Emission Impossible

​Professor Jürg Fuhrer, Institut für Nachhaltigkeitswissenschaften, Agroscope:

"Emission Impossible ist ein Versuch, eine wichtige Zielgruppe für den Klimaschutz zu gewinnen. Dass wir dabei einen spielerischen Ansatz gewählt haben, stellte für uns Forscher Neuland dar. Das war eine Herausforderung, machte das Projekt aber auch besonders spannend."

Emission Impossible heisst das Computerspiel, das junge Landwirte und Landwirtinnen in der Ausbildung dafür sensibilisiert, ihren Betrieb klimafreundlich zu gestalten. Ziel dieses serious game ist es, durch clevere Entscheidungen möglichst wenig Treibhausgase auf dem Hof zu produzieren, gleichzeitig aber auch die Wirtschaftlichkeit zu berücksichtigen. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit des Oeschger-Zentrums für Klimaforschung der Universität Bern mit der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon, der Abteilung Game Gesign der Zürcher Hochschule der Künste und des Bildungszentrum für Landwirtschart Inforama.

Das Spiel erlaubt Simulationen von wichtigen Stoffflüssen auf dem Hof, beispielsweise von Stickstoff oder Kohlenstoff, in vereinfachter Form. Je nachdem wie die Spielenden den Betrieb führen – es gibt unter anderem verschiedene Optionen bei der Tierhaltung und dem Ackerbau – verändert sich die Produktion der Treibhausgase gemäss den von Klimaforschern und Agronomen gemeinsam entwickelten komplexen Modellen.