Felicitas Pauss gehörte zur Forschergruppe, die damals das sehnlichst erwartete Z-Boson entdeckten. Diese Entdeckung erklärt fundamentale Fragen der Teilchenphysik und gibt Hinweise darauf, was die Welt im Innersten zusammenhält.
«Schon in der Schule haben mich die Grundbausteine der Materie interessiert», erzählt die gebürtige Österreicherin. Und so siegte ihre Neugier über ihr musikalisches Talent: Statt Geige, Klavier oder Querflöte studierte sie in Graz Theoretische Physik und Mathematik.
Jagd nach dem legendären Higgs-Teilchen
Heute ist Felicitas Pauss Professorin an der ETH Zürich und Projektleiterin für eines der wichtigsten Experimente am neuen Teilchenbeschleuniger LHC des CERN - eine der komplexesten Wissenschaftsmaschinen aller Zeiten. Nach nun mehr als zehn Jahren Planungs- und Bauzeit ist das LHC nun vor kurzem in Betrieb genommen worden. «Mit dem LHC wollen wir eine der offenen Fragen beantworten, warum Teilchen überhaupt eine Masse haben», sagt Felicitas Pauss: «Das heisst auch, warum Sie und ich und alles, was uns umgibt, eine Masse hat.» Wieder bricht für Felicitas Pauss eine Zeit der Entdeckungen an.
Felicitas Pauss
Geboren 1951 in Vorau (Österreich)
Studium der Theoretischen Physik und der Mathematik an der Universität Graz
Professorin für Experimentalphysik an der ETH Zürich (seit 1993)
Mitglied des Executive Board des CMS-Experimentes am CERN
Mitglied des Collaboration Board des Teleskops Magic auf La Palma
Grosses Ehrenzeichen des Landes Steiermark, Österreich (2003)
Filmcredits
Realisation: Béla Batthyany
Kamera: Till Brinkmann, Pascal Bergamin
Ton: Alex Szombath
Schnitt: Rosa Albrecht
Musik: Manuel Rindlisbacher, Ephrem Lüchinger
Produktion: Denise Pfister
Produzent: Christian Eggenberger, SF