Tierversuche

Tierversuche sind wichtig für die Forschung. Sie liefern essentielle Erkenntnisse, die langfristig zur Entwicklung neuer Therapieansätze führen können. Bei der Planung von Experimenten verpflichten sich die Forschenden, die 3R-Prinzipien («replace, reduce, refine») einzuhalten.

Forschung mit Tieren dient der Aufklärung grundlegender biologischer Prozesse und bildet so die unerlässliche Basis für eine spätere Entwicklung neuer Therapien. Der SNF fördert Forschung von hoher Qualität, die dem neuesten Stand der Erkenntnis und der Technik entspricht. Veraltete Methoden oder solche mit Tiermodellen, die die Fragestellungen nicht beantworten können, werden nicht gefördert. Für aussagekräftige Schlüsse dürfen die Tiere zudem in ihrem natürlichen Verhalten nur so wenig wie möglich eingeschränkt werden.

Durch diese hohen Qualitätsansprüche an die Forschungsprojekte handelt der SNF auch im Sinne der 3R-Prinzipen. Diese sehen vor, dass alternative Ansätze zu Tierversuchen, wenn immer möglich, vorzuziehen sind («replace»), die Zahl der verwendeten Tiere möglichst klein gehalten («reduce») und ihre Belastung minimiert werden soll («refine»).

Strenge Schweizer Standards

Im internationalen Vergleich verfügt die Schweiz über eines der strengsten Tierschutzgesetze. Sämtliche Tierversuche müssen von einer kantonalen Tierversuchskommission bewilligt werden. Diese sind vom Gesetzgeber beauftragt, das voraussichtliche Leiden der Tiere gegen den möglichen Nutzen der daraus gewonnenen Erkenntnisse für den Menschen abzuwägen. Der SNF fördert nur von Tierversuchskommissionen bewilligte Versuche.

Auch für im Ausland durchgeführte Versuche verlangt der SNF eine gültige, länderspezifische Bewilligung, welche mit Schweizer Standards vergleichbar ist. Gleichzeitig setzt er sich aber auch dafür ein, dass Tierversuche weiterhin in der Schweiz durchgeführt werden können und nicht an Forschungsinstitutionen anderer Länder ausgelagert werden.


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Abt. Kommunikation
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