q) Wie ist die Gesetzeslage mit Blick auf die Verwertungsrechte?

Da Publikationsfreiheit besteht, können Autor/innen frei entscheiden, wo sie ihre Forschungsresultate veröffentlichen wollen. Grundsätzlich basiert der Verlagsvertrag auf dem Obligationenrecht (OR) und dem zurzeit in Überarbeitung befindlichen Bundesgesetz über das Urheberrecht (URG). Zusätzlich wird das Urheberrecht über die einzelnen Verträge (Copyright Transfer Agreement, Licence to Publish), welche die Autor/innen mit dem Verlag abgeschlossen haben, und/oder durch allfällige Allgemeine Geschäftsbedingungen, denen sie zugestimmt haben, geregelt. Das Urheberrecht umfasst zwei Aspekte: Einerseits gibt es das Urheberrecht im eigentlichen Sinne (Art. 9 Abs. 1 URG), das der Anerkennung der Urheberschaft entspricht. Hier geht es um die Übertragung der Urheberrechte. Andererseits gibt es das Verwendungsrecht (Art. 9 Abs. 2 URG), das den Urhebern das ausschliessliche Recht zusichert zu bestimmen, ob, wann, wie und unter welchem Namen ihre Werke veröffentlicht werden. Hier geht es um die Lizenz.

Die Beitragsempfangenden sind verpflichtet, die mit Mitteln des SNF erzielten Forschungsresultate der Öffentlichkeit in geeigneter Weise zugänglich zu machen. Sie sind insbesondere gehalten, die Vorgaben des SNF zur öffentlichen Zugänglichkeit von wissenschaftlichen Publikationen, namentlich die Open-Access-Vorgaben, einzuhalten. (Art. 47 Beitragsreglement und Ziff. 11.9 ff. des Allgemeinen Ausführungsreglements zum Beitragsreglement).

Allgemeines Ausführungsreglement zum Beitragsreglement (PDF)