesem Schluss kommt das Nationale Forschungsprogramm «Landschaften und Lebensräume der Alpen» (NFP 48). Es schlägt deshalb vor, den Grossteil der heutigen Direktzahlungen und produktorientierten Subventionen in Direktzahlungen für präzis definierte ökologische Leistungen umzuwandeln. Die Landwirte würden so grössere unternehmerische Selbstständigkeit erhalten.


23.05.2007Kompetenzzentren für klinische Forschung in Basel, Bern und Genf unterstützt

Die patientenorientierte klinische Forschung in der Schweiz soll gestärkt werden. Dies ist das Ziel der Clinical Trial Units, Kompetenzzentren für klinische Forschung. Der SNF unterstützt nun erstmals drei solcher Kompetenzzentren in Basel, Bern und Genf mit insgesamt 3,4 Millionen Franken. Die Clinical Trial Units sollen die Durchführung von klinischen Studien der Phasen I-III ermöglichen sowie fächerübergreifend patientenorientierte Forschung unterstützen.


22.05.2007Nanoketten mit verblüffenden Eigenschaften

Kette von Goldatomen auf einer Siliziumoberfläche, aufgenommen mit dem Rastertunnelmikroskop.Um bei der Miniaturisierung der Elektronik weiterzukommen, dringt die Wissenschaft immer weiter in die Nanowelt ein. Ein Bereich dieser Forschung ist die Herstellung winziger Ketten aus einzelnen Atomen, die beispielsweise als leitende Nanodrähte eingesetzt werden könnten. Ein Physikerteam der Universität Neuenburg hat nun mit Unterstützung des Schweizerischen Nationalfonds eine Art Gebrauchsanweisung zum Bau solcher Ketten entwickelt, eine Art Referenztabelle, welche die Entwicklung von Anwendungen erleichtern wird.


14.05.2007Kein einheitliches Profil

Die Schweizerische Volkspartei (SVP) ist nicht so homogen, wie oft angenommen wird. Zentrale Themen ihrer Anhänger sind zwar das Misstrauen gegenüber den Fremden und das ausgeprägte nationale Zugehörigkeitsgefühl, aber die Beweggründe für ihr Engagement sind vielfältig und nicht mit dem offiziellen Parteikurs zu verwechseln. Dies sind die Ergebnisse einer im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms «Rechtsextremismus – Ursachen und Gegenmassnahmen» (NFP 40+) erstellten Studie.


14.05.2007Wie Medien und Rechtsextreme voneinander profitieren

Rechtsextreme Gruppen erhalten für selbstinszenatorische Aktionen von den Medien starke Beachtung, denn der Tabubruch sorgt für Quotensteigerung. Die zeitweise intensive Thematisierung setzt zwar die Politik unter Druck, Massnahmen zu ergreifen, aber das kurzfristige Aufmerksamkeitsmanagement erschwert deren kritische Überprüfung sowie differenzierte Diskussionen. Dies schwächt auf die Dauer die politische Kultur der Schweiz. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Nationalen Forschungsprogramms «Rechtsextremismus – Ursachen und Gegenmassnahmen» (NFP 40+).


24.04.2007Knochen präzise mit Licht schneiden

CO2-Laser wird am Schienbein eines Schafs getestet.Fast berührungsfrei, hochpräzise und schonend zu arbeiten, ist das Ziel bei jeder chirurgischen Operation. Wenn Knochengewebe durchtrennt werden muss, ist dies jedoch kaum möglich. Eine am Hightech-Forschungs-Zentrum HFZ der Universität Basel mit Unterstützung des Nationalen Forschungsschwerpunkts Co-Me entwickelte Schneidetechnologie ersetzt die traditionelle Knochensäge durch gewebeschonendes Laserlicht und ermöglicht dadurch passgenaue Schnitte.


17.04.2007Chondroitin bei Arthrose zur Schmerzlinderung wahrscheinlich wirkungslos

Die häufig verwendeten Medikamente mit dem Wirkstoff Chondroitin haben wahrscheinlich bei Arthrose keine schmerzlindernde Wirkung. Dies haben Forschende der Universität Bern im Nationalen Forschungsprogramm «Muskuloskelettale Gesundheit - Chronische Schmerzen» (NFP 53) herausgefunden. Sie haben alle klinischen Studien zu Chondroitin analysiert. Auffallend war, dass sorgfältig durchgeführte Studien, die keine methodischen Defizite aufwiesen, unter Chondroitin keine grössere Schmerzreduktion finden konnten als unter einem Scheinmedikament.


12.04.2007Infektionen trotzen Antibiotika immer häufiger

Bakterielle Krankheiten, bei denen Antibiotika immer weniger wirken, nehmen in der Schweizer Medizin zu. In der Landwirtschaft hingegen sind resistente Keime noch nicht häufig, wie die Überwachungssysteme ergeben haben, die im Nationalen Forschungsprogramm «Antibiotikaresistenz» (NFP 49) entwickelt worden sind. Im weiteren zeigt das Programm auf, dass Antibiotika in der Umwelt weit verbreitet sind, wenn auch meist in geringen Konzentrationen.


27.03.2007Land des Erbens

Die Summen, die in der Schweiz von Männern vererbt werden, sind um einen Fünftel höher als diejenigen von Frauen. Im Vergleich zum Ausland wird in der Schweiz häufiger und mehr geerbt. Erben wird als familiäre Privatangelegenheit und nicht als gesellschaftliches Gerechtigkeitsproblem gesehen. Dies sind die Hauptergebnisse einer Analyse des Erbens, die im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms „Kindheit, Jugend und Generationenbeziehungen im gesellschaftlichen Wandel“ (NFP 52) durchgeführt wurde.


22.03.2007Einer im Herz verborgenen Ursache auf der Spur

Messung des Lungenarteriendrucks mittels Ultraschall.Das Höhenlungenödem ist abgesehen von Unfällen die häufigste Todesursache bei Alpinistinnen und Alpinisten, selbst wenn diese körperlich gut trainiert sind. In einer vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützten Studie stellten Forschende der Universitätsspitäler Lausanne und Bern fest, dass einer der Faktoren, die diese Krankheiten begünstigen können, im Herz zu suchen ist. Eine Entdeckung, die interessante klinische Auswirkungen haben könnte.


13.03.2007Wirtschaftliche Interessen vor schulischen Kompetenzen

Kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) wenden bei der Lehrlingsauswahl uneinheitliche Kriterien an. Das führt zur ungleichen Behandlung der Lehrlinge hinsichtlich ihrer Nationalität und ihres Geschlechts. Besonders betroffen sind ausländische Jugendliche. Schulische Leistungen spielen bei der Auswahl keine primäre Rolle. Dies ist der Befund einer im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms «Integration und Ausschluss» (NFP 51) erstellten Studie.


20.02.2007Lebende Herzklappen aus körpereigenen Stammzellen

Biologisch abbaubares Herzklappengerüst.

Manche Kinder mit einem angeborenen Herzfehler sind nach der Geburt auf eine Herzklappen-Prothese angewiesen. Mit Unterstützung des Nationalen Forschungsprogramms "Implantate und Transplantate" ist es einem Team am Zürcher Universitätsspital nun gelungen, aus Stammzellen, die aus menschlichem Fruchtwasser gewonnen wurden, funktionsfähige, lebende Herzklappen zu züchten. Diese haben den Vorteil, nach der Implantation mit dem Körper mitwachsen zu können.


12.02.2007Nationales Forschungsprogramm zu Risiken elektromagnetischer Strahlung gestartet

Das Nationale Forschungsprogramm «Nicht-ionisierende Strahlung – Umwelt und Gesundheit» erforscht in den nächsten vier Jahren Schlüsselfragen zu den möglicherweise gesundheitsschädlichen Auswirkungen elektromagnetischer Felder. Solche Felder werden unter anderem durch die Mobilkommunikation erzeugt. Die Forschungsprojekte des Programms sollen dazu beitragen, Risiken der neuen Kommunikationstechnologien künftig besser abschätzen zu können. Das neu erschienene Programmporträt stellt die Projekte erstmals vor.


09.02.2007Ein Schweizer Laser auf dem Weg zum roten Planeten

Das Neuenburger Unternehmen Alpes Lasers hat einen bedeutenden Vertrag mit der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA abgeschlossen: Die Quantenkaskadenlaser von Alpes Lasers, die mit Unterstützung des Schweizerischen Nationalfonds an der Universität Neuenburg entwickelt wurden, werden im Rover platziert, der in Boden und Atmosphäre des Mars nach jenen Bedingungen sucht, die auf der Erde die Entwicklung von Leben ermöglichten. Der Start der Mission ist für das Jahr 2009 geplant.


01.02.2007Der Schweizerische Nationalfonds wappnet sich für die Zukunft

Der Schweizer Nationalfonds (SNF) nimmt Reformen an seiner Struktur und Organisation vor, um den zukünftigen Anforderungen an die Forschungsförderung besser gerecht zu werden. Die Reform ermöglicht es, die wachsende Zahl von eingereichten Projektgesuchen zu bewältigen, die Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses und die internationale Zusammenarbeit zu verbessern, die forschungspolitische Rolle des SNF zu stärken und die Evaluationsverfahren von Gesuchen zu harmonisieren.


09.01.2007Molekularbiologe Michael Hengartner ausgezeichnet

Prof. Michael O. HengartnerAm 11. Januar erhält Michael Hengartner von der Universität Zürich im Berner Rathaus den Nationalen Latsis-Preis 2006. Der Schweizerische Nationalfonds verleiht ihm den mit 100'000 Franken dotierten Preis im Auftrag der Latsis-Stiftung für seine Entdeckungen zum programmierten Zelltod.


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