Ausstellung "Keine Panik! Tierisch Angst im Gehirn"

​Guido Bondolfi, Professor am Departement für Mental Health und Psychiatrie, Universität Genf:

"Wir alle kennen die Angst aus eigener Erfahrung, aber über ihre inneren Mechanismen wissen wir wenig. Die Ausstellung regt dazu an, Ängste nicht als etwas Negatives zu sehen, sondern als eine Emotion, die unser Mitgefühl verdient."

Die Ausstellung "Keine Panik!", von der Universität Genf in Zusammenarbeit mit der Universität Zürich lanciert, befasste sich auf interaktive und spielerische Weise mit dem Phänomen Angststörungen und informierte über mögliche Behandlungsmethoden. Das Ziel war unter anderem, das Verständnis in der Gesellschaft zu fördern.

Die interaktive Ausstellung für Kinder und Erwachsene startete mit humorvollen Erklärungen, wie Angst im Gehirn von Mensch und Tier entsteht und wie sie sich auf den Körper überträgt – und führte bis hin zu den Empfindungen, die eine Person, die unter Angststörungen leidet, durchlebt. Die Beschreibung der neurologischen Mechanismen der Angst und den damit verbundenen Erkrankungen verdeutlichte, wie klein die Lücke zwischen normaler und pathologischer Angst ist. Zusätzlich zu geführten Touren für Erwachsene und Workshops für Kinder und Schulen boten verschiedene Veranstaltungen neben der Hauptausstellung dem Publikum die Gelegenheit sich mit Spezialisten aus dem Fachgebiet der Angstforschung auszutauschen und über offene Fragen zu debattieren. Die Ausstellung wurde zwischen März und Dezember 2014 an der Universität Genf sowie am zoologischen Museum in Zürich gezeigt, die Exponate waren auf Deutsch, Französisch und Englisch erklärt.