Gleichstellung

Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist ein wichtiges Anliegen des Schweizerischen Nationalfonds. Das Engagement des SNF zielt insbesondere darauf ab, eine ausgewogene Vertretung von Frauen in Funktionen, Gremien und in der Forschung zu fördern.

Die Untervertretung von Frauen in Forschung und Wissenschaft ist in der Schweiz nach wie vor Realität. Der Frauenmangel entsteht besonders beim Übertritt vom Masterabschluss zum Doktorat: Diesen Schritt machen über ein Drittel mehr Männer als Frauen. Der Trend setzt sich im weiteren Lauf der akademischen Karriere fort. Männer schliessen ihre Dissertationen häufiger ab und bleiben der Forschung eher erhalten. Der Anteil an Professorinnen verharrt auf tiefem Niveau.

Im europäischen Vergleich schneidet die Schweiz unterdurchschnittlich ab – daran haben nationale Aktionspläne und Förderungsmassnahmen in den vergangenen Jahren nur wenig geändert. Die Untervertretung der Frauen steht im Gegensatz zum Gesetz und zur Einstellung der Schweizer Bevölkerung, die die Chancengleichheit als wichtig erachtet. Auch in der Wirtschaft sind die Vorteile bekannt – zum Beispiel ist erwiesen, dass gemischte Teams bessere Leistungen erbringen.

Forschungsförderung nach Gender Mainstreaming

Diversität und Chancengleichheit sind wesentliche Qualitätskriterien für den Forschungsstandort Schweiz. Aus diesem Grund hat sich der SNF der Gleichstellung verpflichtet und eine Reihe von Förderungsmassnahmen ins Leben gerufen, um der Untervertretung von Frauen gezielt entgegenzuwirken. Eine wichtige Leitplanke ist dabei das Prinzip des Gender Mainstreaming. Es handelt sich um eine international erprobte Strategie, Gleichstellung auf allen Ebenen zu verankern. Dabei werden soziale und strukturelle Ungleichheiten von Frauen und Männern zuerst sichtbar gemacht, anschliessend deren Auswirkungen analysiert und schliesslich die Ursachen beseitigt. Das bedeutet, bei allen Entscheidungen, Projekten und Vorhaben die unterschiedliche Lebensrealität von Frauen und Männern im Vorhinein zu berücksichtigen.

Der SNF lebt Gleichstellung vor

Nach dem Vorbild des Gender Mainstreaming ist die Gleichstellung beim SNF als Querschnittsaufgabe und in allen Aufgabenbereichen verankert. Dadurch erhält sie ein adäquates Gewicht. Auch auf institutioneller Ebene setzt der SNF sein Verständnis für Gleichstellung um. Etwa durch einen Frauenanteil im Stiftungsrat von mindestens 40 Prozent, oder indem er eine ausgeglichene Verteilung der Geschlechter auf allen Hierarchiestufen anstrebt. Im Rahmen der Projektförderung führt der SNF zudem jährlich ein Gleichstellungsmonitoring durch, das unter anderem die Erfolgsquoten von Gesuchstellerinnen und Gesuchstellern analysiert.

Sein Engagement für die Gleichstellung von Mann und Frau hält der SNF in einem Leitbild fest. Die Fachstelle "Gleichstellung Forschungsförderung" unterstützt die internen Organe in der Umsetzung. Schliesslich berät die international besetzte und unabhängige Gleichstellungskommission den SNF in Gleichstellungsfragen und trägt dazu bei, geeignete Strategien zu entwickeln.

Gleichstellung in der Forschungsförderung

​Kontakt

Gleichstellung Forschungsförderung
E-Mail equality@snf.ch