Vorgaben für CV und Liste des Forschungsoutputs

​Der SNF hat die "San Francisco Declaration on Research Assessment (DORA)" unterschrieben, welche Förderorganisationen empfiehlt, die Kriterien, die zur Beurteilung der wissenschaftlichen Produktivität der Gesuchstellenden angewendet werden, ausdrücklich zu nennen. Dabei soll die wissenschaftliche Qualität, der Wert und der Einfluss/die Wirkung des gesamten Forschungsoutputs (inkl. Datensets, Software, Prototypen) zusätzlich zu den Publikationen berücksichtigt werden. Der wissenschaftliche Inhalt einer Arbeit ist dabei bedeutend wichtiger als die bibliometrischen Indikatoren oder das Renommee der Zeitschrift, in der sie abgedruckt wurde. Im Rahmen dieser Beurteilung werden die wissenschaftliche Disziplin, das akademische Alter und die persönliche Situation (z.B. Karriereunterbrüche, Betreuungspflichten) der Gesuchstellenden berücksichtigt.

Um diesem Anspruch zu genügen, verlangt der SNF von allen Gesuchstellenden ein standardisiertes Set von Informationen. Dies umfasst den "CV und die bedeutendsten wissenschaftlichen Leistungen" und die "Liste des Forschungsoutputs". Beide Dokumente müssen für jeden/jede Gesuchsteller/-in eingereicht, in der Sprache des Forschungsplans verfasst und gemäss den unten aufgeführten Vorgaben strukturiert sein. Diese Dokumente werden den Peer-Reviewern zur Verfügung gestellt. Auf Gesuche, die relevante Informationen nicht enthalten, tritt der SNF nicht ein.

CV und bedeutendste wissenschaftliche Leistungen

(in einem Dokument, max. 4 Seiten, in der Sprache des Forschungsplanes)

Der CV und die Liste der bedeutendsten wissenschaftlichen Leistungen werden zur Beurteilung der folgenden Kriterien beigezogen:

  • die Erfüllung der persönlichen Voraussetzungen zur Gesuchstellung in der Projektförderung,
  • die wissenschaftliche Qualifikation der/des Gesuchstellenden, basierend auf bisherigen Leistungen,
  • die Fähigkeit, originelle Forschung von hohem Impact und hoher wissenschaftlicher Qualität in eigener Verantwortung durchführen zu können.

Der CV darf eine Länge von zwei Seiten (min. Schriftgrösse 10) nicht überschreiten und muss wie folgt strukturiert sein (soweit zutreffend). Weitere für das Gesuch relevante Punkte können hinzugefügt werden:

  • Informationen zur Person, inkl. Forscher ID (z.B. OrcID, ResearcherID, Google Scholar ID)
  • Ausbildung. Jungen Forschenden, die ihren Doktortitel vor bis zu 10 Jahren erhalten haben, wird empfohlen, den Namen ihres Doktorvaters oder ihrer Doktormutter anzugeben. Nicht promovierte (PhD) Gesuchstellende geben das Datum ihres letzten akademischen Abschlusses, Klinikerinnen und Kliniker ohne MD-PhD das Datum des Staatsexamens an.
  • Bisherige Anstellungen und aktuelle Position(en)
  • Institutionelle Aufgaben
  • Bewilligte Projekte
  • Supervision von jungen, Forschenden (summarisch, die Namen der jungen Forschenden sollten angegeben werden)
  • Lehrtätigkeit (summarisch)
  • Tätigkeit in Panels, Boards, usw., und individuelle wissenschaftliche Expertenaktivitäten
  • Aktive Mitgliedschaft in wissenschaftlichen Gesellschaften
  • Organisation von Konferenzen
  • Preise, Auszeichnungen, Fellowships
  • Karriereunterbrüche mit Begründung

Die Punkte 4 bis 11 können sich, falls nötig, auch auf die jüngsten und/oder relevantesten Informationen zum Forschungsgesuch beschränken.

Im Abschnitt "Bedeutendste wissenschaftliche Leistungen" (max. 2 Seiten, angehängt an den CV) beschreibt die/der Gesuchstellende bedeutende wissenschaftliche Leistungen der letzten fünf Jahren. Zusätzlich zu wissenschftlichen Publikationen können hier auch weitere relevante Informationen gegeben werden, wie z.B. Wissensvermittlungsaktivitäten, Software, Datenbanken, Prototypen usw. Der spezifische Beitrag der/des Gesuchstellenden und die Auswirkungen dieser Arbeit müssen beschrieben hier werden.

Alle Angaben dienen den Evaluatoren insbesondere dazu, die wissenschaftliche Qualität und die Bedeutung des Forschungsoutputs zu beurteilen. Wenn möglich, sollten die Dokumente/Quellen zu den verschiedenen Leistungen den Gutachtenden über ein direktes, open access Weblink zugänglich gemacht werden.

Laden Sie das Dokument mit dem CV und den bedeutendsten wissenschaftlichen Leistungen im PDF Format ohne Schreibschutz auf mySNF hoch. Benennen Sie das Dokument "CV_[Name der/des Gesuchstellenden].pdf".

Liste des Forschungsoutputs der letzten fünf Jahre

Die Liste des Forschungsoutputs wird im Auswahlverfahren verwendet um die wissenschaftliche Produktivität und Qualifikation einer/eines Gesuchstellenden in Bezug auf das vorgeschlagene Projekt zu beurteilen sowie ihre/seine Fähigkeit, ein Forschungsprojekt erfolgreich durchzuführen und zu dokumentieren. Beide Aspekte werden auch bei der Beurteilung der Machbarkeit des vorgeschlagenen Forschungsprojektes berücksichtigt.

Abhängig vom Forschungsgebiet, kann aus der Position der/des Gesuchstellenden in der Autorenliste auf ihren/seinen Beitrag zu einer wissenschaftlichen Arbeit geschlossen werden (siehe auch: Akademien der Wissenschaften Schweiz – Wissenschaftliche Integrität – Grundsätze und Verfahrensregeln). Die Anzahl von Publikationen einer/eines Gesuchstellenden als verantwortliche Autorin oder Autor ohne Beitrag ihres/seines PhD oder Postdoc Betreuers/Betreuerin wird, neben anderen Aspekten, als Indikator für ihre/seine wissenschaftliche Unabhängigkeit beigezogen. Die Gesamtzahl von Publikationen oder die Zahl der Publikationen pro Jahr wird nicht als einziger Leistungsindikator betrachtet.

Die Liste des Forschungsoutputs ist beschränkt auf die letzten fünf Jahre. Am Anfang der Liste muss, wenn möglich, ein Link auf eine Webseite eingefügt werden, die eine vollständige Publikationsliste der/des Gesuchstellenden enthält.

Die Liste der Forschungsoutputs sollte, soweit zutreffend, wie folgt strukturiert sein:

  • Peer-reviewed Publikationen in internationalen wissenschaftlichen Zeitschriften
  • Peer-reviewed Bücher und Monographien
  • Peer-reviewed Konferenzbeiträge
  • Beiträge zu Büchern

    Unter Punkten 1-4 dürfen nur publizierte oder im Druck befindliche Publikationen aufgeführt werden.
  • Patente und Lizenzen
  • Mündliche Beiträge an internationale Konferenzen
  • Öffentlichkeitsarbeiten (z.B. öffentliches Engagement für Wissenschaft, Technologie und Wissensvermittlung, wissenschaftliche Kunst, usw.)
  • Allgemein Beiträge zur Wissenschaft (z.B. Sprecherin oder Sprecher eines internationalen Experiments, Leiterin oder Leiter einer internationalen Expedition, Gründerin oder Gründer eines internationalen Netzwerkes oder eines Trainingsprogrammes, usw.)
  • Andere anwendbare Ergebnisse (z.B. Karten, Methoden, Prototypen, Software, Datenbanken, Design, arXiv-Artikel, Beiträge zu big data Kollaborationen usw.)


Artikel und übrige Forschungsergebnisse, die direkt für das Forschungsprojekt relevant sind, müssen klar bezeichnet werden. Der Name der/des Gesuchstellenden in der Autorenliste und das Jahr der Publikation müssen hervorgehoben sein (z.B. fett gedruckt oder unterstrichen). Die Abkürzung der Autorenliste durch "et al." ist nicht zulässig, ausser bei Forschungsprojekten im Rahmen grosser internationaler Kollaborationen mit mehr als 50 Autoren. In diesem Fall ist ein direktes Link zu der vollständigen Publikation anzugeben.

Das Dokument muss im PDF Format ohne Schreibschutz auf mySNF hochgeladen werden. Benennen Sie das Dokument "Output_[Name der/des Gesuchstellenden].pdf".