Trauen Sie nicht allen Angeboten zur Publikation ihrer Forschung!

08.09.2016

Der Name des SNF wird zuweilen missbraucht, um Forschende mit zweifelhaften Angeboten zu teuren Publikationen zu verleiten.

Mehrere Forschende haben den SNF in den letzten Monaten darauf aufmerksam gemacht, dass sie von Agenturen, die sich auf den SNF beziehen, Publikationsangebote erhalten haben. Der SNF wird dabei in einem unklaren Zusammenhang erwähnt und manchmal gar missbräuchlich der Eindruck einer Zusammenarbeit erweckt. Damit wird versucht, die Forschenden dazu zu verleiten, einen Artikel in der angebotenen Zeitschrift zu veröffentlichen.

Angebote dieser Art laufen in der Regel nach dem folgenden Muster ab: Die Forschenden erhalten einen Telefonanruf von einer Person, die vorgibt, im Auftrag des SNF oder in Verbindung mit dem SNF eine wissenschaftliche Veröffentlichung zu ermöglichen. Manchmal wird auch das Argument verwendet, dass für eine der nächsten Ausgaben ein Beitrag eines SNF-Vertreters geplant sei. Die Person ist typischerweise sehr aufdringlich und hartnäckig und nicht bereit, das Publikationsangebot und die Tarife per E-Mail zu bestätigen. Die Preise sind überhöht und die Forschenden müssen sich sehr schnell entscheiden.

Empfehlung: Keine schnellen Zusagen

Der SNF empfiehlt Forschenden, solche Angebote mit grösster Vorsicht zu behandeln und keine Zusagen zu machen, ohne sich vorher genau über die Zeitschrift oder den Verlag zu informieren. Wir wären Ihnen zudem dankbar, wenn Sie uns per E-Mail darüber informieren könnten, wenn der SNF im Zusammenhang mit solchen Anfragen erwähnt wird (com@snf.ch). Bei Unsicherheiten können Sie uns jederzeit kontaktieren.

Spam in der Forschung

Es ist ein weit verbreitetes Phänomen, dass Forschende aufgefordert werden, in zweifelhaften Zeitschriften zu publizieren oder an fragwürdigen Konferenzen teilzunehmen (ohne Erwähnung des SNF). Bei solchen Anfragen handelt es sich meist um Spam. Online gibt es verschiedene Listen, die zweifelhafte Zeitschriften oder Verlage aufführen und Forschende bei der Überprüfung von Angeboten unterstützen (siehe unten aufgeführte Beispiele).

Ihre Erfahrung interessiert uns!

Das Forschungsmagazin "Horizonte", das gemeinsam vom SNF und den Akademien der Wissenschaften Schweiz herausgegeben wird, befasst sich in seiner nächsten Ausgabe mit Spam im Wissenschaftsbereich. Wären Sie bereit, Ihre Erfahrungen mit uns zu teilen (auf Wunsch auch anonym)? Bitte schicken Sie bis am 16. September Beispiele und Berichte an horizonte@snf.ch und schauen Sie sich die Ergebnisse unserer Kurz-Umfrage auf Twitter an.

​​Kontakt

Abteilung Kommunikation
E-Mail com@snf.ch