Wissenschaft erklären: Kürzer, farbiger, respektloser

07.12.2015

In der Digitalsphäre werden Geschichten aus der Forschung anders erzählt. Populäre Beiträge erreichen Millionen Menschen.

(Aus "Horizonte" Nr. 107 Dezember 2015)​​​

Wer erklärt die Wissenschaft? Im Internet etablieren sich gerade neue Kanäle, sei es in Blogs oder in den sozialen Medien, da wird eine junge Generation gewissermassen durch die mediale Hintertür erreicht. Betrieben werden diese Kanäle nicht selten von Quereinsteigern und Wissenschafts- Amateuren, die persönlichen Leidenschaften nachgehen und ein sicheres Gespür dafür haben, wie die Aufmerksamkeitsökonomie funktioniert.Das Netz liebt Leichtverdauliches aus den Labors und Studierstuben, unglaubliche Experimente, verrückte Wissenschaftler, niedliche Biologie und Witze über chemische Bindungen. Ob das eine Chance oder eine Gefahr für die «echte» Wissenschaft ist, darüber wird leidenschaftlich diskutiert, während die kommende Generation ganz automatisch ein offeneres Bild von Wissenschaft vermittelt bekommt. Drei Porträts von Wissenschaftskommunikatoren, die typisch sind für diese Szene.

Das Facebook-Phänomen

Elise Andrew
26 Jahre alt
Midland, Kanada
facebook.com/IFeakingLoveScience
22 Millionen Likes

Der Erklärer

Philipp Dettmer
29 Jahre alt
München
youtube.com/Kurzgesagt
5 Millionen Visits pro Monat

 

Bloggender Slammer

André Lampe, 35 Jahre alt
Berlin, scienceblogs.de/diekleinendinge