Die digitale Revolution hat eine neue, bildgestützte Gesellschaft hervorgebracht. In noch nie da gewesener Weise benutzen wir Bilder nun auch für die universelle Kommunikation und als Instrument der Wissensvermittlung. Wie wirkungs- und machtvoll Bilder schon waren und sind, zeigt sich nicht zuletzt darin, dass sie immer wieder gestürzt und verboten wurden – und werden.
Das Wissen um Besonderheiten, Funktionen sowie Macht und Wirkung der Bilder hat mit der Entwicklung nicht Schritt gehalten. Der Nationale Forschungsschwerpunkt «Bildkritik – Macht und Bedeutung der Bilder» (auch eikones genannt) schenkt den Bildern die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Seine zentralen Fragen lauten: Wie erzeugen Bilder Sinn – in der Wissenschaft, im Alltag und in der Kunst? Was beeinflusst sie und wie beeinflussen sie? Wo ist ihre ureigene, unersetzbare Macht?
Ansätze zur Klärung kommen aus den Geistes-, Natur- und Technikwissenschaften. Der NFS baut Brücken zwischen den Disziplinen, innerhalb der Universität Basel sowie zwischen verschiedenen schweizerischen und internationalen Universitäten, Hochschulen, Forschungsinstitutionen, Museen und Sammlungen. Der NFS will Institutionen, die sich mit dem Bild beschäftigen, in einen Dialog einbinden und die gemeinsamen Erkenntnisse der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.
Finanzen
2005 – 2008:
CHF 14'966'800 (Betrag SNF: 7'100'000; Eigen-/Drittmittel: 7'866'800)