Physik-Nobelpreis bestätigt langfristige Forschungsförderung des SNF

09.10.2019

Der Nobelpreis für Michel Mayor und Didier Queloz würdigt die in der Schweiz geleistete Forschung zu Exoplaneten. Der SNF unterstützt ihre Arbeit seit langem.

"Der Nobelpreis würdigt die Grundlagenforschung, die nur mit öffentlichen Mitteln finanziert werden kann", sagt Matthias Egger, Präsident des Nationalen Forschungsrats des SNF. "Er zeigt, wie aus reiner Neugier erforschte fremde Welten die Menschheit inspirieren. Wir sind stolz, Michel Mayor und Didier Queloz über viele Jahre gefördert zu haben."

Dem SNF dankbar

Michel Mayor hat seit 1977 vom SNF finanzielle Unterstützung erhalten, Didier Queloz seit 1999 (als Mitarbeiter in einem Projektteam sogar seit 1989). Die Entdeckung des ersten Exoplaneten 1995 verlieh diesem Forschungsgebiet in der Schweiz zusätzlichen Schwung, und 2014 lancierte der SNF den Nationalen Forschungsschwerpunkt (NFS) PlanetS. Michel Mayor ist Mitglied des Beirats dieses Forschungsschwerpunkts, Didier Queloz Mitglied von PlanetS.

In einem Interview mit dem Schweizer Fernsehen nach der Preisverkündigung hat Michel Mayor dem SNF und der Universität Genf ausdrücklich gedankt. "Sie haben unsere Arbeit schon finanziert, als die Forschung zu Exoplaneten noch nicht den heutigen Nimbus hatte."

Ein Menschheitstraum

An einer Veranstaltung des SNF erklärte Michel Mayor 2014 die Bedeutung und den Zweck seiner Grundlagenforschung: "Die Planetenforschung regt die Menschen zum Träumen an und geht grundlegenden Fragen zur Existenz von Leben nach, auf die schon seit der Antike Antworten gesucht werden. Dies schafft in der ganzen Gesellschaft mehr Unterstützung für die Grundlagenforschung!" Für ihn ist der Nationale Forschungsschwerpunkt PlanetS "ein sehr gutes Instrument, um die Planetenforschung in der Schweiz zu koordinieren und die enge Zusammenarbeit der Hochschulen in diesem Bereich zu unterstützen".

Diese Ansicht vertrat auch die Presse am Tag nach der Verkündigung des Preises für die beiden Schweizer Physiker. "Mit dem Forschungsschwerpunkt PlanetS sorgt der Schweizerische Nationalfonds seit 2014 dafür, dass dieses zukunftsträchtige Forschungsfeld eine ausreichende finanzielle Unterstützung erhält", schreibt etwa die NZZ.

Kontakt NFS PlanetS

Universität Bern
Barbara Vonarburg
Tel.: +41 31 631 32 39
E-Mail barbara.vonarburg@space.unibe.ch

Universität Genf
Pierre Bratschi
Tel.: +41 22 379 23 54
E-Mail Pierre.Bratschi@unige.ch