819 Millionen Franken für Grundlagenforschung

05.05.2014

Dieses Bild zeigt drei Forscherinnen des Botanischen Instituts der Universität Bern bei der Arbeit. © Severin Nowacki

Der Schweizerische Nationalfonds (SNF) konnte 2013 mit 819 Millionen Franken so viel wie noch nie in die Grundlagenforschung investieren. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Zuwachs von mehr als acht Prozent.

​Gemäss dem neuen Jahresbericht bewilligte der SNF im vergangenen Jahr über 3400 Forschungsvorhaben im Umfang von 819 Millionen Franken. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Zunahme von 64 Millionen Franken respektive acht Prozent (2012: 755 Mio. CHF). Die zusätzlichen Mittel flossen primär in medizinische Langzeitstudien, Forschungsinfrastrukturen und in die Nachwuchsförderung.

Mit 40 Prozent erhielt der Bereich Biologie und Medizin, wie schon in den Vorjahren, den grössten Teil der bewilligten Gelder. Auf den Bereich Mathematik, Natur- und Ingenieurwissenschaften entfielen 33 Prozent und auf die Geistes- und Sozialwissenschaften 27 Prozent.

Stabilisierung der Gesuchszahlen

Mit 416 Millionen Franken setzte der SNF 2013 mehr als die Hälfte der Mittel für sein Hauptinstrument ein, die Projektförderung. Damit ermöglicht er zahlreichen Forschenden die Realisierung neuer Ideen. Zwischen 2005 und 2011 ist die Zahl der Gesuche in diesem Bereich laufend gestiegen, insgesamt um 37 Prozent. In den letzten zwei Jahren hat sie sich auf hohem Niveau stabilisiert.

Engagement für den Nachwuchs

Der SNF förderte 2013 via Projekte und Programme insgesamt rund 4500 Doktorierende und 2500 Postdocs. Zudem unterstützte er im Rahmen der Karriereförderung über 1100 Nachwuchsforschende, die eine akademische Laufbahn anstreben, mit 180 Millionen Franken.

"Wir müssen talentierte junge Leute für die Forschung gewinnen und dafür sorgen, dass die Rahmenbedingungen stimmen", sagt Martin Vetterli, Präsident des Nationalen Forschungsrats. 2013 hat der SNF diverse Massnahmen umgesetzt, um die Rahmenbedingungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Schweiz zu verbessern. Dazu gehören Rückkehrbeiträge bei Auslandstipendien, familienunterstützende Massnahmen und die Anhebung der Doktorierendensaläre um sieben Prozent.

"Der SNF blickt auf ein sehr erfreuliches 2013 zurück, aber es bleibt gerade auch in der Nachwuchsförderung noch einiges zu tun", zieht Martin Vetterli Bilanz. In seinem nächsten Mehrjahresprogramm, das der SNF gegenwärtig erarbeitet, wird die Nachwuchsförderung deshalb einen Schwerpunkt darstellen.

Der Schweizerische Nationalfonds (SNF)

Der SNF unterstützt jährlich über 3400 Projekte, an denen rund 14'000 Forschende beteiligt sind. Er ist damit die wichtigste Schweizer Institution zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung. Im Zentrum seiner Tätigkeit steht die Evaluation von Forschungsgesuchen. Mit der kompetitiven Vergabe öffentlicher Forschungsgelder trägt der SNF zur hohen Qualität der Schweizer Forschung bei. Im Auftrag des Bundes fördert er alle wissenschaftlichen Disziplinen, von Geschichte über Medizin bis zu den Ingenieurwissenschaften.

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