Der Nationale Forschungsschwerpunkt «Nord-Süd – Forschungspartnerschaften zur Linderung von Syndromen des Globalen Wandels» fördert einen transdisziplinären Ansatz in der Forschung zur nachhaltigen Entwicklung. Die Forschungsprojekte sind so konzipiert, dass Erkenntnisse und Methoden der traditionellen wissenschaftlichen Disziplinen zur Bewältigung von realen Problemen der heutigen Welt zweckmässige Anwendung finden. Forschende aus sozialwissenschaftlichen, naturwissenschaftlichen und technischen Fachgebieten arbeiten eng zusammen, um neue Herangehensweisen zu entwerfen, welche den Fragen der nachhaltigen Entwicklung in ihrer ganzen Komplexität gerecht werden.
Ein wichtiger Teil dieser Forschung ist der Einbezug von praktischem sowie nicht-wissenschaftlichem Wissen. Das Zusammenwirken von wissenschaftlichen Methoden und praktischer Erfahrung öffnet neue Wege in der Suche nach wirksamen und praktikablen Lösungen in Entwicklungs- und Transitionsländern.
An den Forschungsprojekten des NFS Nord-Süd beteiligen sich wissenschaftliche Institutionen aus der Schweiz und Partnerinstitutionen in Afrika, Asien und Lateinamerika. Neun regionale Büros sind für die lokale Koordination der Projekte zuständig. Die Forschung basiert vor allem auf klar definierten Fallstudien, welche im Rahmen von Magister- und Doktorarbeiten unternommen werden. Diese werden durch breiter angelegte Studien von «Senior Researchers» ergänzt. Ein zentraler Aspekt aller Forschung, die im Rahmen des NFS Nord-Süd durchgeführt wird, ist der ständige Austausch zwischen Forschenden aus dem Norden, Süden und Osten.
Einen der innovativsten Aspekte der Forschungsaktivitäten des NFS Nord-Süd bildet eine Reihe von klein angelegten, praktischen Studien, welche experimentelle Erfahrung in der Anwendung von neuen Entwicklungsmethoden bieten. Diese so genannten «Partnership Actions», die jeweils zur Linderung von einem spezifischen Problem an einem bestimmten Ort konzipiert werden, bieten eine empirische Grundlage für die Beurteilung der transdisziplinären Forschung als Auslöser von sozialen Lernprozessen.
Im Rahmen des NFS Nord-Süd werden internationale und regionale Ausbildungsseminare geboten, um angehende Forschende in die theoretischen und methodologischen Grundlagen interdisziplinärer und transdisziplinärer Forschung einzuführen. Der dadurch entstehende Austausch an Wissen und Erfahrung stellt eine wesentliche Bereicherung für das gesamte wissenschaftliche Netzwerk des Programms dar. Zu den langfristigen strukturellen Zielen des NFS Nord-Süd zählt das Aufbauen eines institutionellen Rahmens für die Forschung zur nachhaltigen Entwicklung sowohl in der Schweiz als auch in den Entwicklungs- und Transitionsländern des Ostens und des Südens.
Finanzen
2001 – 2004:
CHF 32'172'118 (Beitrag SNF: 14'439'398; Eigen-/Drittmittel: 17'732'720)
2005 – 2008:
CHF 35'038'872 (Beitrag SNF: 14'000'000; Eigen-/Drittmittel: 21'038'872)