Veni, vidi, ludique

Véronique Dasen, Professorin für klassische Archäologie und Kunstgeschichte von der Universität Freiburg:

"Das lange Zeit vernachlässigte Studium von Spielsachen und Spielen als ein wertvolles Kulturgut erlaubt uns einen Einblick in die Gesellschaft im Verlauf der Geschichte. Die Zielgruppe unseres Projekts sind Menschen, die vielleicht nicht in Museen gehen oder Artikel über Forschungsresultate lesen."

Die Ausstellung des Projekts "Veni, Vidi, … Ludique", wurde von Véronique Dasen, Professorin für klassische Archäologie und Kunstgeschichte von der Universität Freiburg, und P.D. Dr Ulrich Schädler, Direktor des Schweizer Spielmuseums, realisiert. Sie präsentiert Forschungsergebnisse über Spiele und Spielzeug aller Lebensabschnitte in der römischen Antike in einer dreiteiligen Ausstellung im Musée romain de Nyon, im Schweizer Spielmuseum und im Musée romain de Vallon. Die drei Westschweizer Museen präsentieren die Ausstellung von 2014 bis 2016 mit jeweils eigenem thematischem Schwerpunkt.

Die Ausstellung setzt auf interaktive Wissensvermittlung und möchte die Museen damit zu lebendigen Labors mit Besuchern aller Altersgruppen machen. Auf diese warten geführte Touren unter wissenschaftlicher Leitung, Spiele zum Ausprobieren, ein Entdeckungsparcours für das Smartphone, thematische Workshops sowie eine Serie öffentlicher Debatten zwischen Wissenschaftlern und der Öffentlichkeit. Diskutiert werden Themen wie "Spiele und Gender" oder "Das Bild der Antike in modernen Spielen" oder auch was Kinder vor 2000 Jahren amüsierte, aber auch bildete.

Eine Neuauflage der Ausstellung ist ab September 2015 in Frankreich geplant (Bavay, Forum antique, 2015; Cholet, 2017; Lyon, Musée gallo-romain, 2017).