Der SNF setzt erste Übergangsmassnahme erfolgreich um: 27 SNSF Starting Grants an junge Forschende vergeben

21.11.2014

Zwei Forscherinnen im Labor. © SNF

27 hervorragende junge Forschende erhalten einen SNSF Starting Grant. Finanzierung und Dauer des Beitrags sowie die Beitragsbedingungen sind ähnlich wie bei den Grants des European Research Council (ERC). Mit dieser Übergangsmassnahme hat der SNF für Forschende in der Schweiz einen adäquaten Ersatz für die ERC-Beiträge bereitgestellt.

​Der SNF führte im März dieses Jahres die Temporary Backup Schemes (TBS) ein. Damit konnten sich exzellente Forschende, die an einer Schweizer Forschungsinstitution arbeiten oder dies planen, beim SNF um Beiträge bewerben, die mit den "frontier research grants" des ERC vergleichbar sind. Diese Massnahme wurde nötig, nachdem die Schweiz von Ende Februar bis Mitte September 2014 vom Forschungsprogramm Horizon 2020 und damit auch von den Beiträgen des ERC ausgeschlossen worden war. Bei der Umsetzung der SNSF Starting Grants (StG) und der SNSF Consolidator Grants (CoG) hat der SNF das Gesuchseingabe- und Auswahlverfahren soweit wie möglich den Prozessen beim ERC angeglichen.

Erfolgsquote von knapp 20%

Die Ergebnisse des Auswahlverfahrens zu den SNSF Starting Grants liegen jetzt vor. Der SNF hat 142 von 145 eingereichten Gesuchen in einem zweistufigen Verfahren beurteilt. Nach der ersten Evaluationsphase wurden 55 junge Forschende dazu eingeladen, ihre Projekte in einer zweiten Phase einem eigens gebildeten Panel zu präsentieren und dessen Fragen zu beantworten. Bei der Endauswahl wurde viel Wert darauf gelegt, dass die geplante Forschung bahnbrechende Ergebnisse in Aussicht stellt und die bzw. der Forschende über die Fähigkeit verfügt, ein Projekt von hoher Originalität durchzuführen. Schliesslich wurden 27 Projekte gutgeheissen: 5 Projekte in den Geistes- und Sozialwissenschaften, 10 Projekte in den Life Sciences und 12 Projekte in den Physik- und Ingenieurwissenschaften. Dies entspricht einer Erfolgsquote von 19%. Rund 25% der Gesuche wurden von Frauen eingereicht; der Anteil erfolgreicher Gesuchstellerinnen lag bei 22%. Zwei der geförderten Wissenschaftler werden zudem aufgrund des Beitrags in die Schweiz ziehen.

Mehr als 40 Million Franken budgetiert

Die Forschenden konnten bis zu 1,5 Millionen Franken (ohne Overhead) für ihre fünfjährigen Projekte beantragen. Das Gesamtbudget für die 27 finanzierten Projekte beläuft sich auf 40,6 Millionen Franken. Zur Deckung ihrer Overheadkosten erhalten die Gastinstitutionen eine zusätzliche Finanzierung von 15%.

Die 27 SNSF Starting Grants verteilen sich wie folgt auf die Hochschulen: Universität Basel 4, Universität Bern 2, Universität Freiburg 1, Universität Genf 2, Universität Lausanne 1, Universität Zurich 8, EPF Lausanne 4, ETH Zürich 3, Friedrich Miescher Institut 1, Paul Scherrer Institut 1.

In der Schweiz tätige Forschende können seit dem 15. September 2014 wieder beim ERC Forschungsgesuche einreichen. Daher wird der SNF die SNSF Starting Grants nicht nochmals ausschreiben.

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