Europapolitik

© Aurel Märki / SNF

Der SNF unterstützt Forschende in der Schweiz bei der Zusammenarbeit in Europa und stärkt ihre Einbindung in internationale Forschungsnetzwerke. Seit dem 1. Januar 2025 ist die Schweiz wieder vollassoziiert an Horizon Europe.

Die Schweiz liegt im Herzen Europas – wissenschaftlich, wirtschaftlich und kulturell eng mit den Nachbarstaaten verflochten. Die starke Vernetzung zeigt sich in der Forschung deutlich: Viele vom SNF geförderte Forschende arbeiten mit europäischen Partnerinnen und Partnern zusammen. In diesen Netzwerken entwickeln sie Ideen und tauschen Wissen aus. Gemeinsam gehen sie globale Themen wie Biodiversität, saubere Energie, antimikrobielle Resistenzen oder Wasserversorgung an.

Der SNF engagiert sich für den Forschungsplatz Schweiz und unterstützt diese wissenschaftliche Zusammenarbeit innerhalb von Europa mit verschiedenen Massnahmen. Er schliesst Abkommen mit Partnerorganisationen ab, ermöglicht grenzüberschreitende Projekte und fördert die internationale Vernetzung der Forschenden. Dazu gehören Weave, Lead Agency und das International Co-Investigator Scheme sowie die Europäischen Partnerschaften. Wir beteiligen uns auch an COST (European Cooperation in Science and Technology), einem Programm, das den Aufbau von Forschungsnetzwerken in Europa unterstützt.

In der vom SNF geförderten Forschung mit internationalen Partnern entstehen über 60 Prozent in Zusammenarbeit mit europäischen Partnern. Gemeinsame Werte sowie die geografische und kulturelle Nähe erleichtern diese Vernetzung.

Vollassoziierung an Horizon Europe

Das wichtigste europäische Programm für Forschende in der Schweiz bleibt Horizon Europe, das EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation. Seit dem 1. Januar 2025 ist die Schweiz an Horizon Europe, am Euratom-Programm und am Programm Digital Europe vollständig assoziiert. Ab 2026 beteiligt sie sich zudem am Fusionsreaktorprojekt ITER. Forschende aus der Schweiz können an diesen Programmen teilnehmen. Die erneute Vollassoziierung stärkt den Forschungs- und Innovationsstandort Schweiz und erhöht die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Wissenschaft. Das Abkommen mit der EU ebnet auch den Weg für eine Assoziierung an Erasmus+ und EU4Health.

Massnahmen des SNF vor der Vollassoziierung

Während der Phase des Drittland-Status der Schweiz im Programm Horizon Europe (
) hat der SNF im Auftrag des Bundes Übergangsmassnahmen umgesetzt. Sie entsprachen so weit wie möglich den europäischen Ausschreibungen, konnten sie jedoch nicht ersetzen. Der SNF hat die Übergangsmassnahmen nach der Vollassoziierung beendet.

Einen Spezialfall bilden die SNSF Starting Grants. Diese Übergangsmassnahme war als Fusion des SNF-Förderinstruments Eccellenza mit einem Ersatz für die ERC Starting Grants konzipiert. Der SNF führt die SNSF Starting Grants nun als eigenes Instrument weiter, das nicht mehr Teil von Übergangsmassnahmen ist.

  • Bedeutung der europäischen Rahmenprogramme für die Schweiz

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    Europäische Programme wie Horizon Europe sind für viele Forschende in der Schweiz entscheidend – sie ermöglichen Kooperationen und steigern die internationale Sichtbarkeit.

    Horizon Europe ist das weltweit grösste Forschungsrahmenprogramm. Es bietet Forschenden in der Schweiz ein aussergewöhnliches Forum für die Zusammenarbeit in Europa und darüber hinaus.

    Die Programme ermöglichen Vorhaben, die in einzelnen Ländern nicht realisierbar wären. Im internationalen Wettbewerb werden die besten Ideen und Projekte verglichen und ausgewählt.

    Besonders prestigeträchtig sind Förderbeiträge des Europäischen Forschungsrats (ERC) – sie eröffnen Forschenden bedeutende Karrierechancen.

  • Internationale Vernetzung stärken

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    Horizon Europe ist in den letzten Jahren globaler geworden: Länder wie Neuseeland, Kanada, Grossbritannien, Japan und Korea sind beteiligt, wodurch neue globale Netzwerke entstehen. Der SNF unterstützt Forschende, sich in diesen Strukturen zu vernetzen, und fördert Kooperationen auch ausserhalb der europäischen Rahmenprogramme. Damit erhöht er die Attraktivität des Schweizer Forschungsplatzes und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Forschenden.

    Neben der finanziellen Förderung engagiert sich der SNF in europäischen Foren wie Science Europe und arbeitet eng mit Partnerorganisationen zusammen. Gemeinsam mit dem Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) und Innosuisse betreibt er in Brüssel das Informations‑ und Verbindungsbüro SwissCore, das über Entwicklungen in Europa informiert und den Austausch mit zentralen Akteuren erleichtert.

    Auf diese Weise trägt der SNF dazu bei, dass Forschende aus der Schweiz in internationalen Netzwerken wirkungsvoll präsent sind.

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