FORCE 

Das Staatssekretariat für Bildung und Forschung (SBF) hat dem Schweizerischen Nationalfonds (SNF) die Verwaltung des Fonds für Forschung am CERN (FORCE) anvertraut.

FORCE unterstützt in erster Linie die Beteiligung der Forschenden in der Schweiz an der Realisierung und Auswertung der Detektoren am Large Hadron Collider (LHC), steht aber auch für andere Forschungsanlagen am CERN zur Verfügung.

Für das Jahr 2010 hat der Leitungsausschuss FORCE eine Prioritätenliste für Experimente zusammengestellt, die durch die Budgetlinie FORCE unterstützt werden können. Die Prioritäten sind wie folgt festgelegt:

1. Vollendung des Baus der LHC Detektoren (ATLAS, CMS, LHCb); Computing; Unterhalt und Betrieb der Detektoren
2. Projekte der Kategorie «CERN approved experiments» (Erweiterung der Experimente um LHC und verwandter Projekte wie NA61 und OPERA)
3. Beschleunigerentwicklung für den Super-LHC (CLIC)
4. Experimente der Kategorie «CERN recognized», die am CERN in Genf durchgeführt werden.

FORCE wird jährlich mit 4,8 Mio. Franken ausgestattet.

Interessierte Forschungsgruppen reichen ein FORCE-Gesuch parallel zu ihrem regulären Forschungsgesuch oder Beitrag des SNF ein (Eingabetermin: 1. Oktober).

Forschungsplan und Beurteilung

Der Forschungsplan entspricht jenem des regulären Gesuchs, muss jedoch mit einer wissenschaftlich-technischen Begründung sowie einem spezifischen Budget ergänzt werden. Auf Anfrage kann in Ausnahmefällen auch ein vom regulären Gesuch unabhängiges FORCE-Gesuch eingereicht werden. Im Rahmen der Gesuche wird Material für die Entwicklung, Konstruktion und Auswertung von CERN-Experimenten beantragt, zur Durchführung vor Ort oder an anderen schweizerischen Forschungsinstituten. Neu ist es auch möglich, Mittel für technisches Personal zu beantragen. Der Saläranteil darf jedoch maximal einer Stelle pro Gesuch oder 25% des Budgets entsprechen.

Die eingereichten Gesuche werden von der Abt. II des Nationalen Forschungsrats des SNF beurteilt. Dabei wird die wissenschaftliche Qualität des regulären SNF-Projekts mit berücksichtigt. Ferner wird den Richtlinien des FORCE-Leitungsausschusses Rechnung getragen (entsprechend oben genannter Prioritätenliste).

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