Marie Heim-Vögtlin-Preis: die Auszeichnung für Nachwuchsforscherinnen

Neu: Der MHV-Preis führt eine offene Ausschreibung für Nominierungen ein – Selbstnominierungen und Nominierungen durch Kolleg:innen, Mentor:innen oder Institutionen sind willkommen. Teilnahmeberechtigt sind Forscherinnen, die innerhalb der letzten zwei Jahre vor der Nominierung ein Postdoc.Mobility-Stipendium oder einen Ambizione-Beitrag des SNF abgeschlossen haben. Die Ausschreibung für Nominierungen läuft bis zum 16. Februar 2026.

Anna Feller ist die MHV-Preisträgerin 2025

Wer verstehen will, wie Biodiversität entsteht und erhalten bleibt, muss auch wissen, warum sich selbst eng verwandte Arten nicht miteinander fortpflanzen. Genau diese Frage erforschte Evolutionsbiologin Anna Feller im Rahmen eines Postdoc-Mobility-Stipendiums des SNF an der Harvard University.

Um die Barrieren zwischen Arten besser zu verstehen, kombinierte sie Kreuzungsexperimente im Gewächshaus mit genetischen Analysen von wild wachsenden Pflanzen. So konnte sie nachweisen, dass es Arten gibt, die sich trotz starker Barrieren genetisch ausgetauscht haben. "Solch unerwartete Resultate sind wissenschaftlich interessant, weil sie darauf hinweisen, dass es Aspekte gibt, die wir noch nicht verstehen", sagt Anna Feller.

Über den Marie Heim-Vögtlin-Preis

Mit dem MHV-Preis würdigt der SNF jedes Jahr eine hervorragende Nachwuchsforscherin. Die Gewinnerinnen sind inspirierende Vorbilder. Dank eines Förderbeitrags des SNF konnten sie bemerkenswerte Resultate erzielen und ihre Karriere entscheidend vorantreiben. Der Preis ist mit 25'000 Franken dotiert.

Die Namensgeberin des Preises war eine Pionierin

Marie Heim-Vögtlin wurde 1868 an der Universität Zürich als erste Schweizerin zum Studium an einer medizinischen Fakultät zugelassen. Nach dem Abschluss des Studiums eröffnete sie eine Praxis für Gynäkologie, die sie nach der Geburt zweier Kinder weiterführte. Sie zählt zu den Vorreiterinnen im Kampf für den Zugang der Frauen zur akademischen Bildung.