Fast 850 Millionen Franken für Grundlagenforschung

19.05.2015

2014 investierte der SNF mit 849 Millionen Franken mehr als je zuvor in neue Projekte der Grundlagenforschung und die Förderung von jungen Forschenden.

​Der SNF hat 2014 insgesamt 3469 Gesuche von Forschenden mit einem Gesamtbetrag
von 849 Millionen Franken bewilligt. Gemäss seinem eben publizierten Jahresbericht liegt dieser Betrag fast 4% über dem Vorjahreswert. Hinzu kamen die "Temporary Backup Schemes" mit rund 92 Millionen Franken. Diese lancierte der SNF als Übergangsmassnahme für den vorübergehenden Ausfall von EU-Förderungsgeldern. Insgesamt waren 2014 rund 14‘000 Forschende in SNF-finanzierten Projekten involviert.

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil von Mathematik, Natur- und Ingenieurwissenschaften an den 849 Millionen Franken um 5% auf 38% gestiegen. Damit liegt er erstmals seit Jahren über dem Anteil von Biologie und Medizin (37%). Hauptgrund dafür sind das neu lancierte Nationale Forschungsprogramm "Energiewende" und die neue Serie Nationaler Forschungsschwerpunkte. Auf den Bereich der Sozial- und Geisteswissenschaften entfielen 25%.

Universitäten und ETH: Jeder dritte Forschende stellt ein SNF-Gesuch

Der SNF ist nur eine von verschiedenen Finanzierungsquellen für Forschende in der Schweiz. Insgesamt entsprechen die SNF-Beiträge ungefähr 15% der gesamten Forschungsförderung an Schweizer Hochschulen. Gemäss eigener Berechnungen reicht rund ein Drittel aller Forschenden an Universitäten und ETHs Forschungsgesuche beim SNF ein oder verfügt über einen laufenden Beitrag.

Am höchsten ist dieser Anteil im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und in den technischen Wissenschaften (MINT-Fächer), gefolgt vom Bereich Biologie und Medizin. In den Geistes- und Sozialwissenschaften ist der Anteil ungleichmässig verteilt. Insofern besteht in zahlreichen Disziplinen der Geistes- und Sozialwissenschaften bezüglich Gesuchseingaben beim SNF ein Steigerungspotenzial. Dies gilt ganz allgemein auch für die Forschenden an Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen.