Ein Nobelpreis-Träger, der seit 1989 vom SNF gefördert wird

05.10.2017

Portrait der drei Nobelpreisträger für Chemie 2017

Der Nobelpreis für Chemie 2017 zeichnet mit Jacques Dubochet einen Forscher aus, der seit langem vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstützt wird. Insgesamt hat der SNF seit 1989 zehn Projekte des Preisträgers finanziert.

"Eine fantastische Nachricht!" So reagierte Matthias Egger, Präsident des FNS, auf die Wahl des Nobel-Komitees. "Diese Auszeichnung ist das beste Argument für eine unabhängige und internationale Grundlagenforschung in der Schweiz".

Dies ist der erste Nobelpreis, der seit 2002 an einen in der Schweiz aktiven Forschenden verliehen wird. An einer Pressekonferenz in Lausanne äusserte Jacques Dubochet seine "grosse Wertschätzung" gegenüber der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften, hinzufügend: "Ich bin aber nicht allein, es ist eine kollektive Anstrengung."

"Ich bin begeistert, dass die Entwickler und Treiber der biologischen Kryoelektronenmikroskopie mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurden", sagt Professor Dr. Kaspar Locher, SNF-Forschungsrat vom Institute of Molecular Biology and Biophysics der ETH Zürich. "Die Methode hat die Strukturbiologie revolutioniert und wird höchstwahrscheinlich auch in der Zellbiologie zu grossen Veränderungen führen. Dank den Erkenntnissen von Dubochet, Frank und Henderson (und anderen in ihrem Gebiet) können wir Zellstrukturen und Makromoleküle heute mit unglaublicher Präzision abbilden. Die Anwendungsgebiete der Technologie sind sehr vielfältig, und wir verdanken sie der Grundlagenforschung, die ihre Entwicklung vorangetrieben hat."

Die zehn vom SNF unterstützten Projekte Jacques Dubochets seit 1989

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