Zu den rund 120 Gästen der Latsis-Preisverleihung zählten diverse Persönlichkeiten aus der Politik wie die alt-Bundesräte Ruth Dreifuss und Pascal Couchepin sowie der Stadtpräsident Alexander Tschäppät. Zudem hatte Bundesrat Johann Schneider-Ammann seinen ersten öffentlichen Auftritt als Vorsteher des Eidg. Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung WBF (vormals Eidg. Volkswirtschaftsdepartement EVD).
Forschung nicht wirtschaftlichen Interessen unterordnen
In seiner Ansprache betonte Schneider-Ammann im Namen des Bundesrats die hohe Bedeutung von Bildung, Forschung und Innovation in einer globalisierten Welt. Gleichzeitig zerstreute er mögliche Bedenken, dass mit der Integration der Wissenschaft in sein Departement die Forschung strikt wirtschaftlichen Überlegungen untergeordnet werden könnte. Weiter führte er aus: „Der Bund unterstützt eine grösstmögliche thematische Breite der Förderung, er will eine vielfältige, bunte Forschungslandschaft. Die Politik ist sich der Unmöglichkeit bewusst, im Bereich der Wissenschaft die Zukunft vorauszusehen. Man weiss heute nicht, auf welchen Gebieten, in welchen Forschungszweigen die grossen Potenziale und Fragestellungen von morgen liegen. Es muss darum unser Ziel sein, auf möglichst vielen Feldern möglichst hohe nationale Forschungskompetenzen zu haben und zu bewahren. Dabei der freien Grundlagenforschung eine hohe Priorität bei der Zuteilung der Fördermittel beizumessen, ebenfalls.“