NFS Affektive Wissenschaften 

Die Wissenschaft hat menschliches Verhalten oft als Resultat rationaler Entscheidungsprozesse erklärt. Doch in letzter Zeit ist ein Paradigmenwechsel zu beobachten: Der Einfluss emotionaler Faktoren auf Urteilsprozesse und Verhalten wird immer eindeutiger nachweisbar – nicht nur in der wissenschaftlichen Forschung, sondern auch in der Praxis von Politik und Wirtschaft.

Der Nationale Forschungsschwerpunkt «Affektive Wissenschaften – Emotionen im individuellen Verhalten und sozialen Prozessen»  ist weltweit eines der ersten interdisziplinären Forschungsnetze, das die Emotionen umfassend untersucht. Die Erforschung der psychobiologischen Emotionsmechanismen kann zu einer Verbesserung der körperlichen und psychischen Gesundheit beitragen, das Wohlbefinden am Arbeitsplatz und im Familienleben steigern und die Entwicklung der Fähigkeit zur Emotionsregulation fördern.

Die NFS-Mitglieder kommen aus den Gebieten der Anthropologie, Geschichte, Neurologie, Philosophie, Psychologie, Recht, Religion und Wirtschaft. Das Projekt assoziiert fünf Schweizer Universitäten. In 11 Teilprojekten wird die Entstehung und Wahrnehmung von Gefühlen, ihre Kontrolle und ihre sozialen Funktionen erforscht. Begleitend dazu entwickeln die beteiligten Forschenden neue Methoden und Instrumente. Projektübergreifende Module integrieren die Ergebnisse aus den Einzelprojekten in drei zentralen Themenbereichen: pro- und antisoziales Verhalten (Gewalt), Unterschiede zwischen den Geschlechtern und emotionale Entwicklung im Lebensverlauf. Enge Partnerschaften mit öffentlichen und privaten Organisationen aus Politik, Wirtschaft und Gesundheitswesen gewährleisten den Übergang der Forschungsresultate zur Anwendung. Zudem hat der NFS Affektive Wissenschaften ein Graduiertenkolleg und ein Postdoktorierendenprogramm aufgebaut, um so die nächste Generation interdisziplinärer Forscher in den affektiven Wissenschaften auszubilden.

Finanzen
2005 – 2008:
CHF 20'755'776 (Beitrag SNF: 10'000'000, Eigen-/Drittmittel: 10'755'776)

Zu diesem Thema

Kontakt

NFS-Leiter
Prof. Klaus Scherer
Centre Interfacultaire en Sciences Affectives (CISA)
Université de Genève
7, rue des Battoirs
CH-1205 Genève
Tel.: + 41 22 379 92 11 / 98 00
Fax : + 41 22 379 98 44
E-Mail: Klaus.Scherer@unige.ch

Kontakt
Dr. David Sander
Centre Interfacultaire en Sciences Affectives (CISA)
Université de Genève
7, rue des Battoirs
CH-1205 Genève
Tel.: + 41 22 379 92 12 / 98 00
Fax: + 41 22 379 98 44
E-Mail: David.Sander@unige.ch

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