SNSF Consolidator Grants stossen auf grosse Nachfrage

26.05.2014

Dieses Bild zeigt einen Forscher mit Apparaturen im Gebirge. ©  PermaSense Project

Auch die zweite Übergangsmassnahme, die der SNF als befristeten Ersatz für die Forschungsförderung auf europäischer Ebene lanciert hat, stösst auf grosse Nachfrage. 111 Forschende haben Gesuche für SNSF Consolidator Grants eingereicht.

Seit der Annahme der "Masseneinwanderungsinitiative" können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die in der Schweiz forschen wollen, beim European Research Council (ERC) keine Gesuche mehr für Grants einreichen. Daher hat der SNF zwei Übergangsmassnahmen lanciert: zunächst die SNSF Starting Grants und nun die SNSF Consolidator Grants. 111 Forschende haben bis am 20. Mai die zweite Chance genutzt. Der beantragte Gesamtbetrag beläuft sich auf 216 Millionen Franken. Die Nachfrage liegt wie schon bei den SNSF Starting Grants im Rahmen der Erwartungen bzw. entspricht in etwa der Eingabe beim ERC im Vorjahr (2013: 105 Gesuche von Forschenden in der Schweiz).

Maximal 2 Millionen Franken pro Projekt

Die SNSF Consolidator Grants richten sich an Forschende mit sieben bis zwölf Jahren Erfahrung seit Abschluss ihrer Promotion und einer sehr vielversprechenden wissenschaftlichen Erfolgsbilanz.  Die Grants sollen ihnen eine unabhängige und selbständige Forschung sowie die Konsolidierung ihres Teams ermöglichen. Sie arbeiten an einer Schweizer Forschungsinstitution oder sind mit diesen in Verhandlung. Der Beitrag pro Projekt beträgt maximal zwei Millionen Franken, die Laufzeit bis zu fünf Jahre.

Breite Verteilung der Gesuche

Die SNSF Consolidator Grants stehen sämtlichen wissenschaftlichen Disziplinen offen. Am stärksten vertreten sind die Mathematik und die Natur- und Ingenieurwissenschaften mit 56 Gesuchen, gefolgt von Biologie und Medizin (34 Gesuche) und den Geistes- und Sozialwissenschaften (21 Gesuche). 103 der Gesuche kommen von Forschenden, die bereits an einer Forschungsinstitution in der Schweiz engagiert sind; acht Gesuchstellende arbeiten heute im Ausland und würden bei einer positiven Beurteilung ihr Forschungsprojekt an einer Institution in der Schweiz durchführen. Die Schweizer Staatsbürgerschaft besitzen rund 40 Prozent der Gesuchstellenden, was die hohe Internationalität des Forschungsplatzes Schweiz widerspiegelt.

Neun Forschende aus der Schweiz haben parallel zur Eingabe beim SNF auch ein Gesuch für die ERC Consolidator Grants eingereicht mit der Absicht, ihren Forschungsstandort allenfalls ins Ausland zu verschieben.

Die häufigsten Heiminstitutionen der Gesuchstellenden sind: Universität Zürich: 19; ETH Lausanne: 16; Universität Genf: 14; Universität Bern: 12; Universität Fribourg: 8; ETH Zürich: 7; Paul Scherrer Institut: 7; Universität Basel: 6; Universität Lausanne: 5; Universität Lugano: 3; Universität Neuenburg: 3; Fachhochschule Nordwestschweiz: 2; Empa: 2; andere Forschungsinstitutionen: 7.

Der SNF wird die eingegangenen Gesuche in den kommenden Monaten evaluieren und die Förderungsentscheide im Januar 2015 kommunizieren.

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