Spitzenforschung "made in Switzerland"

​Renommiert und beneidet von unseren Partnern, dienen die NFS zur langfristigen Förderung innovativer Forschungsprojekte in Bereichen, die für die Zukunft der Wissenschaft, der Wirtschaft und der Gesellschaft in der Schweiz von strategischer Bedeutung sind. Die 14 NFS der ersten Serie sind nach 12 Jahren intensiver Forschungsarbeiten im Jahr 2013 ausgelaufen. Sie haben dabei nicht nur 24'391 Veröffentlichungen, 341 Patente, 79 Start-up-Unternehmen und vieles mehr hervorgebracht, sondern auch zur Ausbildung von 3105 Doktorierenden und 1819 Postdoktorierenden beigetragen.

Wären diese Leistungen auch ohne die Unterstützung hoch qualifizierter ausländischer Mitarbeitender möglich gewesen? Die Statistiken der NFS geben eine eindeutige Antwort: "made in Switzerland" sichert der Schweiz innerhalb der wichtigsten Indikatoren eine führende Position in der Forschung und Innovation. Von den 3105 Doktorierenden, die im Rahmen der 14 NFS ausgebildet wurden, sind 1993 (64%) nicht Schweizer Bürgerinnen und Bürger. Bei den Postdoktorierenden sind es 1430 von 1819 (79%). Die fünf bei den Doktorierenden am häufigsten vertretenen Nationalitäten sind Deutschland, gefolgt von Italien, Frankreich, Indien und China. Auf Postdoc-Stufe findet sich eine vergleichbare Verteilung: China steht hier allerdings auf Rang 4 und auf Rang 5 finden sich die Vereinigten Staaten. Die allermeisten Doktorierenden (82%) haben ihren ersten Abschluss im Ausland erworben. Bei den Postdoktorierenden liegt die Quote mit 85% ausländischen Doktorentiteln noch höher. Ferner liessen sich auch die 345 Kooperationen im Rahmen der europäischen Forschungsprogramme und die weiteren 2524 internationalen wissenschaftlichen Kooperationen im Rahmen der ersten 14 NFS anführen.

Beim Output ist hervorzuheben, dass rund drei Viertel der Doktorierenden ihre erste Stelle im Hochschulbereich antreten (38% von ihnen ausserhalb der Schweiz). Die übrigen orientieren sich in erster Linie in Richtung Privatwirtschaft (20%) und in geringerem Umfang in Richtung öffentlichen Dienst (5%). Auf Postdoc-Stufe fällt die Verteilung ähnlich aus, wobei die Quote derjenigen Personen, die ihre akademische Karriere im Ausland fortsetzen mit 48% höher ausfällt.* 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Schweiz in zweifacher Hinsicht von diesen hochqualifizierten und weltweit angeworbenen Arbeitskräften profitiert, die das Reservoir an einheimischen Nachwuchstalenten ergänzen: Beim Input ist es vor allem die Forschung in den NFS, beim Output sind es sowohl die Hochschulen als auch die Privatwirtschaft, die daraus einen Nutzen ziehen. Auf der Gewinnerseite steht somit eine offene und dynamische Schweiz, die Unterschiede zu überbrücken und ihre Höchstleistungen durch eine ausgeprägte Internationalisierung in der Spitzenforschung zu halten weiss.

Dimitri Sudan, Geograf und Soziologe, leitet die Abteilung Programme des SNF (Nationale Forschungsschwerpunkte und Nationale Forschungsprogramme) und ist beim SNF zudem u.a. zuständig für den Wissens- und Technologietransfer, der Zusammenarbeit mit der KTI und dem Forschungsdatenmanagement.

*Dem jüngsten Bericht des Bundesrats zufolge ist die Frage nach den Berufsaussichten des akademischen Nachwuchses ein höchst aktuelles, sensibles Thema. Vorschläge für Erleichterungsmassnahmen liegen vor.

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