Tierversuche

Versuche mit Tieren sind in der Grundlagenforschung unerlässlich. Sie liefern wichtige Erkenntnisse, die zur Entwicklung neuer Therapien führen können. Wichtig ist, dass die Anzahl wie auch das Leiden der Tiere dabei minimiert werden.

​Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) lässt sich bei der Beurteilung der Forschungsprojekte von den 3R-Prinzipien (replace, reduce, refine) leiten. So entsprechen etwa die wissenschaftlichen Kriterien der Begutachtung des SNF dem 3R-Prinzip: Methodisch ungenügende bzw. veraltete, wissenschaftlich wenig relevante oder bereits durchgeführte Projekte erhalten keine Unterstützung.

Der SNF und wissenschaftliche Tierversuche – Fact-Sheet (PDF, 58 KB)

Gemäss Schweizer Tierschutzgesetz brauchen alle Versuche mit Wirbeltieren, Kopffüssern und Zehnfusskrebsen eine kantonale Bewilligung. Der SNF gibt das zugesprochene Fördergeld erst dann frei, wenn alle Bewilligungen und Meldebestätigungen vorliegen. Da Tierversuchsbewilligungen zeitlich begrenzt gelten, prüft die Geschäftsstelle bei der Auszahlung jeder Jahrestranche, ob die notwendigen Bewilligungen für das nächste Jahr gültig sind.


Der SNF verzichtet bewusst auf eine eigene ethische Güterabwägung: Die kantonalen Tierversuchskommissionen setzen sich unter anderem aus Laien, Forschenden, Vertretern des Tierschutzes und Fachpersonen für die Tierhaltung zusammen. Sie vereinigen daher die Wertevielfalt der Gesellschaft und die in einer ethischen Güterabwägung nötigen Kompetenzen besser als der ausschliesslich aus Forschenden zusammengesetzte Forschungsrat des SNF.

Vom SNF unterstützte und in der Schweiz forschende Wissenschaftler müssen neben den gesetzlichen Vorgaben die ethischen Grundsätze und Richtlinien der Akademien SAMW und SCNAT einhalten, die die Ethikkommission für Tierversuche der beiden Akademien erarbeitet hat.

Kommission für Tierversuchsethik der Akademien


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