Spark: Weitere 28 originelle Projekte ausgewählt

16.12.2020

Das innovationsfördernde SNF-Instrument Spark schliesst die Pilotphase ab. Es trägt zu mehr wissenschaftlicher Vielfalt bei, wie die 28 neuen Projekte zeigen.

Im Jahr 2019 hat der SNF das Pilot-Förderinstrument Spark lanciert. Damit unterstützt er Projekte, die neue und unkonventionelle wissenschaftliche Ansätze, Methoden und Ideen innert kurzer Zeit testen oder entwickeln. Anhand einer doppelblinden Evaluation stellt der SNF sicher, dass sich die Beurteilung der Gesuche auf die Idee fokussiert. Dabei ist es für die Gesuchstellenden nicht nötig, sich auf bereits vorhandene Daten zu stützen. Zudem ist es explizit erwünscht, Risiken einzugehen.

2020 wurde wiederum eine Spark-Ausschreibung durchgeführt. In einer ersten Evaluationsrunde wählte der SNF 73 Projekte aus. Da viele Gesuche nicht genügend anonymisiert waren, kam es zu einer zweiten Ausschreibung (siehe Kasten).

28 neue Projekte, grosse Themenbandbreite

263 Forschende haben ihr Gesuch im Rahmen der zweiten Evaluationsrunde der Ausschreibung 2020 wiedereingereicht. Knapp 54 Prozent der Gesuchstellenden sind jünger als 40 Jahre. Rund 85 Prozent haben keine Professur inne und circa 69 Prozent haben noch nie eine finanzielle Unterstützung vom SNF erhalten. Dazu SNF-Direktorin Angelika Kalt: "Das Prinzip von Spark scheint sich zu bewähren. Wir haben zahlreiche Projektbewerbungen von jungen Forscherinnen und Forschern sowie von neuen Gesuchstellenden erhalten. Damit wird eines unserer Ziele, die Wissenschaft noch vielfältiger zu machen, erreicht."

In der zweiten Evaluationsrunde von 2020 hat der SNF nun 28 Projekte ausgewählt. Die grosse Mehrheit dieser Projekte hat eine Laufzeit von zwölf Monaten. Die bewilligten Projekte werden zwischen dem 1. Januar und 1. April 2021 beginnen und erhalten insgesamt 2,72 Millionen Franken.

Erneut ist die Bandbreite der Themen sehr gross. Drei Beispiele:

  • Andrea Vernengo testet am AO Forschungsinstitut in Davos eine neue 3-D-Druck-Methode zur Herstellung von künstlichem Bandscheiben-Gewebe.
  • Anhand des Theaterstücks "The Enchanted Island" von Jewgeni Kharitonow untersucht Alexander Markin an der Universität Zürich den Beitrag von Behinderten und Minderheiten zur späten sowjetischen Mainstream-Kultur.
  • Manuel Chevalier prüft an der Universität Lausanne, ob raumzeitliche Paläoklima-Modelle anhand räumlicher Unsicherheiten in Daten von fossilen Pollen verbessert werden können, um bessere Vorhersagen der Auswirkungen des Klimawandels zu ermöglichen.

Evaluation der Pilotphase

Die Pilotphase von Spark ist mit dieser zweiten Ausschreibung zu Ende gegangen. Im Verlaufe des nächsten Jahres evaluiert der SNF das Förderinstrument im Detail. Deshalb wird 2021 keine Ausschreibung durchgeführt. Basierend auf den Resultaten der Evaluation und dem zur Verfügung stehenden Budget wird der SNF danach entscheiden, ob er das Förderinstrument Spark langfristig anbieten wird.

Zweite Runde 2020 wegen unzureichender Anonymisierung

Um eine Doppelblind-Evaluation zu ermöglichen, müssen die Gesuche vollständig anonym sein. Knapp 30 Prozent der Gesuche, die bis zum 11. März 2020 eingereicht wurden, enthielten in den Metadaten des Projektbeschriebs (Dokumenteigenschaften des PDF-Dokuments) Angaben zu den Gesuchstellenden, sodass die Anonymität nicht vollständig gewährleistet war. Die unüblich hohe Anzahl an zurückgewiesenen Gesuchen liess darauf schliessen, dass die strengen Anforderungen zur Anonymisierung nicht eindeutig verstanden wurden. Der SNF überarbeitete die Richtlinien und lud die betroffenen Forschenden ein, ihre Gesuche – vollständig anonymisiert – im Juni 2020 wiedereinzureichen.

Spark-Webseite

Kontakt

Abteilung Interdisziplinäre und Internationale Zusammenarbeit (InterCo)
E-Mail spark@snf.ch