f) Akzeptieren alle Herausgeber, dass von ihnen veröffentlichte Texte auf einem institutionellen oder fachspezifischen Repositorium publiziert werden?

Die meisten Verlage (rund 90 %) akzeptieren die Selbstarchivierung von Publikationen. Je nach Verlag sind jedoch unterschiedliche Sperrfristen zu beachten. Diese können (in seltenen Fällen) bis zu fünf Jahre betragen, werden in manchen Fällen aber auch gar nicht verlangt. Eine Übersicht über die Praxis der Herausgeber findet sich auf der Sherpa/RoMEO-Website.

Da der SNF nur eine maximale Embargofrist von sechs Monaten für die offene Veröffentlichung von Artikeln bzw. von 24 Monaten für Bücher akzeptiert, raten wir den Forschenden, sich an die Herausgeber zu wenden, um die OA-Kriterien des SNF erfüllen zu können. Ist die Open-Access-Publikation gemäss den vorliegenden Vorschriften aus rechtlichen Gründen nicht möglich, so haben die Beitragsempfängerinnen und Beitragsempfänger den SNF im Rahmen der Berichterstattung auf Nachfrage zu informieren und zu dokumentieren.

Es ist zu beachten, dass das Publizieren auf Plattformen wie ResearchGate oder Academia nicht die Open Access-Kriterien des SNF erfüllt, da die Benutzer/innen sich dort registrieren müssen, was dem freien Zugang widerspricht. Die Plattformen verfolgen zudem ökonomische Ziele, indem sie die Benutzerdaten kommerziell nutzen, was der SNF nicht unterstützt. Auch die Veröffentlichung von Werken auf der eigenen Website erfüllt die OA-Kriterien des SNF nicht, da die langfristige Zugänglichkeit der Texte nicht gesichert ist.

Sherpa/RoMEO