Das Nationale Forschungsprogramm «Nutzen und Risiken der Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen» (NFP 59) hat zum Ziel, das Anwendungspotenzial der pflanzlichen Biotechnologie in der Schweiz zu prüfen. Dabei stehen besonders Fragen nach dem Nutzen und den Risiken der Biotechnologie im Vordergrund. Ferner soll im NFP der Problemkreis des Risikomanagements auf rechtlicher, politischer und administrativer Ebene behandelt werden.
Im Gegensatz zu Anwendungen im medizinischen und pharmazeutischen Sektor ist die Nutzung der Gen- und Biotechnologie in der Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion umstritten. Die breite Öffentlichkeit sieht in der Freisetzung neuer gentechnisch veränderter Pflanzen (GVP) die Qualität unserer Umwelt gefährdet. Ferner verbindet sie mit GVP unfreiwillige und nicht beobachtbare Risiken.
Es wird nicht ausgeschlossen, dass die kommerzielle Freisetzung von GVP in der Schweiz aus Kosten- und Imagegründen nie ein Thema sein wird; das NFP könnte und sollte den Weg zu diesem oder einem anderen Entscheid ein wichtiges Stück begleiten.
Rahmenkredit: CHF 12'000'000
Forschungsdauer: 4 Jahre
Präsident der Leitungsgruppe: Dirk Dobbelaere, Abteilung Molekulare Pathologie, Vetsuisse Fakultät, Universität Bern
Umsetzungsbeauftragter: Beat Glogger, scitec-media GmbH, Winterthur
Programmkoordinator: Stefan Husi, SNF
Eingabe der Projektskizzen: 31.08.2006