Interessenkonflikte: Befangenheit und Ausstand

Bei ihrer Tätigkeit als Gutachtende bzw. Referentinnen und Referenten können sowohl externe Expertinnen und Experten als auch Mitglieder des Forschungsrats oder eines anderen Evaluationsgremiums des SNF potenzielle Interessenkonflikte haben. Diese liegen dann vor, wenn eine am Auswahlverfahren beteiligte Person ein Interesse am Ausgang eines Entscheides haben könnte, namentlich wenn Gutachtende bzw. Referentinnen und Referenten von der Bewilligung bzw. Ablehnung eines Gesuchs Vor- oder Nachteile haben könnten. Sie müssen die Begutachtung bzw. die Zuteilung eines Gesuchs ablehnen bzw. in den Ausstand treten, wenn sie:

  • beim vorgeschlagenen Projekt Gesuchstellende sind oder als Partner(in) für eine Zusammenarbeit angegeben werden
  • im selben Institut arbeiten bzw. arbeiten werden wie die gesuchstellende Person (bzw. in derselben bzw. einer nahe verbundenen Organisationseinheit oder in derselben Institution)
  • in einer nahmen familiären oder persönlichen Beziehung zur gesuchstellenden Person stehen (Verwandtschaft, Ehe, Partnerschaft, enge freundschaftliche Beziehung)
  • mit der gesuchstellenden Person in einem beruflichen Abhängigkeits- oder Konkurrenzverhältnis stehen, bis vor kurzem standen oder in absehbarer Zeit stehen werden
  • mit der betroffenen Person in den letzten fünf Jahren gemeinsam publiziert haben und dies Ausdruck einer engen Zusammenarbeit ist
  • aus anderen Gründen in der Sache befangen sein könnten

Bei der Auswahl der Expertinnen und Experten für externe Gutachten, überprüft der SNF mögliche Interessenkonflikte der Gutachtenden.

Mitglieder des Forschungsrats als Gesuchstellende

Da die Mitglieder des Forschungsrats selbst Forschende sind, werden sie für ihre Amtszeit beim SNF nicht von der Gesuchstellung ausgeschlossen. Um Vorteilsnahme zu vermeiden, sind die finanziellen Zusprachen an amtierende Forschungsräte jedoch pro Jahr auf maximal fünf Prozent des Budgets für die Forschungsförderung beschränkt.

Hat ein Mitglied des Forschungsrats ein eigenes Gesuch in Behandlung, so bekommt es keinen Zugang zu den Begutachtungsunterlagen und muss bei Diskussion und Entscheid über sein Gesuch in den Ausstand treten. Es muss auch dann in den Ausstand treten, wenn es einen potenziellen Interessenkonflikt (siehe oben) bezüglich eines im Gremium zu behandelnden Gesuchs hat. Die Mitglieder des Forschungsrats müssen von sich aus allfällige Ausstandgründe angeben.

Richtlinien zum Umgang mit Interessenkonflikten im Gesuchsverfahren (PDF, 251 KB)


Kontakt

Abt. Kommunikation
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