Ost-Europa: SCOPES 

Das Programm SCOPES  (Scientific co-operation between Eastern Europe and Switzerland), das gemeinsam vom SNF und der Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) finanziert wird, fördert die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Forschungsgruppen und Institutionen in der Schweiz und in Osteuropa.

Die derzeitige Programmphase, SCOPES 2009-2012, umfasst ein Budget von 16 Millionen Franken und beinhaltet folgende Instrumente:

Joint Research Projects (JRP)
Gemeinsame Forschungsprojekte ermöglichen Forschenden in den Partnerländern, gemeinsam mit Forschenden aus der Schweiz in sämtlichen Gebieten der Grundlagenforschung innovative Projekte zu spezifischen Fragestellungen durchzuführen. Die Forschungsarbeiten werden an den beteiligten osteuropäischen und schweizerischen Forschungseinrichtungen durchgeführt; es sind jedoch gegenseitige Besuche und Kurzaufenthalte von Forschenden aus Osteuropa in der Schweiz möglich.

Institutional Partnerships (IP)
Institutionelle Partnerschaften tragen zur Weiterentwicklung und Modernisierung von institutionellen Aspekten in Forschung und Lehre in Osteuropa bei. Durch die Verbesserung der Rahmenbedingungen wird die Attraktivität und die internationale Wettbewerbsfähigkeit erhöht. IP stellen keine direkte Finanzierung von Forschungsprojekten dar.

Preparatory Grants (PG)
Die Vorbereitungsbeiträge erleichtern die Ausarbeitung von Vorschlägen für JRP und IP. Dazu erhalten Forschende aus den Partnerländern und aus der Schweiz einen finanziellen Beitrag  an die Kosten eines Treffens, das der Vorbereitung und Ausarbeitung eines JRP- oder IP-Gesuchs dient.

Valorisation Grants (VG)
Die Umsetzungsbeiträge haben zum Ziel, die Wirkung und Nachhaltigkeit von Forschungsergebnissen aus JRP und IP zu erhöhen.

Conference Grants (CG)
Die Konferenzbeiträge sind ein finanzieller Beitrag an die Reise- und Aufenthaltskosten von Forschenden aus den Partnerländern, die an internationalen wissenschaftlichen Konferenzen in der Schweiz teilnehmen. Dieses Instrument ist nicht an ein JRP oder eine IP geknüpft.

Es gibt keine spezifischen thematischen Vorgaben. Die JRP und IP müssen jedoch nicht nur über wissenschaftliche Qualität verfügen, sondern auch über ein Potenzial für Entwicklungsmöglichkeiten (Capacity Building) für den/die osteuropäischen Partner.
 
Bei den Partnerländern werden zwei Kategorien unterschieden:

  • eine erste Gruppe (die Staaten des Westbalkans, des Südkaukasus und Zentralasiens sowie Moldawien und die Ukraine)
  • eine zweite Gruppe (die osteuropäischen Mitgliedsländer der EU sowie Kroatien und Russland)

Bilaterale Projekte (JRP und IP) sind nur möglich mit Partnerländern der ersten Gruppe. Tri- und multilaterale Partnerschaften können mit Ländern der ersten und zweiten Gruppe lanciert werden, wobei mindestens die Hälfte der Ostpartner aus der ersten Gruppe stammen muss.

Die finanziellen Mittel sind vor allem für die osteuropäischen Partner reserviert. Allerdings werden auf schweizerischer Seite die Koordinationskosten abgedeckt. Der Förderungsbeitrag pro Projekt richtet sich nach der Anzahl der osteuropäischen Partner.

Kontakt

Internationale Zusammenarbeit
E-Mail: international@snf.ch
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