Lead Agency mit Österreich

Beim Lead Agency-Verfahren wird ein gemeinsames Gesuch von Forschenden in der Schweiz und in Österreich an eine der beiden nationalen Forschungsförderungsorganisationen gestellt. Der Antrag richtet sich nach den ortsüblichen Verfahren.

Beim Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) ist die Einzelprojektförderung als Förderinstrument für das Lead Agency-Verfahren zugelassen.

Die Projektdauer beträgt in beiden Ländern maximal 4 Jahre.

DieErfolgsquoteder Gesuchsbewilligungen liegt beim FWF mit 25 Prozent deutlich unter jener des SNF.

Die Festlegung der Lead Agency erfolgt in jenem Land, in dem die beantragte Förderungssumme höher ist. Bei Unklarheiten bzw. Grenzfällen muss vor der Einreichung mit den beteiligten Förderorganisationen Kontakt aufgenommen und der Lead festgelegt werden.

Ist die beantragte Förderungssumme des österreichischen Teils höher, ist der FWF für die Evaluation des Gesamtprojekts verantwortlich. Dabei gelten die FWF-Einzelprojekt-Richtlinien und es werden die dafür geltenden Formulare benutzt. Beim FWF gibt es keine fixen Termine; die Gesuche können zu jedem Zeitpunkt eingereicht werden.

Ist derSNF die Lead Agency, reichen die österreichischen Partner und Partnerinnen die notwendigen FWF-Formulare gemäss den FWF-Einzelprojekt-Richtlinienbeim FWF ein.

Falls das Lead Agency-Gesuch in einer anderen Sprache als Englisch eingereicht wird (nur in gewissen Disziplinen der Geistes- und Sozialwissenschaften möglich), muss dies vorab mit allen involvierten Organisationen abgesprochen werden.

Falls beim FWF bereits ein Data Management Plan (DMP) eingereicht wurde, muss eine PDF-Version dieses Dokuments unter ″Sonstige Beilagendokumente″ auf mySNF hochgeladen werden. Wenn kein DMP beim FWF eingereicht wurde, muss dieser Datencontainer auf mySNF ausgefüllt werden. Der DMP beinhaltet die gesamten Forschungsdaten, die während des Projekts produziert oder verwendet werden.

Juli 2018