NFS "Quantenphotonik" (2001-2013)

NFS-Leiter: Prof. Marc Ilegems (2001-2005), Benoît Deveaud (2005 - 2013)

Heiminstitution: EPF Lausanne

Inhalt der Forschung und wichtigste Resultate

Der NFS Quantenphotonik war ein schweizerisches Netzwerk von Forschenden, die sich mit verschiedensten Aspekten der Quantenphotonik befassten. Die Doppelnatur des Lichts (Teilchen und Welle) ermöglicht es, das ganze Lichtspektrum auf mannigfaltige Weise für technische Anwendungen zu nutzen. Grundlagenorientierte und anwendungsnahe Forschungsprojekte untersuchen die unterschiedlichen Arten, wie Licht für eine spezifische Funktion genutzt werden kann. Licht kann erzeugt, ausgesendet, übertragen, moduliert, geschaltet, detektiert und gemessen werden.

Die Gruppe von Nicolas Gisin an der Universität Genf hat entscheidende Fortschritte auf dem Gebiet der quantenbasierten sicheren Kommunikation (Quantenkryptographie). Die enge Zusammenarbeit mit dem Team von Hugo Zbinden und dem Start-up-Unternehmen ID-Quantique erlaubte, die Forschungsresultate in realen Anwendungen umzusetzen, z.B. bei der quantengesicherten Übermittlung der Genfer Wahlresultate über das Netz der Swisscom. Die Gruppe von Tobias Kippenberg ist an der Spitze des neuen Gebiets Quanten-Optomechanik, die Quanten-Interaktion des Lichts mit einem mechanischen Oszillator. Die Gruppe von Jérôme Faist lieferte im Laufe der 12 Jahre dieses NFS laufend neue Resultate ihrer Quantenkaskadenlaser. Die Fortschritte bei der Entwicklung eines QCL bei Raumtemperatur wurden an die Start-up-Firma AlpesLasers übertragen. Der Gruppe von Benoît Deveaud gelang die erste Demonstration der Bose Einstein Kondensation im festen Zustand mit Cavity-Polaritonen, einer neuen Art von Quasiteilchen in Festkörpern. Sie trug auch sehr aktiv zum Nachweis der superflüssigen Natur der Polaritonkondensate bei.

Übersicht NFS-Projekte und beteiligte Forschungsgruppen (englisch, PDF, 36 KB)