Das Schweizer Netzwerk SystemsX.ch, das derzeit von den ETH Zürich und Lausanne sowie den Universitäten Basel, Bern, Genf, Lausanne und Zürich getragen wird, hat am 6. September 2007 erstmals Forschungsprojekte ausgeschrieben. Drei Projekttypen sind vorgesehen: erstens Forschungs-, Technologie und Entwicklungsprojekte, zweitens interdisziplinäre Doktorandenprojekte, und drittens interdisziplinäre Pilotprojekte. Zum Teil sind auch Forschende teilnahmeberechtigt, deren Institution noch nicht dem Netzwerk angehört. Weitere Informationen und Gesuchsformulare sind auf der Website von SystemsX.ch abrufbar (Link siehe unten). Eingabeschluss ist der 1. Januar 2008.
Für die Projektförderung bei SystemsX.ch hat der Bundesrat in der Botschaft zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovation (BFI) 2008-2011 100 Millionen Franken vorgesehen. Bedingung war, dass die Gesuche vom SNF evaluiert werden. Der SNF hat dafür ein internationales Gutachtergremium geschaffen, das durch je zwei Mitglieder des Forschungsrats aus den Abteilungen "Mathematik, Natur- und Ingenieurwissenschaften" (Abt. II), "Biologie und Medizin" (Abt. III) und "Orientierte Forschung" (Abt. IV) verstärkt ist. Die strategischen und operativen Geschäfte hingegen, inklusive die Verwaltung der vom SNF zugesprochenen Mittel und die Revision, sind Sache von SystemsX.ch.
Die Systembiologie untersucht die dynamischen Netzwerke der biologischen Prozesse in Zellen, Geweben und Organismen. Sie untersucht nicht einzelne Moleküle sondern ein System als Ganzes. Dazu ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Forschenden aller Naturwissenschaften nötig.