Software zur Erkennung von Plagiaten: Bilanz nach zweijährigem Einsatz

07.07.2013

Der SNF hat insgesamt sechs Fälle von Plagiaten in Gesuchen behandelt, die zwischen Oktober 2010 und Oktober 2012 eingereicht worden sind. Drei wurden von Experten entdeckt, drei weitere von der neu vom SNF eingesetzten Software.

Aufgrund mehrerer Plagiatsfälle in den Gesuchen der letzten Jahre setzt der SNF seit Oktober 2010 eine Software für Textvergleiche ein. Die Software erlaubt eine vertiefte Analyse von "verdächtigen" Gesuchen im Hinblick auf darin vermutete Plagiate, indem sie deren Inhalte mit Texten im Internet und mit Datenbanken wissenschaftlicher Literatur vergleicht. Zudem wird sie vom SNF zur systematischen Überprüfung einer bestimmten Anzahl von zufallsmässig ausgewählten Gesuchen eingesetzt (aktuell 5% der eingereichten Gesuche).

Der SNF verfügt nun über eine zweijährige Erfahrung mit der Software. In dieser Zeit wurde sie zur Analyse von drei Plagiatsfällen verwendet, welche von den evaluierenden Expertinnen und Experten gemeldet wurden. Zudem hat die Software im Rahmen der systematischen Überprüfung drei weitere Plagiatsfälle zu Tage gefördert. Diese Fälle wurden entsprechend des geltenden Reglements mit Sanktionen belegt.

Der Bericht "Plagiatsfälle und inkorrekte Quellenangaben in SNF-Gesuchen" stellt die Untersuchungspraxis des SNF dar und beschreibt die behandelten Fälle seit Einführung der Software. Die Software hat sich als nützliches Instrument zur Analyse von Plagiaten in Gesuchen erwiesen, daher wird sie vom SNF auch in Zukunft eingesetzt.

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