ERA-NET E-Rare: Zwei Projekte mit Schweizer Beteiligung bewilligt

10.12.2013

Dieses Bild zeigt eine Forscherin in einem medizinischen Labor.© Keystone

Die Koordinationsinitiative E-Rare lancierte ihre 5. Ausschreibung für europäische Forschungsprojekte zu seltenen Krankheiten. An dieser Ausschreibung waren Förderungsinstitutionen und Ministerien aus 14 Ländern beteiligt. Unter den zwölf ausgewählten Projekten sind zwei mit Schweizer Beteiligung.

​179 Gesuche aus insgesamt 14 Ländern wurden in einem strengen Auswahlverfahren evaluiert. Beide Projekte mit Schweizer Beteiligung werden für drei Jahre von den Förderungsorganisationen der Partnerländer sowie vom SNF finanziert.

Das Projekt EURIMICRO über "Primary monogenic microcephalies: from genetics to physiopathology and clinics" mit der Schweizer Forscherin Anita Rauch (Universität Zürich) will die molekularen Mechanismen und die Pathophysiologie untersuchen, die der primären Mikrozephalie (PM) zugrunde liegen. PM ist eine seltene Erkrankung mit einem heterogenen  Krankheitsbild, deren Ursache in der unzureichenden Produktion von reifen Nervenzellen liegt. Am Konsortium beteiligt sind Forschende aus fünf Ländern (Frankreich, Belgien, Deutschland, Grossbritannien und die Schweiz). Dessen Ziel ist es, die Behandlung von Patienten mit PM zu verbessern und ein wissenschaftliches Ressourcenzentrum für diese aufzubauen.

Carsten Wagner (Universität Zürich) arbeitet mit Partnern aus Kanada und Deutschland am Projekt IIH-ECC "Idiopathic Infantile Hypercalcemia: European-Canadian Consortium". Das Augenmerk dieses Projekts liegt auf der idiopathischen infantilen Hyperkalzämie (IIH), einer seltenen genetischen Krankheit, die durch Hyperkalzämie und Nephrokalzinose gekennzeichnet ist. Die langfristigen Folgen der Krankheit sind unbekannt und die Therapiemöglichkeiten begrenzt. Das Konsortium versucht, bessere Diagnose-, Monitoring- und langfristige Überwachungsmethoden zur Verfügung zu stellen sowie neue Ansätze zur Behandlung von IIH und verwandten hyperkalzämischen Krankheiten zu entwickeln.

Kontakt 
Abteilung: Biologie und Medizin
Claudia Rutte
E-Mail claudia.rutte@snf.ch