Bilaterales Abkommen mit Deutschland

Beim Abkommen mit Deutschland wird ein gemeinsames Gesuch von Forschenden in der Schweiz und in Deutschland an eine der beiden nationalen Forschungsförderungsorganisationen gestellt. Der Antrag richtet sich nach den ortsüblichen Verfahren.

Für folgende Förderinstrumente können bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) Gesuche eingereicht werden:

  • Einzelförderung (maximale Projektdauer in beiden Ländern: 3 Jahre)
  • Schwerpunktprogramme: Teilnahme auf Projektebene möglich, Forschende in der Schweiz können unter deutscher Projektleitung Gesuche einreichen (maximale Projektdauer in beiden Ländern: 3 Jahre)
  • Forschungsgruppen: Bis zu zwei schweizerische Teilprojekte bzw. Beteiligungen an deutschen Teilprojekten (maximale Projektdauer in beiden Ländern: 4 Jahre)

Bei den Förderinstrumenten mit einem mehrstufigen Verfahren wird gebeten, nach der Einreichung der ersten Stufe mit der zuständigen Abteilung des SNF Kontakt aufzunehmen.

Auch wenn der SNF die Evaluation durchführt, erfolgt eine getrennte Bewertung durch die Gremien des SNF und der DFG. Die Evaluation wird in den meisten Fällen mehr als 6 Monate dauern.

Die Festlegung des Einreichungsortes erfolgt in jenem Land, in dem die beantragte Förderungssumme höher ist. Bei Unklarheiten bzw. Grenzfällen muss vor der Einreichung mit den beteiligten Förderorganisationen Kontakt aufgenommen und mit ihnen der Lead festgelegt werden.

Ist die beantragte Förderungssumme des deutschen Teils höher, wird der Förderungsantrag bei der DFG gestellt. Dabei gelten die Einzelprojekt-Richtlinien der DFG und es werden die dafür geltenden Formulare benutzt. Bei der DFG gibt es keine fixen Einreichungstermine, sondern die Gesuche können zu jedem Zeitpunkt eingereicht werden.

Wird das Gesuch beim SNF eingereicht, stellen die deutschen Partnerinnen und Partner zusätzlich einen formalen Antrag über das elan-Portal der DFG, in dem die persönlichen Daten der Antragstellenden und die Mittelpositionen erfasst werden.

Falls das Gesuch in einer anderen Sprache als Englisch eingereicht wird (nur in gewissen Disziplinen der Geistes- und Sozialwissenschaften möglich), muss dies vorab mit allen involvierten Organisationen abgesprochen werden.

Falls Sie ein Gesuch im Rahmen eines Lead Agency Abkommens einreichen, in welchem die Partnerorganisation als Lead Agency fungiert, oder im Rahmen eines ERA-NET calls, müssen Sie im Falle einer Zusprache den DMP auf mySNF einreichen. Dies ist unabhängig davon, ob ein DMP von der Partnerorganisation/dem Konsortium verlangt wird. Der DMP umfasst alle Forschungsdaten, welche während dem Projekt generiert oder verwendet werden und muss den Vorgaben der SNF Open Research Data Policy entsprechen.

Juli 2018